RSS-FeedsAnzeigenIhre ZeitungGemeindenKontaktImpressumSitemap
Lokales DB
15.07.12 16:50 Uhr
Ein Neubau ist die beste Lösung

Das alte JUZ wird abgerissen

Von: Der Bote

Zur Straße hin soll das neue Gebäude für das Jugendzentrum entstehen.
Zur Straße hin soll das neue Gebäude für das Jugendzentrum entstehen.

FEUCHT – Eine gut zweistündige Erörterung und Diskussion in der gemeinsamen Sitzung von Sozial- und Kultur- sowie Bauausschuss des Feuchter Marktgemeinderates kann man zusammenfassend auf den kurzen Nenner bringen, dass die Tage des Jugendzentrums gezählt sind und somit das alte Lehrerwohnhaus weichen muss, um Platz für die Realisierung voninsgesamt drei getrennt zu betrachtenden Bauvorhaben zu machen: neues Jugendzentrum, Mensa und Hort sowie ein entsprechendes Parkierungsbauwerk (Tiefgarage und oberirdische Stellplätze). Das ursprünglich mit angedachte Gebäude für die Private Fachakademie für Heilpä-
dagogik (PFH) wird auf diesem Areal nicht verwirklicht, vielmehr soll geprüft werden, ob eine Anbindung der Räume an die bestehende Grundschule möglich ist.

Anfang März hatte der Marktgemeinderat den Planungen für einen Neubau, Umbau oder Erweiterung am Schulstandort für Mensa und Schulhort, Jugendzentrum, Fachakademie für Heilpädagogik und ein entsprechendes Parkierungsbauwerk zugestimmt. Festgelegt wurde auch das entsprechende Raumprogramm.

Das Büro Scherzer aus Nürnberg hatte nun verschiedene Varianten untersucht, die in aller Ausführlichkeit vorgestellt und diskutiert wurden.

Relativ schnell kristallisierte sich heraus, dass der angedachte Bau für die Private Fachakademie für Heilpädagogik auf dem zur Verfügung stehenden Areal im Anschluss an die Hauptschule nicht in Frage kommt.

In der Bürgerrede hatte Schulleiter Peter Eurich, der die Schulgattung und die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Grundschule ausführlich darlegte (wir berichteten) erklärt, dass es nicht Wunsch sei, separate Räume zu schaffen, vielmehr wäre die räumliche Nähe zur Grundschule wichtig. Auch seitens der Verwaltung war man der Ansicht, dass eine Anbindung an die Grundschule sinnvoll wäre. Das hätte auch den Vorteil, dass die zusätzlichen Räume für die Grundschule zur Verfügung stehen, nachdem man mit zwischen 60 bis 100 mehr Grundschülern rechnet, für die man vier Klassräume brauche. Allerdings sei die Prognose sehr schwierig.

Ein eigenes Gebäude für die PFH komme, wie in der Variante aufgezeigt, für ihn nicht in Frage, bekräftigte auch Bürgermeister Konrad Rupprecht. Man habe Zeit zu prüfen, wie eine Andockung an die Grundschule aussehen kann. Priorität hätten Mensa und Schulhort, die bis zum Schuljahresbeginn 2014/15 fertig sein müssen. Beides sollte man wie aufgezeigt im hinteren Bereich des Grundstücks verwirklichen. Beim Jugendzentrum plädiere er für einen Neubau zur Schulstraße hin. Im rückwärtigen Bereich habe man dann die entsprechenden Freiflächen. Außer Zweifel stehe für ihn auch die Schaffung möglichst vieler Parkplätze, so wie sie der Planer aufgezeigt habe.

Im Hinblick auf das Jugendzentrum zeigte der Planer auf, dass zwar auch bei Erhaltung des Bestandes das Raumprogramm verwirklicht werden kann, die Hofsituation aber darunter leiden würde.

Der Leiter des Jugendzentrums, Schmid, führte vor Augen, dass das Einstiegsalter ins Jugendzentrum zwischenzeitlich bei acht bis zehn Jahren liege und im jetzigen Jugendzentrum alles sehr unübersichtlich sei. Mit der Fluchttreppe im Altbau habe man zwar eine gute Lösung, allerdings würden dadurch zwei Räume verloren gehen

Ein komplett neues Gebäude sei übersichtlicher, wäre durch die Lage an der Straße als Abgrenzung ideal. „Für uns ist die Neubaulösung die beste“, brachte er den Wunsch des Teams auf den Punkt. Zwar sei das alte JUZ allen ans Herz gewachsen, aber wer täglich darin arbeiten müsse, der sehe die Probleme und das zähle. Durch das jüngere Publikum hätten sich auch die Anforderungen geändert. Was fehle, sei ein vernünftiger Außenbereich.

Herbert Bauer (CSU) machte deutlich, dass er einen Neubau des Jugendzentrums favorisiere. Hort und Mensa wären unstrittig und
im Hinblick auf die Parksituation war er der Ansicht, möglichst großzügig zu planen (Tiefgarage und oberirdische Stellplätze), um auch die Situation für die Anwohner zu entlasten.

Für Marktrat Klier (SPD) war das JUZ ein emotionales Thema und deswegen sprach er sich dafür aus, das alte Gebäude zu erhalten. Dem widersprach Gerd Steuer (UCS). Ein Neubau sei vernünftiger, weil besser zu kontrollieren. Großzügigkeit forderte auch er für die Parkmöglichkeiten und im Hinblick auf die Mensa war er der Ansicht, dass die Zahl der angenommenen Essensgeher (bis 350) doch sehr hoch gegriffen sei. Er meinte, dass das Angebot nicht angenommen werde, musste sich aber sagen lassen, dass hier die Lage etwas anders sei als zum Beispiel in Altdorf, wo die Mensa auch von Gymnasiasten besucht wird.

Hermann Hagel ließ keinen Zweifel daran – und da war er sich mit seiner Kollegin Rita Bogner einig, dass er das alte Gebäude des Jugendzentrums erhalten sehen will.

Man dürfe nicht alles abreißen was einen Ort wie Feucht reizvoll mache. Es sei möglich, die Nutzung so zu gestalten, dass man hier keine Gruppenräume unterbringen müsse.

Zweifel äußerte Rita Bogner dahingehend, ob das neue Baugebiet am Reichswald tatsächlich soviele zusätzliche Grundschüler bringt, die neue Klassenzimmer notwendig machen.

Sie sei der Meinung, dass der vorhandene Raumbedarf für die Grundschule ausreiche. Die PFH könne sichan anderer Stelle einkaufen. Für sie hätten Feuchter Schüler Vorrang.

Ihrer Meinung, dass der Markt Feucht bei alten Gebäuden mit schlechtem Beispiel vorangehe widersprach Lorenz Schneele. Für ihn sei wichtig, dass das Jugendzentrum gute Arbeitsbedingungen habe.L.M.

Folgende Beschlüss wurden gefasst: Auf Anregung von Bürgermeister Konrad Rupprecht wurde der Antrag von Marktgemeinderat Hermann Hagel vor der Abstimmung in zwei Bereiche getrennt.

Beide Ausschüsse empfahlen dem Marktrat einstimmig (9:0), dass das Großprojekt Mensa-Hort-JUZ-PFH nicht in allen bisher geplanten Teilen auf dem vorgesehenen Areal realisiert wird.

Dem Hagel-Antrag, auf den Bau für die PFH ganz zu verzichten wurde vom Sozial- und Kulturausschuss 5:4 zugestimmt und vom Bauausschuss 4:5 abgelehnt. Beides sind Empfehlungen an den Marktgemeinderat.

Das bestehende Jugendzentrum soll abgerissen und dafür ein entsprechender Neubau realisiert werden. Favorisiert wird die vorgestellte Vorentwurfsplanung des Büros Scherzer (Variante 1), dem Bauvorhaben Mensa und Schulhort, dem BauvorhabenJugendzentrum und dem Bauvorhaben Parkierungsbauwerk (siehe Anlage 1) wird zugestimmt. Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechende Entwurfsplanung vom Büro Scherzer Architekten aus Nürnberg erstellen zu lassen. Die für die Baumaßnahmen erforderlichen Mittel sind jeweils für das einzelne Bauvorhaben in den Haushalt für das Jahr 2013 und 2014 einzustellen. Die Zustimmung im Sozial- und Kulturausschuss war mit 7:2 ziemlich eindeutig, im Bauausschuss fiel der empfehlende Beschluss mit 6:3 Stimmen aus.

Nicht ad acta gelegt ist das Thema PFH. Die Verwaltung wurdebeauftragt, eine weitere Variante für das Bauvorhaben Private Fachakademie für Heilpädagogik vom Büro Scherzer Architekten aus Nürnberg erarbeiten zu lassen, in der eine Anbindung der Räume an die bestehende Grundschule zu prüfen ist. Dabei ist auch die Möglichkeit der Schaffung von Schulräumen für einen eventuell zusätzlichen auftretenden Raum-
bedarf zu prüfen. Der Sozial- und Kulturausschuss empfahl dieses weitere Vorgehen dem Marktgemeinderat mit 6:3, im Bauausschuss gab es mit 5:4 Stimmen eine knappe Mehrheit.

Als Fachplaner für die Entwurfsplanung werden das Ingenieurbüro Teucke aus Nürnberg für den Brandschutz und Tragwerksplanung, das Ingenieurbüro für Bauphysik Wolfgang Sorge aus Nürnberg und die Forster + Müller Planungsgesellschaft aus Hilpoltstein für die Haustechnik beauftragt. In beiden Ausschüssen fiel der empfehlende Beschluss einstimmig 9:0.

Weiter wurde die Verwaltung beauftragt, die Vorentwurfsplanung für die Umgestaltung des gesamten Pausenhofes der Grund- und Mittelschule von Adler & Olesch Landschaftsarchitekten aus Nürnberg erstellen zu lassen. Im Sozial- und Kulturausschuss herrschte Einigkeit, im Bauausschuss gab es eine Gegenstimme.




Kommentare

Keine Anmerkungen

Anmerkung hinzufügen

* - Pflichtangabe

Hinweis: Hinweis: Die Redaktionen behalten sich vor, Kommentare auch als Leserbriefe in den drei Heimatzeitungen zu veröffentlichen. Beleidigende oder anstößige Kommentare werden gelöscht. (Anm. d. Redaktion).

*
*


*
*


twitter Stream

NAchrichten aus Nürnberg & Franken

Link zur Startseite Der Bote Link zur Startseite Pegnitz-Zeitung Link zur Startseite Hersbrucker Zeitung Link zur Homepage N-land.de