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Lokales PZ
05.07.12 17:01 Uhr

Kurz, aber heftig: Unwetter überflutet Straßen und Keller

Von: Clemens Fischer

LAUF — Mit zwei direkt aufeinanderfolgenden, extrem heftigen Regenfronten zog Donnerstagmittag das angekündigte Unwetter direkt über das PZ-Land, von Südwesten, Schwaig/Moritzberg, nach Nordosten, über Röthenbach nach Lauf und weiter in Richtung Neunkirchen und Hersbruck. Land unter – und vor allem Keller unter – hieß es aber nur in den westlichen Gemeinden im Nürnberger Land. Feuerwehren und Bauhöfe waren pausenlos im Einsatz. In
 Schnaittach, Neunkirchen oder Hersbruck dagegen gab es keine Probleme. In vielen Bereichen im Laufer Raum, vor allem in Unterführungen, konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr fassen. So zum Beispiel in Röthenbach, wo die Unterführung in der Schönberger Straße überflutet war und zu einem unüberwindlichen Hindernis wurde, wie ein Autofahrer schmerzlich erfahrern musste (zweites Foto von oben). Das gleiche Bild in der Fußgängerunterführung am rechten Laufer Bahnhof. Innerhalb von Minuten stieg das Wasser über einen halben Meter hoch, bis es schließlich auf die Poststraße lief. Nur wenige Mutige, wie diese junge Frau (oben), wagten sich noch durch das Wasser. Wie sehr die Kanalisation im Bereich der Laufer Post überfordert war, zeigte sich auch direkt am Postplatz, wo das Wasser aus den Gullis quoll, zehn Zentimeter hoch über den Platz und die Nürnberger Straße (Foto unten) und die Glockengießer Straße hinabstürzte. Überflutet waren auch die Bahnunterführung in Behringersdorf und die Eschenauer Straße in Lauf. Schwer getroffen hat das kurze, aber heftige Unwetter aber vor allem viele Hausbesitzer, deren Keller voll liefen. So zählte allein in Röthenbach die Feuerwehr rund 40 Einsätze, bei denen sie Wasser aus Kellern abpumpen musste. In Lauf sah es ganz ähnlich aus, eine konkrete Zahl konnte man aber zunächst nicht nennen. Mindestens acht Keller standen in Behringersdorf unter Wasser, 14 waren es in Röthenbach und auch die Feuerwehr Diepersdorf kam mit ihren Wasserpumpen kaum noch hinterher. Letztere war im Industriegebiet im Einsatz und musste fünf Keller leer pumpen. Mit Unterstützung der Feuerwehr und danach mit Putzeimern und Lappen rückten die Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe-Kindertagesstätte in der Röthenbacher Seespitze einer Überflutung im Erdgeschoss zu Leibe (drittes Bild). Wie heftig es am Donnerstag im Bereich Lauf geregnet hat, machen auch die Niederschlagsmengen deutlich: In weniger als einer Stunde – danach schien wieder die Sonne – fielen beispielsweise in Heuchling 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht in etwa der Gesamtregenmenge des diesjährigen Juni an dieser Stelle.
 Fotos: Brinek, Fischer




Kommentare

Katrin H., Röthenbach, 06.07.2012 07:53:
Da möcht ich aber nirgendwo mehr hören der Sommer sei zu trocken...

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