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04.07.12 15:10 Uhr

Weichen für eine effektivere Arbeit gestellt

Von: Der Bote

Weitreichende Entscheidungen mit Satzungsänderungen trafen die Mitglieder des Vereins der Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission E.V. bei ihrer diesjährigen Versammlung. Auf unserem Bild: Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Breitenbach (Rektor der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen, am Pult) und die Vorstände Diakon Martin Neukamm (Leiter der Rummelsberger Brüderschaft) und Diakonin Andrea Heußner (Leiterin der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg) mit dem künftigen Vorstand Harald Frei (Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen, erste Sitzreihe, von rechts). Foto: Krätzer
Weitreichende Entscheidungen mit Satzungsänderungen trafen die Mitglieder des Vereins der Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission E.V. bei ihrer diesjährigen Versammlung. Auf unserem Bild: Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Breitenbach (Rektor der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen, am Pult) und die Vorstände Diakon Martin Neukamm (Leiter der Rummelsberger Brüderschaft) und Diakonin Andrea Heußner (Leiterin der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg) mit dem künftigen Vorstand Harald Frei (Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen, erste Sitzreihe, von rechts). Foto: Krätzer

Rummelsberg – Zentrale, in die Zukunft weisende Entscheidungen traf die Mitgliederversammlung der Rummelsberger Anstalten bei ihrer Tagung im Berufsbildungswerk Rummelsberg. Dank einer überarbeiteten und nun beschlossenen Satzung wird der Verein künftig straffer organisiert sein und damit effektiver arbeiten können. Das drückt allein schon die Namensänderung aus: Der etwas sperrige Name „Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission E.V.“ lautet ab jetzt kurz und knapp „Rummelsberger Diakonie e.V.“.

„Es zeigt, wer wir sind, nämlich Rummelsberger, und wofür wir stehen: für Diakonie“, erläuterte Dr. Günter Breitenbach, mit seinem neuen Titel Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie e. V. und Rektor der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen. Ebenso sprachen sich die Mitglieder mit ihrer neuen Satzung für kürzere Entscheidungswege und schlankere Gremien mit klar definierten Zuständigkeiten und Rollen aus.

Neuer Aufbau

Einer entscheidenden Änderung sieht sich der neu gewählte Aufsichtsrat gegenüber: Mit dem In-Kraft-Treten der neuen Satzung steht er in einer gewandelten Verantwortung, denn die Mitglieder entlasten in Zukunft ihn, nicht mehr den Vorstand. Die neue Struktur helfe die Balance zwischen diakonischem Handeln, Fachlichkeit und wirtschaftlichen Handeln zu halten und sich auf die wesentlichen Aufgaben zu konzertieren, betonten die beiden Vorstände Diakonin Andrea Heußner, Vorstand und Leiterin der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg, und Diakon Martin Neukamm, Vorstand und Leiter der Rummelsberger Brüderschaft.

Für juristische Fragen - damit alle Änderungen in der Satzung auch ihre Richtigkeit haben - nahm als Gast Steuerfachmann Rechtsanwalt Professor Dr. Wolfgang Schick aus Stuttgart an der Versammlung teil. Mit seinen Erläuterungen trug er entscheidend zum besseren Verständnis und zur Klärung mancher Sachverhalte bei.

Entscheidend für eine bessere Vernetzung ist auch der Entschluss, den Vorstand um den Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen (RDM), Harald Frei, zu erweitern.

Frei wird hier in seiner Funktion als Experte in wirtschaftlichen Fragen sein Wissen und sein Know-How einbringen, im Gegenzug übernimmt Breitenbach die Aufgabe eines „theologischen Geschäftsführers“ in der RDM.

Mit diesen Maßnahmen rücken die einzelnen Bereiche der Rummelsberger Gesellschaften und die beiden Gemeinschaften - Brüderschaft und Diakoninnengemeinschaft - enger zusammen. Denn in Verantwortung gegenüber dem Verein, dem von Haus aus alle Diakone und Diakoninnen angehören, steuert die RDM alle Tochtergesellschaften des Vereins, in denen die einzelnen Arbeitsbereiche organisiert sind.

Fortschritte in allen Bereichen

Neben den wichtigen und viel diskutierten Punkten Satzungsänderung und Wahlen der sieben Aufsichtsratsmitglieder stand der Bericht von Dr. Breitenbach im Mittelpunkt der Versammlung.

Er zeichnete in seinem Überblick über die einzelnen Arbeitsfelder eine insgesamt sehr positive Entwicklung, ohne anstehende Aufgaben zu beschönigen.

Die Leitziele hätten sich nicht verändert, doch in jedem Bereich habe es Fortschritte gegeben.

Als wichtigste Punkte nannte Dr. Breitenbach unter anderem, anstehende Sanierungen in Angriff zu nehmen, neue Standorte und Angebote zu erschließen sowie die ambulanten Dienste zu verstärken. Auf die großen Umstrukturierungen im Bereich der Dienste von Menschen mit Behinderung (RDB) und der Dienste für junge Menschen (RDJ) - beide in der Verantwortung von Geschäftsführer Karl Schulz - ging Dr. Breitenbach ebenfalls ein. Hier soll sich die Struktur von einer auf Einrichtungen orientierten zu einer regionalen und fachlichen verändern.

Parallel dazu sollen Leitungsebenen zugunsten der unmittelbaren Arbeit am Menschen reduziert werden. Insgesamt habe das Thema Mitarbeitende, ihre Gesundheit, Zufriedenheit und Identifikation großen Raum eingenommen, betonte er: „Wir sind inzwischen ein anerkannt familienfreundlicher Betrieb.“ Herzlich dankte er allen im Namen des Vorstandes für die ermutigende Begleitung. „Lassen sie uns Schritt für Schritt gehen. Klar, mutig und mit der gebotenen Vorsicht.“

Aufgrund des begrenzten Zeitrahmens bei gleichzeitig vielen Themen blieben einige Tagesordnungspunkte offen. Sie wird die Mitgliederversammlung an dem neu anberaumten Termin am 31. Juli behandeln.

Dorothée Krätzer/RDM




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