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Lokales PZ
09.03.12 16:01 Uhr

Ein Schwaiger mit Leib und Seele

Von: Tina Chemnitz

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Auf dem freien Areal neben dem Schwaiger Schloss könnte sich Werner Simon ein generationenübergreifendes Wohnprojekt gut vorstellen. Foto: Chemnitz
Auf dem freien Areal neben dem Schwaiger Schloss könnte sich Werner Simon ein generationenübergreifendes Wohnprojekt gut vorstellen. Foto: Chemnitz

SCHWAIG — Seit zehn Jahren sitzt Werner Simon im Schwaiger Gemeinderat. Nun möchte der Behringersdorfer für die CSU auf den Chefsessel im Rathaus.

Werner Simon ist Schwaiger durch und durch. Er ist hier geboren und aufgewachsen, sitzt seit zehn Jahren für die CSU im Gemeinderat und istehrenamtlich engagiert: seit über 40 Jahren aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Behringersdorf, seit zwölf Jahren im evangelischen Kirchenvorstand und im Kirchweihverein.

Simon kennt die Schwaiger – und sie kennen ihn. Bei der letzten Gemeinderatswahl vor vier Jahren erzielte er mit fast 3000 Stimmen ein gutes Ergebnis. Nicht nur deshalb malt sich der 52-Jährige auch bei der Wahl am Sonntag Chancen aus. „Viele Bürger kommen mit ihren Anliegen jetzt schon zu mir und ich kümmere mich gerne darum.“ – In Zukunft natürlich am liebsten als „bürgernaher Bürgermeister“.

Simon kennt auch die Straßen und Gebäude im Gemeindegebiet wie kaum ein anderer. Seit 1985 arbeitet der gelernte Installateur im gemeindlichen Bauhof – seit zehn Jahren ist er dessen Leiter. In dieser Zeit hat er die Entwicklung der Gemeinde hautnah mitbekommen und wertvolle Erfahrungen gesammelt, die – so glaubt Simon – für einen Bürgermeister von Vorteil wären. „In den 27 Jahren am Bauhof habe ich viel über die Gemeinde und die Baubranche gelernt. Ich bin deshalb zwar kein Ingenieur, aber in baulichen Fragen kann mir nicht jeder alles erzählen. Ich habe da eine ganz gute Kontrollfunktion.“

Im Wahlkampf hat der CSU-Mann die sozialen Themen ganz oben auf seine Prioritätenliste gesetzt. Allen voran die demographische Entwicklung. Man müsse auf der einen Seite junge Familien als Neubürger gewinnen und auf der anderen Seite bessere Bedingungen für Senioren schaffen.

Kein neues Bauland

„Wir haben kein Bauland mehr in Schwaig. Der Zuzug junger Familien geht also nur über die Nachverdichtung“, sagt Simon und fügt sofort hinzu: „Aber das muss umweltschonend und für die Bürger verträglich passieren.“ Der Fall Rainwiesenweg sei ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Dabei fasst Simon sich auch an die eigene Nase: „Alle im Gemeinderat haben damals für die Reihenhaussiedlung gestimmt. Wir hatten aber nicht mit einer solchen Protestwelle gerechnet.“ Für die Zukunft müsse man daraus lernen und die Bürger noch früher und intensiver in geplante Projekte mit einbeziehen.

Zum Beispiel wenn es um ein Mehrgenerationenhaus auf dem freien Areal neben dem Schloss geht. Hier möchte Simon die Bürger von Anfang an ganz eng mit einbinden. „Wir müssten zunächst eine Befragung starten, was die Menschen wollen und welcher Bedarf vorhanden ist.“ Er glaubt, dass diese neue Wohnform gerade für Senioren und zugezogene Familien interessant wäre.

Auch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs sei besonders für die älteren Bürger wichtig. Vor allem die Anbindung des neuen Schwaiger Einkaufszentrums wird oft kritisiert. Simon könnte sich vorstellen, dass die Gemeinde eigene Busse anschafft, um flexibler auf die Bedürfnisse der Passagiere eingehen zu können.

Wichtig sind für ihn außerdem die Förderung von Vereinen, Kultur, Jugendarbeit und Ehrenamt sowie der Ausbau regenerativer Energien. Dass sich seine Themen dabei zum Teil mit denen der anderen Kandidaten überschneiden, ist für Simon kein Problem. „In der Lokalpolitik kommt es nicht so sehr auf die Partei an, der man angehört, sondern darauf, was die Bürger beschäftigt“, betont er.

Was die Gewerbesteuer angeht, ist Simon klar auf Parteilinie: Der Hebesatz soll auf dem niedrigsten Stand im Landkreis bleiben. Zumindest solange die finanzielle Lage Schwaigs das zulässt. Sparsames Haushalten sei für ihn oberstes Gebot. Die niedrige Gewerbesteuer ist für Simon ein Garant dafür, dass die Unternehmen in der Gemeinde bleiben und die Steuereinnahmen weiter munter sprudeln. Statt die Steuer zu erhöhen will er lieber neue Flächen ausweisen, zum Beispiel auf dem Gelände, auf dem früher die Traglufthalle der Demag stand.

Schwaig ist idealer Ort

Bei all dem stünde für ihn das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger im Vordergrund, beteuert Simon. Er sei hier tief verwurzelt und will es auch bleiben. Mit seiner Familie wohnt der Vater dreier Töchter mitten im Ort, schräg gegenüber der evangelischen Kirche in Behringersdorf. Etwas anderes kann er sich auch gar nicht vorstellen. Schwaig ist für ihn der ideale Ort zum Leben und Arbeiten: „Wir haben einfach alles: die Nähe zu Nürnberg und trotzdem einen ländlichen Charakter, die ausgezeichnete Verkehrsanbindung, ein gutes kulturelles Angebot und die netten Menschen, die hier leben“, schwärmt er.




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