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06.02.12 17:22 Uhr

Das Ende des grauen Betonwürfels naht

lokales(at)hersbrucker-zeitung.de

Der Hausmeisterwohnungsblock am Eingang zum Hersbrucker Schulzentrum dürfte bald Geschichte sein. Foto: J. Ruppert

HERSBRUCK (jr) - Ein Blickfang war er noch nie, der graue Betonwürfel mit den Hausmeisterwohnungen am Eingang zum Schulzentrum. Doch das kann sich bald ändern. Der Schulverband Hersbruck (Mittelschule) hat die Weichen für einen Abriss des Gebäudes gestellt.

Einstimmig sprachen sich Vorsitzender Robert Ilg und die Räte Bruno Schmidt, Gerhard Bock, Norbert Thiel und Friedrich Biegel dafür aus, das Hausmeisterhaus an den Landkreis zu verkaufen. Es ist schadstoffbelastet, seit Jahren unbewohnt und wird allenfalls für Baubesprechungen genutzt. Eigentümer sind je zur Hälfte der Landkreis und der Schulverband, dem Hersbruck, Kirchensittenbach und Reichenschwand angehören.

Die Hochbauabteilung am Landratsamt hat nun den Vorschlag gemacht, das Gebäude bis zur Oberkante Kellerdecke abzubrechen. Dadurch wird eine Fläche von rund 260 Quadratmetern frei.

Auf dem neu gewonnenen Areal plus einem Teil des Pausenhofs will der Kreis ein Containerdorf errichten, wenn (wir berichteten) die Innnensanierung der Johannes-Scharrer-Realschule ansteht und die Schüler ein Ausweichquartier brauchen.

Die Kosten für den Abbruch betragen rund 25.000 Euro. Der Schulverband schlägt statt einer „Halbe-Halbe-Finanzierung“ eine Art Tauschgeschäft vor: Der Kreis erhält das Hausmeistergebäude für einen symbolischen Euro komplett und trägt dafür aber auch die gesamten 25.000 Euro.

Ohne große Diskussion beschloss der Schulverband Hersbruck den Haushaltsplan 2012. Peter Dischner von der Kämmerei erläuterte einige Eckpunkte. Die Mitgliedsgemeinden müssen etwa 390.000 Euro an Umlagen tragen. Davon entfallen entsprechend der Schülerzahlen auf Hersbruck 290.000 Euro, auf Kirchensittenbach 60.000 Euro und auf Reichenschwand 40.000 Euro.

Stabilerer Zaun

Für den Gebäudeunterhalt sind 59.000 Euro angesetzt. Davon entfallen 21.000 Euro auf neue Fußböden und Malerarbeiten in Klassenzimmern. Außerdem soll auf Vorschlag von Stadtrat Jürgen Amann der Maschendrahtzaun im Pausenhof hin zum Plärrer gegen eine stabilere Lösung ausgetauscht werden. Die Kosten in den Bereichen Reinigung und Energieverbrauch im Hersbrucker Schulverband summieren sich auf 88.000 Euro beziehungsweise 75.000 Euro.

Weitere größere Posten sind die Beteiligung an den vier Ganztagesklassen, die Umlage für das Sportzentrum, Personalausgaben für Hausmeister und einen Sozialpädagogen und die Mittagsverpflegung. Vorsorglich sind 30.000 Euro vorgesehen, wenn die Planungen für eine Mensa beginnen.

Die Leitung der Mittelschule möchte zwei elektronische Tafeln kaufen. Reichenschwands Bürgermeister Bruno Schmidt begrüßte das Vorhaben. Er wies darauf hin, dass der Landkreis für derartige Anschaffungen einen Spezialpreis mit einer Firma ausgehandelt hat, vielleicht könne sich die Hersbrucker Mittelschule da „dranhängen“. Die Schulden des Schulverbandes sinken von etwa 560.000 Euro vor einem Jahr auf voraussichtlich 510.000 Euro Ende 2012.




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