700 Jahre in 365 Tagen
POMMELSBRUNN (ma) - Mit einem umfangreichen Programm feiern die Pommelsbrunner das Jahr der 700. Wiederkehr ihrer ersten urkundlichen Erwähnung und laden schon heute alle, die mitfeiern wollen, sehr herzlich ein. Höhepunkt wird das Festwochenende vom 6. bis 8. Juli sein.
Als das Dorf Pommelsbrunn 1312 ins Licht der Geschichte trat, ging es um Geld, genauer gesagt, um Abgaben. Viele Orte verdanken ihre erste Erwähnung solchen Umständen, denn damals konnten nur wenige Menschen lesen und schreiben und so beschränkten sich schriftliche Überlieferungen meist auf Abgaben oder Eigentumsübergänge.
Gleichzeitig wird aber auch eine der beiden Pommelsbrunner Mühlen zum ersten Mal erwähnt, denn wir lesen: „Pavmolsprunne. Da selbes dev mvel giltet zwei mez chorn, ein mez weiszes, ein halb phvnt phen. chese. dri schill ayer“. Gemeint war damit die Weidenmühle, welche an das Kloster Engelthal die genannten Abgaben, also Korn, Weizen, Geld, Käse und Eier, abführen musste.
Dieser schlichte, auf drei Zeilen passende Eintrag ist der Grund, warum der Ort Pommelsbrunn nun zahlreiche Festivitäten für 2012 geplant hat. Begonnen haben diese bereits mit einem Kirchenkonzert in der Laurentiuskirche, es folgen viele von Festausschuss und Ortsvereinen gestaltete Beiträge, unter denen auch ein Themenquizabend, der „Tag des Liedes“ und weitere Konzerte sind. Am 28. April wird man sich auf Einladung der Gemeinde zu einem festlichen Kommersabend im Markgrafensaal Hohenstadt versammeln. Der Mai ist ein echter „Jubelmonat“. Am 17. gibt es „Zwölfuhrläuten“ und am 20. die Eröffnung einer umfangreichen Ausstellung des heimischen Künstlers Ernst Pflaumer im Gemeinschaftshaus am Dorfplatz, das am gleichen Tag mit einem Fest offiziell eingeweiht wird.
Chronik kommt im März
Am 17. Juni kommen die Vereine beim „Tag der Vereine“ mit Museumsführungen, Chorkonzert, Mountainbike- und Lama-Touren, Kneipp-Veranstaltungen, Kletterwand und Kinderprogramm zum Zug. Das Festwochenende startet am Freitag, 6. Juli, mit einem Auftritt der „Altneihauser Feierwehrkapell n“ im Festzelt, zu dem die Eintrittskarten leider schon vollständig verkauft sind.
Einen Tag später ist Pommelsbrunn vielbeachtete Endstation des Landkreislaufs mit Siegerehrung, abends spielt „Aischzeit“ für Junge und Junggebliebene. Wenn sich nach einem ökumenischen Gottesdienst und Frühschoppen mit der Stadtkapelle Hersbruck am Sonntag, 8. Juli der Festzug mit mehr als 50 Gruppen formiert, darf man gespannt sein, denn die Pommelsbrunner haben sich auch einen Streifzug durch ihre Geschichte ausgedacht.
Danach spielt die Band „Zefix“. Zwei Wochen später tritt der Gospelchor der Nikolaus-Selnecker-Kantorei „Sound of Joy“ am Dorfplatz auf. Bis zum Jahresende geht es dann laufend mit Aktivitäten der örtlichen Vereine, Chöre und Kindergärten weiter.
Zu all dem ist ein im Rathaus und an vielen anderen Stellen ausliegender Flyer erschienen, den auch die Nachbargemeinden erhalten haben. Ferner wird Ende März eine umfangreiche Chronik „700 Jahre Pommelsbrunn“ erscheinen. Als Schirmherren des Jubiläums konnten die beiden Abgeordneten Dr. Thomas Beyer und Kurt Eckstein gewonnen werden.
Alles Interessante und Wichtige rund ums das Jubiläum ist auch im Internet unter www.mein-pommelsbrunn.de/ak700j/ sowie in Facebook zu finden.
Helga Manderscheid




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