Speck will wachsen oder weg aus Neunkirchen

NEUNKIRCHEN — Vor sieben Jahren übernahm Speck Pumpen das leer stehende Gruco-Werk in Neunkirchen – bisher eine glückliche Verbindung für das Unternehmen wie für die Gemeinde. Jetzt muss die „Ehe“ die erste Nagelprobe bestehen. Speck will und muss erweitern, möglich ist dies allerdings nur im nördlich angrenzenden Überschwemmungsgebiet des Röttenbachs. Geht das nicht, denkt Firmenchef Hermann Speck ernsthaft über einen Weggang nach.
Speck ist ein Unternehmer, der es gewohnt ist, schnell reagieren zu müssen, auf Kundenwünsche, auf Marktentwicklungen. Momentan hadert er ein wenig, weil er nicht versteht, dass die Mühlen der Bürokratie etwas langsamer mahlen. So ist sein Limit zu verstehen, das er setzt: „Bis Mai will ich wissen, ob etwas geht, sonst schaue ich mich anderweitig um“, sagt er gegenüber der PZ. Die Ungeduld kommt daher, weil er seit Oktober 2010 auf eine Lösung seines Problems wartet: Der Pumpenhersteller braucht dringend neue Lager- und Montagehallen.
„Als wir hier eingezogen sind, dachte ich, die vorhandenen Werkshallen reichen für die Ewigkeit“, erklärt Speck. „Aber Gott sei dank ist es nicht so“, fügt er an. Der Betrieb floriert wieder wie vor der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der Umsatz um 14 Prozent einbrach, aber dennoch alle Beschäftigten gehalten werden konnten.
Die Kurve geht seitdem wieder nach oben, was sich bei der Mitarbeiterzahl widerspiegelt: 2005 waren es 110, heute montieren und verpacken 165 Männer und Frauen in Neunkirchen Pumpen für Schwimmbäder und Haustechnik – eine Produktion gibt es nur an anderen Speck-Standorten, aber nicht auf dem Gelände an der Hauptstraße 1- 3.
Diese Adresse ist offenbar gut geeignet, Speck fühlt sich wohl, deshalb sagt er auch klar, „wir wollen am Standort bleiben“. Umaber wirtschaftlicher arbeiten zu können und nicht mehr auf provisorische Lager wie den alten Gruco-Hackschnitzelturm setzen zu müssen, und um dieschon dieses Jahr erweiterte Produktpalette stemmen zu können, will die Firma ihr 36 000 Quadratmeter großes Gelände möglichst bald um 18 000 Quadratmeter erweitern. Später plant der Firmenchef noch einmal mit zusätzlichen 8000 Quadratmetern.
Wie jetzt auch der Neunkirchener Bauausschuss feststellte, kommt nur eine Fläche in Frage: nördlich des Firmengeländes, auf dem aufgelassenen Sportplatzdes SV Neunkirchen. An allen anderen Ecken und Enden liegen entweder die Staatsstraße oder Gebäude. Deshalb müsste, so die Einschätzung von Bauamtsleiter Jürgen Sommerer, Speck auch im Überschwemmungsgebiet, auf dem früheren Sportgelände, bauen dürfen. Denn das ist nur erlaubt, wenn andere Flächen nicht in Frage kommen.
Ein weiteres Hindernis ist seit Dezember aus dem Weg: Das Wasserwirtschaftsamt besteht nicht mehr, wie anfangs, auf einem Regenüberlaufbecken, das bis zu 800000 Euro gekostet hätte. Allerdings muss möglichst nahe ein Ausgleich für die wegfallende Rückstaufläche geschaffen werden. Speck bringt dafür das jetzige Gelände des Tennisclubs ins Gespräch.
Genau soll dies aber ein Ingenieurbüro klären, das dem Gemeinderat im nächsten Schritt mehrere Varianten vorlegen soll. Die Frage, wer die Ausgleichsflächen bezahlt, ist noch offen. Speck erinnert daran, dass er der Gemeinde seit 2004 einen warmen Gewerbesteuerregen beschert habe. Sommerer spricht vom „Verursacherprinzip“. Letztlich muss der Gemeinderat entscheiden. Freilich erst, wenn die Kosten feststehen.
Ums Detail geht es Hermann Speck aber derzeit weniger. Er wartet auf ein eindeutiges Signal der Behörden, ob er seine konkreten Pläne in Neunkirchen umsetzen darf.



Aber im Ernst, die sollen bloß schauen das der Speck da bleibt und die heimische Wirtschaft weiter gestärkt wird! Wobei, am Bräunleinsberg hams ja lieber Discounter ansiedeln lassen statt Produktion! Also ungefähr die Hälfte der vermarkteten Gewerbeflächen bieten gerade mal 20 Leuten einen Arbeitsplatz. Dafür sterben die Läden im Dorf. Wahrscheinlich musste man den Schnaittachern mit ihren gefühlten 100 Discountern Konkurrenz machen. ;)
ich kenne ja wirklich sehr viele Leute in dem Landkreis.
Ich denke und meine in Neunkirchen ist irgentwie die Zeit stehen geblieben.
Überall hört oder liest man von Bauprojekten nur nicht in Neunkirchen.
Ausser vieleicht mal eine Photoanlage am Müllberg.
Ich war ja bis vor kurzen auch ein Fan von Eurer Gastronomie, aber den Wirt hat ja der Gemeinderad von seiner Taverne nausgschmissen.
Etzertle schmeckts nimmer.
Nun ja ich denke mal da sitzen zuviel verschiedene Parteien im Gemeinderat sagt der eine ja, sagt der andere aus trotz nein.
Aber im Moment brenns ja in Neunkirchen wirklich an allen Ecken und Enden. Schaut man zum Bahnhof, wirds nicht besser. Meiner Meinung nach gehört das Projekt gestrichen. 400.000 Euro in einen Parkplatz investieren, der der Gemeinde nicht mal gehört, sondern nur für eine bestimmte Zeit überlassen wurde. Dazu fällt noch 50% der Förderung weg. Lieber Gemeinderat: Das können sie den Bürgern nicht erklären: Nicht nach der Geschichte mit der Brücke und den ganzen anderen wichtigeren Projekten in Neunkirchen. Aber wir werden sehen, was aus dem Bahnhof und aus Speck wird.
Schade wäre wenn Speck Pumpen wegziehen würde.
Die Pumpen sind echt gut, meine im Pool läuft und läuft.
Tag und Nacht.
Mei Gruco Küche ist auch super.
Aber leider gibts die nimmer.
Speck vieleicht auch bald nimmer wenns noch lange warten.
Jou werkli
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