Gefahr für das Kriegerdenkmal?

VELDEN (fu) — In seiner ersten Sitzung des neuen Jahres hat sich der Stadtrat Velden ausführlich mit den Wortmeldungen aus den Bürgerversammlungen im November, mit dem Entwurf einer Kanuverordnung sowie mit einem möglichen schnellen Internetanschluss für Pfaffenhofen beschäftigt.
In der Bürgerversammlung in Velden hatte sich Helmut Schlenk zu Wort gemeldet und Risse und Spalten in Felsen beim Kriegerdenkmal angesprochen. Auch seitens des Landschaftspflegeverbandes wurde bei der letztjährigen Felsfreilegung bzw. -säuberung auf eventuellen Steinschlag oder gar drohenden Felsabsturz aus der zirka 20 bis 30 Meter hohen Felswand hingewiesen. Deshalb bat Bürgermeister Herbert Seitz zu einem Ortstermin mit dem Landesamt für Umweltschutz. Ein Vertreter des Amtes, Dr. Andreas von Poschinger, zeigte nun in seiner schriftlichen Stellungnahme mögliche Gefahren auf. Dieses Schriftstück gab der Bürgermeister in der Sitzung bekannt.
Beobachtet werden müsse vor allem ein schräg verlaufender Riss bzw. eine Spalte unterhalb eines isoliert stehenden Felsturms direkt gegenüber dem Pegnitzsteg. Zwar sei dieser Zwischenraum schon länger vorhanden („keine offensichtliche Verschiebung“), meinte der Fachmann, allerdings sei ein Restrisiko nie auszuschließen. Deshalb empfehle er, den Fels an besagter Stelle mit einer Felssiegelmarkierung auf eventuelle Bewegungen zu überwachen. Da dieser Grat für das Landschaftsbild prägend sei, solle er möglichst erhalten bleiben.
Insgesamt gab es aber in dem Schreiben keine Hinweise auf akute Felsabstürze im gesamten Bereich des Kriegerdenkmals. Allerdings seien kleine Absprengungen von Fels- und Gesteinstücken in Richtung Wanderweg nicht auszuschließen. Hier helfe auch, Baumbewuchs mit starker Wurzelbildung einzudämmen. Einstimmig befürwortete das Gremium die fachgerechte Anbringung einer Zementmarke (Kosten zirka 350 Euro).
Eine weitere Wortmeldung wies auf die schlechte Ausleuchtung der Umgehungsstraße zwischen Abzweigung Kindergarten und Plecher Straße hin. Fußgänger seien bereits bei einsetzender Dämmerung kaum mehr zu sehen. Der Bauausschuss wird bei einem Ortstermin prüfen, ob zusätzliche Straßenlampen in diesem Straßenstück erforderlich sind. Und der Ortssprecher von Henneberg, Harald Bammler, regte an, in den Ortsteilen Gerhelm und Immendorf Tafeln für gemeindliche Aushänge und Informationen anzubringen.
Neuen Entwurf vorgelegt
Bereits im April vorigen Jahres hatte sich der Stadtrat mit der geplanten Änderung der „Verordnung über die Regelung des Gemeingebrauchs an der Pegnitz“ beschäftigt. Nach einem ausführlichen Gespräch zwischen den betroffenen Bürgermeistern des Pegnitztals und dem Landratsamt lag nun einer neuer Entwurf zur Genehmigung vor. Für den Abschnitt Neuhaus bis Günthersthal wurde die zulässige Zeit zum Befahren der Pegnitz auf die Monate Juli bis Oktober (von 8 Uhr bis 15 Uhr) eingeschränkt, um die sensible Tier- und Pflanzenwelt in diesem Flussabschnitt besser zu schützen.
Außerdem sollen, wie schon bisher, nur kleinere Fahrzeuge (Boote) ohne eigene Triebkraft verwendet werden, also Kanus, Kajaks, Kanadier und Schlauchkajaks für eine Besetzung von jeweils höchstens drei Erwachsenen oder zwei Erwachsenen und zwei Kindern.
Bei örtlichen Veranstaltungen, z. B. durch die DRLG oder der Schule, können im Einzelfall etwa bei der Benutzung von Schlauchbooten Ausnahmen genehmigt werden, betonte der Bürgermeister. Hatten doch einige Räte bereits letzten April angemerkt, dass sie als Kinder mit dieser Art Wasserfahrzeug selbst erste Erfahrungen auf (und in) dem Fluss hätten machen dürfen.
Gewerblich organisierte Bootsveranstaltungen müssen allerdings sowohl der Stadt als auch dem Landratsamt mindestens zwei Wochen vor Fahrtantritt angezeigt werden. Nach kurzer Diskussion stimmte das Gremium dem Entwurf einhellig zu.
Erfreuliches tut sich beim Thema Internet. Nachdem für Viehhofen der Vertrag für einen schnellen Anschluss vor kurzem unterzeichnet wurde (wir berichteten), bietet nun Vodafone für Pfaffenhofen ebenfalls einen schnellen Internetanschluss (mind. 6 MB download) an. Das Ganze soll mit LTE-Funktechnik über einen neu errichteten Sender in Neuhaus erfolgen. Vertreter der Firma wollen in den nächsten Wochen die Einwohner des Ortes aufsuchen. Sollte beim Test der Empfang in Ordnung gehen, so Seitz, wären alle Ortsteile mit einem soliden Internetempfang versorgt.
Für Henneberg und für den Ahornweg in Velden wurden die Pläne für den Neubau von Einfamilienhäusern genehmigt. Die DB beginnt demnächst mit der Felssicherung am Bahnhof Velden (u. a. Schutznetze und Anker). Abschließend befürwortete das Gremium, auch für 2012 wieder ein Ferienprogramm zusammenzustellen. Die Vereine werden um Mithilfe gebeten.



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