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20.01.12 17:22 Uhr

Keine Angst vor hohen Immobilienpreisen

lokales(at)hersbrucker-zeitung.de

Beliebtes Wohnpflaster: Der Bereich rund um die Hersbrucker Altstadt – hier der Lohweg – ist bei Mietern und Käufern besonders gefragt. Foto: M. Strauß

HERSBRUCK (ms) - Steigende Immobilienpreise wohin man schaut: Auch für das Jahr 2012 werden deutschlandweit wieder höhere Kosten pro Quadratmeter prognostiziert. Die allgemeine Nachfrage nach Mietobjekten oder dem Eigenheim wächst und damit auch der Wert von Wohnungen und Häusern. Aber gilt das Gleiche auch für das Hersbrucker Land? Die HZ hat sich für Mieter, Eigenheimbesitzer und solche, die es werden wollen, umgehört.

„Tendenziell beobachten auch wir einen Anstieg bei Mietpreisen in der Region, der ist aber noch lange nicht so deutlich zu merken wie in großen Städten wie Nürnberg“, erklärt Manfred Hofmann vom Immobilienbüro Strohmaier in Hersbruck. Er will sich nicht auf einen genauen Wert festlegen. Für die Stadt Hersbruck wurde seit 2001 kein offizieller Mietspiegel mehr erstellt, der die ortsüblichen Vergleichsmieten benennt.

Robert Strauß von der Bauverwaltung der Stadt Hersbruck weist darauf hin, dass der Mietspiegel bereits veraltet ist. Allerdings sei die Erstellung einer neuen Version mit hohen Kosten verbunden und daher zunächst auch nicht in Planung. Zu einer entsprechenden Auflistung ist die Stadt nämlich nicht verpflichtet.

Kleine Apartments teurer

„Die Mietpreise der mittlerweile noch 20 städtischen Wohnungen haben wir aber seit zirca drei Jahren nicht mehr erhöht“, sagt Strauß. Im Vergleich zu den ortsüblichen Tarifen lägen die Mieten bei Wohnungen der Stadt Hersbruck im preislichen Mittelmaß, so der Stadtmitarbeiter. Allgemein, meint er, steigen die Kosten eher für kleinere Apartments als für Unterkünfte mit größerer Quadratmeterzahl. Grund dafür sind die immer häufiger werdenden Einpersonen-Haushalte.

Eine hohe Nachfrage nach Miet- und Kaufwohnungen verbucht auch Dieter Kohl von der Sparkasse Hersbruck: „Die Stadt ist im Hersbrucker Land der beliebteste Wohnort", so der Makler. Er schätzt für Miet- und Kaufimmobilien in Hersbruck momentan einen preislichen Aufwärtstrend zwischen zwei und fünf Prozent. Bei einem durchschnittlichen Quadratmetermietpreis von 6,75 Euro für Neubauwohnungen und einem Kaufpreis von 2000 bis 2100 Euro pro Quadratmeter möchte er „aber nicht von einer Riesensteigerung sprechen.“

Hersbrucks Vermietern sei es offenbar wichtiger, zufriedene, lang bleibende Mieter zu haben, die zuverlässig die Kosten für das gemietete Heim aufbringen können. Das macht den Immobilienmarkt in der Citta slow stabil. Je weiter das Dach über dem Kopf von der Stadt entfernt ist, desto günstiger wird es für Mieter oder Eigenheimbesitzer. „In Orten wie Happurg kommt es ganz auf die Lage an“, weiß Kohl.

Die spielt auch in Hersbruck eine Rolle: Steinberg, Buchgebiet und Lohweg sind beliebte und damit teurere Wohngebiete. Für viele ältere Menschen kommen Hersbrucks Randgegenden nicht in Frage. Hier gilt: Je zentraler, desto besser, meint der Sparkassen-Berater. Sowohl beim Mieten als auch beim Kauf sollte unbedingt auf die Energiebilanz der Wohnung oder des Hauses geachtet werden: „Sonst fallen hohe Nebenkosten oder womöglich aufwändige Sanierungsarbeiten an.“

Insgesamt klettern die Immobilienpreise zwar auch in Hersbruck leicht nach oben. Noch kann der Ansässige aber mit Citta slow-würdiger Gelassenheit auf diese Entwicklung blicken und sich angesichts der - im wahrsten Sinne des Wortes - günstigen Lage glücklich schätzen. Wer sich den Traum vom Haus mit einem Neubau erfüllen will, kann sich über stabile Bodenpreise für Grundstücke in Hersbruck freuen. Der Quadratmeter eines voll erschlossenen Baugrundstücks kostet - je nach Ortsteil - zwischen 75 und 305 Euro.

„Michelsberg und Stadtzentrum zählen zu den teuren Gebieten, günstiger ist es zum Beispiel in Großviehberg“, erklärt Robert Strauß. Im hiesigen Baukataster gibt es etwa 300 Flächen, die zu Bauland werden könnten. „Bauwillige finden hier sicher das ein oder andere schöne Plätzchen“, ist Stadtbaumeister Lothar Grimm überzeugt.




Kommentare

Wolfgang Stanglhuber, Großraum Hersbruck, 29.01.2012 11:07:
Dou hast recht Schorsch! Ich hob mir vor fast 7 Johrn ausserhalb vo an großen Namhaften Bauunternehmer aus der Region a Fertighaus stellen lassen (Schlüsselfertig)! Heit kost des selbe Haus fast 50.000€ mehr (Nur das Haus, schlüsselfertig, ohne Baugrund, Baunebenkosten, Notar, ect.)
Dou verdient anner net schlecht drann, jou werkli!

Übrigens Schorsch,

Deine Komentare sind immer wieder ein Genuß, weiter so...!
Schorsch Huber, Lauf, 21.01.2012 11:48:
Durchschnitt für ein qm € 6,75, sind bei 100 qm € 675.- plus Nebenkosten. Das , ich schreibs mal, auf einem Bauernkaff. Sind übrigents fast 1600.- Märkle und noch nix gegessen.
€ 2000.- sind da für eine Wohnung pro Qm bei 100 qm 400.000 tausent Mark Plus die ganzen Gegühren, zB Notar.
Na ja di Sparkasse braucht Geld um die gemeinnützigen Veranstaltungen zu finazieren.
Na ja der Makler verdient bestimmt sehr gut an Euch Heberle.
Meist so € 4000.- pro Häusle oder Wohnung.
Ich kenn mich aus mei Ex alte ist eine Maklerin.
Heberle lasst Euch net verarschen, die zocken Euch ab.
Jou werkli
Da könnt Ihr dann die Fischbrötwerscht am Weihnachtsmarkt nimmer leisten.

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