Zu viel Platz im Dorf

SIMMELSDORF (mz) — Der unter Denkmalschutz stehende Bahnhof Simmelsdorf/Hüttenbach hat einen neuen Besitzer. Um wen es sich handelt, ist noch nicht bekannt. Das ist aber nicht das einzige Fragezeichen. Denn nach der Albflor-Schließung hat das 570-Einwohner-Dorf Simmelsdorf ein Problem. Es ist noch völlig offen, wie der Ortskern entlang der wichtigen Bahnhofstraße künftig aussehen wird.
Bei der laufenden Diskussion um den neuen Flächennutzungsplan waren vereinzelte Baulücken und Gebäude-Leerstände in Simmelsdorf bereits ein Thema. Brisanz gewann das Thema nach der überraschend angekündigten Schließung von Albflor Mitte des Jahres (wir berichteten). Noch gibt es keine Ideen, wer oder was die Milchwerke ersetzen und wie diese zentrale Großfläche künftig aussehen könnte. Gespräche zwischen der Unternehmensleitung und dem Rathaus waren für Januar terminiert, haben aber bisher nicht stattgefunden.
Auch die Zukunft des Bahnhofsgebäudes ist offen. Fest steht nur, dassein Privatmann oder ein Unternehmen bei einer Versteigerung des Auktionshauses Karhausen für 17 000 Euro den Zuschlag für das repräsentative Gebäude an der Endstation der Schnaittachtalbahn erhalten hat. Der Preis lag damit am Ende relativ hoch über dem Startwert von 4000 Euro, gerade auch im Vergleich zu den 60 weiteren Bahnhöfen aus acht Bundesländern, die großteils für deutlich weniger Geld die Eigentümer wechselten.
Die Gemeinde weiß noch nicht, wer zum Zug kam, das Auktionshaus darf keine Auskunft geben. Auf die Frage, ob Simmelsdorf selbst mitgeboten hat, antwortet Bürgermeister Perry Gumann gegenüber der PZ: „Über nicht öffentliche Themen darf ich nichts sagen, aber wir haben nach wie vor an der Zufahrt ein Interesse.“ Nach Informationen der IG Schnaittachtalbahn war die Straße in dem Versteigerungspaket mit enthalten.
Doch es geht um weit mehr, wie ein Gemeinderatsbeschluss vom Dezember zeigt: Für fast das gesamte ortsbildprägende Gebiet von Albflor über den Bahnhof bis zum ehemaligen Baywa-Gelände besteht nun ein Bebauungsplan und zudem für zwei Jahre eine Veränderungssperre. Die Gemeinde will sich so ihr Mitspracherecht sichern, bevor etwas baulich verändert wird.
„Schandfleck“ vor Augen
Man wisse ja nicht, wie Bürgermeister Gumann sagt, was der neue Bahnhof-Eigentümer vorhat. Er sagt es nicht, aber natürlich hat er auch den verfallenden Bahnhof im benachbarten Schnaittach vor Augen, der sich seit einer Weile in Privatbesitz und in einem erbärmlichen Zustand befindet.
Von „Schandfleck“ ist bei Bürgerversammlungen dort oft die Rede, und am Rande heißt es, dass der Eigentümer auf einen gewinnträchtigen Verkauf an die Gemeinde spekuliert. Der Simmelsdorfer Rathauschef formuliert es so: Für mögliche Pläne des neuen Eigentümers habe man grundsätzlich ein offenes Ohr.
Zu Freudensprüngen verleiten diese Entwicklungen die Simmelsdorfer nicht gerade. Denn es ist auch fraglich, was die Bahn plant, nicht nur auf ihrem Baywa-Gelände, sondern auch mit dem „Park+Ride“-Platz, der nach Informationen des Bürgermeisters zum Verkauf stehen soll. Er ist wenigbegeistert.
Denn eine Absprache mit der Gemeinde gebe es nicht. Auch sei es schwierig, direkt vom Unternehmen Konkretes zu erfahren.
Ungünstiger Zeitpunkt
Das alles kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wie Gumann zugibt. Denn Flächen braucht Simmelsdorfnicht wirklich. Gerade baut die Tucher-Stiftung mit „Bartäcker“ am südlichen Ortsrand ein neues Gewerbegebiet. Neue, einigermaßen erschwingliche Neubau-Grundstücke für Familien sollen – nicht ganz unumstritten – in Unterwindsberg entstehen. Der Rathauschef verteidigt dies.
Das Albflor-Grundstück würde sich nach derzeitigem Stand dafür nicht eignen, weil die Abbruchkosten die Preise dort zu sehr in die Höhe treiben würden. Auch sei unklar, ob nicht Altlasten im Untergrund schlummern.
Dem neuen Flächennutzungsplan stünden diese Entwicklungen nicht im Weg, meint Gumann. Er soll wie vorgesehen dieses Jahr besiegelt werden. „Änderungen wären ja auch nachträglich möglich“, meint Gumann. Gegen Ideen und Investoren für die Bahnhofstraße hätte er auf alle Fälle nichts einzuwenden.



kaufen Sie das Gelände und bauen eine Badeladschaft hin.
Auch könnten Sie ein Einkaufszentrum bauen.
Da kann man ja nicht mal ein Seidlein einkaufen wenn man am Samstag noch ein Durscht hat
Wie ich erfahren habe sind doch die Löwschen Werkstätten am Bartäcker angesiedelt.
Von den Preisen über den Qm Preis werden Sie nichts erfahren. Erst wenn die Grundstücke erschlossen sind werden Sie paff sein wie teuer die sind.
Jung können die Familien schon sein, aber bitte nur solche mit Kohle. Nix Arbeiterfamlie.
In Simmelsdorf ist es doch langweilig zu wohnen. Nix los.
Kein Geschäft weit und breit. Das letzte Wirtshaus macht auch bald zu. Das Licht wird um 0.30 Uhr ausgeschaltet.
Für den Fussballplatz da habens Geld genug.
Komisch oder.
So hats mir mei Kumpel erzählt bei dem ich am Wochenende wieder mal war. Wohlgemerkt mit 60 km/h hingefahren und die Enten am Bürgerweiher in Schnaittach gibt es noch. Jou werkli
mit Heiterkeit lese ich die Berichte des Herrn Huber.
Aber die Orthographie (Rechtschreibung) läßt sehr zu
wünschen übrig. Konrad Duden hätte da ganz schön zu
korrigieren!
Die freigewordenen bzw. freien Flächen am Bahnhof bis zur Einfahrt Erlenstraße, der Verkauf des Bahnhofgebäudes und die Betriebsschließung der Albflor Milchwerke machen aus unserer Sicht eine umfassende Neubewertung des Flächennutzungsplan erforderlich! Umso unverständlicher ist es für uns, wie trotz eines solch massiven Einschnitts in die Flächensituation und den Haushalt an den Planungen zur östlichen Weinleite festgehalten werden sollen. Der Slogan für das Baugebiet Unterwindsberg -billiges Bauland für junge Familien- wird doch immer fragwürdiger, zumal der geschätzte qm-Preis derzeit bei 115,-- Euro liegt und die jüngste Vergangenheit beweist, dass diese Interessenten für Baulücken und alte Häuser begeistert werden können. Es festigt sich der Eindruck, dass es nicht nur um die Ansiedlung junger Familien geht, sondern auch ein Kompensationsgeschäft mit der Tucherschen Gutsverwaltung abgewickelt werden soll. Trotz mehrfachen Nachfragens war die Gemeinde Simmelsdorf nicht bereit die Kostenrechnung inkl. Grundstückskaufpreis zur östlichen Weinleite darzulegen. Die Rechnung zahlt der Bürger, denn im Endeffekt tragen die Erschließungskosten des Gewerbegebietes "Bartäcker" die Bürger über den Kauf der "Östlichen Weinleite". Nebenbei bemerkt erscheint die Planung zum Gewerbegebiet "Bartäcker" mit hohen Emissionsauflagen und außerdem vor dem Hintergrund eines fast leer stehenden Abschnitts II des Gewerbegebietes Schnaittach-Hedersdorf offensichtlich am real existierenden Bedarf vorbei gegangen zu sein. Nach inoffiziellen Information ist derzeit nicht ein einziges Gewerbegrundstück im "Bartäcker" verkauft worden!
Es ist zwingend notwendig sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen, denn der Weggang der Milchwerke bietet nicht nur Risiken sondern auch Chancen für den Kernort und die Gemeinde Simmelsdorf. Das Gelände der Milchwerke, zentral im Ort gelegen, wäre ideal um endlich ein echtes Dorfzentrum in Simmelsdorf entstehen zu lassen. Dort integrierte Wohneinheiten würden mit 1 Minute Fußweg zum Bahnhof optimal liegen. Die oftmals angeführte Belastung durch den Schwerlastverkehr könnte beispielsweise durch ein Tempolimit auf 30km/h ab 7,5to Fahrzeuggewicht zumindest reduziert werden. Eine eventuelle Bodenbelastung als Grund gegen eine Nutzung des Betriebsgeländes anzuführen erscheint uns als völlig abwegig. Soll das Betriebsgelände mit dem etwaig belasteten Boden dann als verfallende Ruine im Ort stehen bleiben? Sollte der Boden verseucht sein, dann muss dies der Verursacher beseitigen!
Es gibt viele Beispiele wie aus Industriebrachen wieder lebenswerte Stadt- bzw. Ortsteile entstanden sind, z.B. ganz aktuell die ehemalige Ziegelei in Spardorf, Rötelheimpark in Erlangen, Tillypark in Nürnberg, ehemaliges Gelände der Stadtgärtnerei in Erlangen, ehemaliges Siemensgelände UB Med in Erlangen, usw. Und sicherlich muss eine solche Entwicklung nicht die Gemeinde Simmelsdorf alleine tragen, wie eben auch diese Beispiele zeigen.
Wenn neben dem bereits seit Jahren verfallenden Bahnhofsgelände nun noch das große Gelände der Albflor Milchwerke als Industriebrache hinzu kommt, dann ist es um Simmelsdorfs Zukunft wahrlich schlecht bestellt!
Gertrud, Jürgen und Jens Fronemann
Simmelsdorf
wenn der Herr Albflor wegzieht soll er halt sein Gschlamp mitnehmen.
Das Grungstück wieder so herichten wie es einmal war.
Ich möchte da an der Hauptstrasse nicht bauen
Den Lärm von den LKW `S ist da grauenvoll. Da fahren Hunterte täglich daran vorbei.
Der Bürgermeister soll sich mal darum kümmern das es wieder in Simmelsdorf Geschäfte gibt wo man was einkaufen kann.
Mei Kumpel schimpft schon eine ganze weile darüber.
Erschwingliches Baugebiet ?
€ 160.- Teuronen für den qm oder ?
Dann auch noch ein Haus mit 80 qm für € 250.000.-
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