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12.01.12 18:22 Uhr

Flott unterwegs mit dem Elektro-Radl

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E-Bikes sollen auf den Radwegen keine Seltenheit mehr sein. Foto: U. Meckler
E-Bikes sollen auf den Radwegen keine Seltenheit mehr sein. Foto: U. Meckler

NÜRNBERGER LAND (gz) - Schon heuer soll es mit mindestens sechs Verleihstationen losgehen: Wer im Landkreis Urlaub oder Ausflüge macht, kann sich dann auch aufs flotte Elektro-Fahrrad setzen.

Der Kreistagsausschuss für Kreisentwicklung gab dazu jetzt das finanzielle Ja, denn der Landkreis schießt heuer 9 000 und in den folgenden zwei Jahren je knapp 6 000 Euro für einen Probelauf zu. Bis 2014, so die Hoffnung von Landrat Armin Kroder, ist das E-Bike-Verleihsystem ein Erfolgsmodell.

Radfahren gehört zu den beliebtesten Aktivitäten der Frankenalb-Gäste. Elektro-Fahrräder, bei denen ein Motor den Fahrer unterstützt, liegen im Trend. Petra Hofmann von der Tourist-Information Frankenalb berichtete im Kreistag von ihren eigenen positiven Fahrerlebnissen. Die Erfahrungen anderer Tourismusregionen zeigten, dass das Elektro-Rad vor allem in hügeliger Landschaft gut ankommt.

Als Partner entschied man sich für die Firma Movelo. Sie ist in Deutschland und Österreich in 62 Regionen mit rund 4500 Elektrofahrrädern vertreten, darunter auch in der Fränkischen Schweiz. Die E-Räder eines Schweizer Herstellers fahren bis zu 25 Stundenkilometer schnell, ihre Akkus reichen 60 bis 70 Kilometer. Zwölf Euro soll es kosten, sich ein solches Rad für einen halben Tag auszuleihen, 20 Euro für den ganzen Tag. Wirte und Hoteliers, die die Räder anbieten, zahlen dafür pro Rad im Monat während der Urlaubssaison 99 Euro.

Im Gegenzug verspricht Movelo für jede Saison neue oder frisch überarbeitete Räder, einen Reparaturservice innerhalb von 48 Stunden sowie Marketingmaßnahmen. So erscheint jedes Jahr ein Katalog mit allen Movelo-Stationen, jede Region bekommt einen eigenen Flyer.

Sechs Verleihstationen zwischen Feucht und Hohenstadt stehen bisher fest, dazu zwei zusätzliche Akkutausch-Stationen (siehe Kasten). Weitere Interessenten können sich noch bei der Tourist-Information Frankenalb unter Tel. 09123/ 950-6061 melden.

Bei diesem Projekt gab es unter den Kreisräten nur einhellige Zustimmung. Eine kurze Diskussion ergab sich dagegen bei der Frage, ob der Landkreis auch einer neuen landesweiten „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ beitritt (Mitgliedsbeitrag im Jahr 2 500 Euro). Der neue Verband will Informationen über die Förderung des Radelns austauschen, politische Entscheidungen für Radwege unterstützen, überregionale Radwanderwege fördern und insgesamt ein fahrradfreundliches Klima stärken.

Ausgerechnet die grüne Kreisrätin Dr. Lydia Hufmann-Bisping hatte da zunächst Bedenken, ob der Beitritt des Nürnberger Landes zu dem Bündnis derzeit sinnvoll sei. Sie mahnte lieber zuvor ein umfassendes Radlerkonzept für den Landkreis an.

Daran arbeite man doch schon ständig, erwiderte der Landrat. Und neue Ideen mit anderen Landkreisen und Kommunen auszutauschen, müsse da kein Nachteil sein. Auch SPD-Kreisrätin Heidi Suttner sah nur Vorteile, wenn man sich zugunsten des Tourismus aufs Rad und in den Förderverein schwinge. Letztendlich war man einstimmig dafür.




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