Windrad-Idee kommt an
ALFALTER — Die Entscheidung, ob zukünftig Windräder auf Hersbrucker Gebiet zwischen Großviehberg und Alfalter und nahe Leuzenberg gebaut werden, hängt im Wesentlichen von den derzeit laufenden Messungen der Windverhältnisse auf diesen Höhenzügen ab (wir berichteten). Um schon im Vorfeld eine möglichst breite Akzeptanz zu erhalten, wurde dieses angedachte Projekt („Vision“) bei einem Informationsabend der Alfalter Bevölkerung vorgestellt.
Bürgermeister Volker Herzog hatte zu diesem Thema seine Bürgermeisterkollegen Robert Ilg aus Hersbruck und Bruno Schmidt aus Reichenschwand geladen. Diese sind sich bereits für den Standort Leuzenberg soweit einig, dass im Falle einer Realisierung die Hewa und nicht ein auswärtiger Investor zum Zuge kommen solle.
In dem gegenwärtigen frühen Stadium der Planungen, so Ilg, sei noch völlig offen, ob einer oder beide oder gar keiner der genannten Standorte geeignet sei. Man müsse die Ergebnisse der Windmessung abwarten, um dadurch die Wirtschaftlichkeit ersehen zu können. Erst dann könne eine konkrete Planungsphase mit Einbindung der zuständigen Behörden beginnen. Da ohne breite Zustimmung durch die Bevölkerung eine Verwirklichung nicht möglich sei, wolle man alle diesbezüglichen Schritte von Anfang an so transparent wie möglich machen. Ziel sei eine Bürgerbeteiligung in Form einer Bürgeranlage („Wertschöpfung vor Ort“), da seiner Ansicht nach eine „Energiewende nur von unten und mit Beteiligung der Bürger zu schaffen“ sei. Bei einer Veranstaltung in Großviehberg habe es so gut wie keinen Widerspruch gegen das Projekt gegeben.
Hewa-Chef Harald Kiesl zeigte eingangs seines Referats die Bemühungen der Stadt für eine dezentrale Stromversorgung auf. Neben Wasserkraft und Photovoltaik wolle man dabei vor allem auf Windkraft setzen. Je nach den Ergebnissen des bereits erwähnten Windgutachtens seien an jedem angedachten Standort drei Drei-Megawatt Windräder (Kosten je fünf Millionen Euro) geplant, von dem jedes zirka fünf Millionen kWh jährlich leisten würde. Bei einer Nabenhöhe von 140 Meter ergäbe sich eine Gesamthöhe von rund 200 Metern. Der für die Alfalter Bevölkerung maßgebende Standort liege etwa am „Drei-Kommunen-Eck“, wo die Grenzen der Gemeinden Vorra, Kirchensittenbach und der Stadt Hersbruck zusammentreffen - zirka 850 Meter Luftlinie von der Ortsgrenze Alfalter und zirka 500 Meter von Großviehberg entfernt.
Bis kommenden Sommer stünden die von der Firma BBB-Umwelttechnik ermittelten Ergebnisse der Windmessung fest. Dabei könnten die für die Reichenschwander Flur „Seeanger“ in 550 Meter Höhe sich ergebenden Daten komplett auf den rund 500 Meter hohen Großviehberg übertragen werden. Die bei maximalem Ausbau erzeugte Strommenge würde für einen großen Teil des Eigenbedarfs der Kommune ausreichen, betonte Kiesl.
In der äußerst sachlichen und überwiegend zustimmenden Diskussion wurde in mehreren Wortmeldungen die Initiative Hersbrucks gelobt. In den einzelnen Fragen, zu deren Beantwortung auch Bruno Schmidt beitrug, ging es u. a. um die vorbereitende Flächensicherung, um den Wunsch nach Animation (Höhe nach Ausbau) und die Rentabilität. Warnende Stimmen gab es wegen gesundheitlicher Gefahren, etwa durch den von den Rotorblättern erzeugten Infraschall. Aber auch hier betonte Kiesl, dass in einem Genehmigungsverfahren alle möglichen schädigenden Einflüsse genauestens geprüft und untersucht würden.
Insgesamt endete der Abend, so das Fazit der Referenten, mit einer erfreulich positiven Grundstimmung.



Windkraftanlagen genießen eine baurechtliche Privilegierung.
In unserer doch so schönen Landschaft ist jedes kleine Bauvorhaben genehmigungspflichtig-Windkraftanlagen dürfen aber in beliebiger Höhe gebaut werden(wenn der Wind es doch zulässt).
Eines sollte doch klar sein: Durch völlig überzogene Subventionen durch den Staat und auch noch zinsgünstigen Darlehen ist die Rendite doch schon enorm und weit über den üblichen Marktsätzen.Dass aber der "normale" Stromkunde die Taschen einiger vollstopft, bleibt im Beitrag unerwähnt.
Völlig unverständlich ist für mich ,wie HEWA Chef Harald Kiesel hier auch noch von einer dezentralen Stromversorgung sprechen kann.Fakt ist,dass Windkraftanlagen keine bedarfsgerechte abrufbare Energie zur Verfügung stellen(Schwankungen müssen durch andere Kraftwerke beherrschbar und vorgehalten werden)Wie stellen es sich denn die Herren vor, wie sie die Windräder ins Netz integrieren wollen?Vielleicht mit Funk?
Es müssen also Leitungen verlegt werden(Ober-oder Unterirdisch)-und zwar in der Stärke wie die WKA erzeugt(theoretisch).
Was mir immer fehlt ist ein Gesamtkonzept.Wie speichert man Energie die überflüssig ist? Vielleicht in Pumpspeicherwerken oder die Erzeugung von Wasserstoff.
Unerwähnt sollte auch nicht sein, dass bestimmt 20 Jahre vergehen ehe ein Windkraftwerk soviel Nutzenergie erzeugt die für den Bau und Aufbau der selben benötigt wurde.
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