Kein offener Bücherschrank
HERSBRUCK (gz) — Feucht hat es vorgemacht, aber auch andere Orte wie Bayreuth. Und der SPD hätte das für die Citta slow, so Alexander Pollmer, gut gefallen: Ein wetterfester offener Bücherschrank irgendwo in der Altstadt, wo sich der eine am Sonntag einen spannenden Krimi holt und der andere seinen ausgelesenen Lieblingsroman deponiert: — ohne Leihgebühr, ohne Kauf, ohne Personal. In Feucht sieht einmal die Woche die Stadtbibliothekarin nach dem Rechten. Bürgermeister Robert Ilg fürchtete aber doch dauerhafte Personalkosten und nächtliche Zerstörungswut. Auch CSU-Rat Peter Matzner fand die Idee „charmant“, aber letztlich wohl teuer. Der Rathausblock war gespalten, Hans Schaffer dafür, Angelika Pflaum (mit Verweis auf Second-Hand-Angebote bei Carisma und Buchcafé Eisenhüttlein) dagegen. Mit 5 zu 3 Stimmen abgelehnt.
Juz-Umbau vertagt
Ein halber Erfolg war der weitere SPD-Wunsch, dass die Jugendlichen des Juz ihren Eingangsbereich in Eigenregie so umbauen dürfen, dass ein neuer Hauptraum entsteht (auch hier berichtete die HZ ausführlich). Die anderen Parteien folgten der Linie des Bürgermeisters, der auf ein neues Konzept für den Betrieb des jetzt 18 Jahre alten Jugendzentrums wartet. Das sollen die Sozialpädagogen erarbeiten, dann wird es von Verwaltung und Rat diskutiert — und dann kann eventuell umgebaut werden. Vorschlag vertagt, die Bereitschaft zum Engagement der Jugendlichen wurde allgemein gelobt.
Barrierefreie Stadt
Einfacher hatte es die CSU mit ihrem Antrag, einen Prospekt „Hersbruck barrierefrei“ (HZ berichtete) erstellen zu lassen. Die Idee fanden alle gut: Sitzbänke, WCs, Apotheken, Stadtbushaltestellen, rollstuhlgerechte Eingänge u.ä. soll dieser Stadtplan aufweisen. Ob er zusammen mit einer regulären Stadtplanauflage erscheint und/ oder mit Werbung finanziert wird, soll die Verwaltung ausloten. Auf jeden Fall wird es die Info auch als pdf im Internet geben. 1000 Euro Kosten sind die Obergrenze.



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