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25.11.11 09:26 Uhr

Windburg und Lichtenstein

Von: Albert Geng

Windburg heißt dieser Fels an dem sich die Winde aus allen Richtungen stoßen. Foto: A. Geng
Windburg heißt dieser Fels an dem sich die Winde aus allen Richtungen stoßen. Foto: A. Geng

Diese spätherbstliche Wanderung führt nach mehreren Aufstiegen zu einem noch wenig bekannten Aussichtsfelsen und zur Burgruine hoch über Pommelsbrunn. Dazwischen locken bequeme abwechslungsreiche mit Laub bedeckte Waldwege durch herrliche Mischwälder mit schönen Ausblicken.

Start:
 Hersbruck Bahnhof re. der Pegnitz – Weglänge: 13,5 km, zirka 4 Stunden – Einkehren: in Eschenbach, Hubmersberg und Pommelsbrunn – Rückfahrt: S 1 vom neuen Bahnhof Pommelsbrunn, Abfahrt jeweils kurz nach der vollen Stunde.

Zunächst führt das rotbraune Zeichen „Fränkischer Gebirgsweg“, beim Nordausgang der Bahnunterführung rechts in die Gartenstraße am P+R Parkplatz, Neuapostolische Kirche vorbei und nach dem „Don-Bosco-Haus“ links die Zolltafel hoch. Dann steigen wir zusammen mit Ziffer 8 die Treppen hoch durch die Michelsberganlagen mit dem 1923 errichteten Kriegerdenkmal und schön gefasstem Brunnen. Am Wasserhaus dann kurz links und in Serpentinen weiter aufwärts zur Michelsberggaststätte. Dort sollten wir uns den Blick von der Terrasse auf die Hersbrucker Altstadt nicht entgehen lassen.

Am Gedenkstein geht es durch die Lindenallee und dann rechts hinter dem Gasthaus zum Wendehammer. Dort gehen wir steil abwärts und in der nächsten Straßenkurve geradeaus durch die hintere Michelsberganlage abwärts zum Hans-Sachs-Ring. Dann geht es rechts herum zum Höhenweg und von dort führt eigentlich Gelbkreuz geradeaus zum Großviehberg. Wir wollen die Straße meiden und folgen dem Main-Donau-Weg (MD) und „Fränkischen Gebirgswanderweg“ links im Wald abwärts und auf ebenem breiten Weg bald links und rechts herum auf eine Lichtung.

Hier steht das Wasserhaus am Ausgang des 2455 m langen Viehbergstollens der 1912 eröffneten „Ranna-Leitung“, die der Stadt Nürnberg fast ein Drittel ihres Trinkwassers liefert. Auf seinem 45 km langen Weg fließt dieses Wasser durch sechs Bergstollen und unterquert dreimal den Bahndamm und sechsmal die Pegnitz.

Wir folgen dem Waldpfad geradeaus aufwärts, kreuzen den mit Ziffer 5 markierten Querweg und stoßen bald an einen Querweg (baumbestandener Wendehammer), wo die Ziffern 1 und 2 rechts vom Parkplatz am Höhenweg kommen. Aufpassen! Hier verlassen wir alle Zeichen und steigen, neben der für Georg Liedel gestifteten Bank den steilen Waldpfad hoch, der bald an einer Einzäunung entlang weiter aufwärts zu drei Wohnhäusern führt.

Der Ortsteil Erzgrube ist aus Gebäuden der Bergbaugesellschaft entstanden, die hier im 19. Jh. jährlich zirka 90000 Zentner Erz für die Max-Hütte in Sulzbach-Rosenberg abgebaut hat. Mehr darüber steht im Buch „Hersbruck 1000 Begriffe“.
Wir kreuzen den Fahrweg, gehen geradeaus am Haus Nr. 2 vorbei in den Hohlweg und zwischen den Sandsteinfelsen steil hoch. Oben geht es kurz links und bei der einzelnen Fichte rechts durch die Obstgärten auf den Jagdanstand zu. Danach folgen wir dem Querweg rechts und dann links herum aufwärts zum 1993 von der Mannesmann-Mobilfunk GmbH errichteten Funkmast. Jetzt geht es rechts durch die Felder, bei klarer Sicht können wir von hier über Hersbruck bis nach Nürnberg schauen und ganz rechts den Burgberg erkennen. An der Bank kommt Gelbkreuz vom Höhenweg herauf und dieses Zeichen führt jetzt bis kurz vor Hubmersberg. Wir müssen links in die Felder, nehmen bei der Gabelung den rechten Weg, wandern mit herrlichem Panorama auf Großviehberg zu und links in den Ort.

Großviehberg wurde 1326 erstmals erwähnt und gehört seit 1972 zur Stadt Hersbruck. Einmalig für unsere Gegend ist der 1909/10 von den Einwohnern errichtete Wasserturm.

An der alternden „Michael-Roiger-Linde“ gehen wir links vorbei und in Richtung Alfalter/Eschenbach abwärts mit schönem Blick auf die Höhen jenseits der Pegnitz mit Rifflerfelsen, Geiskirche und den markanten Kuppen um den Schwarzen Brand im Hintergrund. Wenige Meter nach der vom Wetter zerzausten Linde geht es mit dem Feldweg rechts und zirka 50 m vor der Scheune links in den meist aus Buchen bestehenden Wald. Der breite Weg führt im Rechtsbogen leicht abwärts, dann kreuzt ein Querweg und unser Weiterweg scheint zu enden. Hier bleiben wir oben, folgen einem wenig begangenen Trampelpfad durch Jungwald und vertrocknete Brennnesseln am Waldrand um die tiefe Braunjuraschlucht. Dabei müssen wir über zwei Quellbäche, was nicht ganz einfach ist wegen der Rutschgefahr. Dann kommt ein Fahrweg vom nahen Jagdanstand herunter und mit ihm geht es links in den Wald. Bei der Wegteilung nach dem Fichtenwald gesellt sich Blaukreuz hinzu und mit beiden Zeichen geht es kurz links abwärts und rechts herum weiter.
Wenig später kommt noch mal ein mit Blaukreuz markierter Weg von Kleinviehberg her und es geht geradeaus allmählich abwärts. Wo der Hauptweg dann links nach Alfalter abbiegt, gehen wir auf dem ebenen Weg noch kurz geradeaus und folgen dann unseren beiden Zeichen auf dem Waldpfad links abwärts. Am Waldrand, Blick links Alfalter, rechts Eschenbach, geht es rechts am Wald entlang und dann abwärts durch die Felder, mit einigen Obstbäumen, auf Eschenbach zu. Der Straße müssen wir zirka 100 m rechts (bitte links gehen), dann links über die Bahn bis Eschenbach folgen.

In Eschenbach verlassen wir Blaukreuz und gehen mit Grünpunkt und Gelbkreuz rechts am Schlosstor vorbei über den Hirschbach und aufwärts, Pfarrhaus und Kirche bleiben links. Nach dem Café Jakobsklause gehen wir links und steigen in der Rechtskurve, bei der Bank, den steilen, teils betonierten Pfad hoch zum Wald. Dort geht es rechts um das Wasserhaus weiter aufwärts bis zur großen Wiesenlichtung. Hier, bei der Bank am rechten Waldeck, verlassen wir das gelbe Kreuz und gehen mit dem grünen Punkt rechts. Es folgt gemütliches erholsames Wandern auf herrlichen Wegen, zunächst unter den Fichten am Waldrand entlang, dann im Wald. Zweimal geht es kurz aufwärts, dabei immer etwas nach links und bald stehen wir auf einem Felsbrocken mit Bank.

Windburg heißt dieser Fels, an dem sich die Winde aus allen Richtungen stoßen. Das nehmen wir in Kauf und genießen die hier beschriebene Aussicht. Gegenüber der Hohenstädter Fels, als Eckpfeiler am Pegnitzknie, zu Füßen vom barocken Kirchturm überragt das ehemals kurzzeitig brandenburgische Dorf und ganz im Westen der Moritzberg.

Grünpunkt führt uns nun links herum durch den Wald abwärts und hinaus auf die Hubmersberger Felder. Gleich wenige Schritte nach dem Ortsschild gehen wir mit Gelbkreuz und Grünstrich rechts und nach 100 m wieder rechts (Wegweiser Panoramaweg) zum Wald. Der grüne Strich verlässt uns bald in Richtung Hohenstadt und wir wandern auf dickem Laubteppich mit kurzen leichten Steigungen und mehreren Ausblicken um den Leiten- und den Pleselberg. Nach 45 Minuten kommt Grünpunkt hinzu, jetzt gehen wir rechts auf einer Geländewelle weiter.

Bald kommt auch das rote K, dann geht es links um einen Steinriegel hinunter zum Obelisk, der zu Ehren der Familie Ebner von Eschenbach im Burghof steht, und wir steigen die Steintreppen hoch zur Aussichtskanzel mit den Mauerresten der einstigen Burg Lichtenstein. Der krönende Abschluss der Wanderung ist erreicht, wir stehen hoch über dem Högenbachtal, durch das schon im 13. Jh. die alte Handelsstraße Prag – Nürnberg – Frankfurt führte.
Weiter absteigend können wir dann in der Rechtskurve mit dem roten K links oberhalb der Wied am Wald entlang zur Wiedstraße und rechts abwärts zum Brunnen gehen. Wir können aber auch etwas weiter unten, beim schön geschnitzten Wegweiser „Naturfreundehaus“ links durch die Wied oder am Naturfreundehaus vorbei zum Brunnen an der Wiedstraße gehen. Dort kreuzen wir mit dem roten böhmischen Löwen (Goldene Straße Weg) die Wiedstraße, steigen im ehemaligen Kuhtrieb ab, kreuzen den Tannenweg und erreichen auf mit Geländer gesichertem Steig die Lindenstraße oberhalb vom Pommelsbrunner Rathaus. Jetzt geht es links, nach zirka 150 m rechts durch die Schulgasse zum Richterhaus am Kirchplatz.

Die Pommelsbrunner Kirche mit dem achteckigen Turm besitzt im Innern zahlreiche Gemälde, an Decke und Emporenbrüstungen, vom Hersbrucker Kirchenmaler Christoph Reich. Interessant sind auch das Heimatmuseum im alten Schulhaus und das neue Badhausmuseum.

Jetzt gehen wir ohne Zeichen geradeaus, links das ehemalige Schulhaus, am Fachwerkhaus rechts zur Hauptstraße und dann links abwärts am Badhausmuseum vorbei. Gegenüber dem Gasthof Vogel kreuzen wir die Straße und gehen neben dem Gasthof zum neuen Pommelsbrunner S-Bahnhof.




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