Vom Sternstein zur Osterhöhle

SULZBACH-ROSENBERG – Diese abwechslungsreiche Wanderung führt um ein wenig bekanntes Schwammkalkriff bei Sulzbach und dann auf überwiegend schönen Waldwegen zu einer interessanten Tropfsteinhöhle mit besonders imposantem Eingang.
Start: Bhf. Sulzbach-Rosenberg – Ziel: Bhf. Neukirchen b. S-R - Weglänge: Knapp 13 km – Gehzeit: 3 ½ Stunden – Einkehrmöglichkeit: in Sulzbach, an der Osterhöhle (nur Sa.-So.) und in Neunkirchen
Sulzbach-Rosenberg liegt im Oberpfälzer Jura, einem Paradies für Wanderer. Unter Karl IV. war die heute an der Kreuzung der B 14 mit der B 85 liegende Stadt die Hauptstadt von Neuböhmen und von 1656 bis 1742 selbständiges Herzogtum. Besonders sehenswert ist die Altstadt mit dem gotischen Rathaus, dem 1970 neu errichteten Stadtturm mit Stadtmauerresten am einstigen Rosenberger Tor, der ehemaligen Klosterkirche, der Herzoglichen Schlossburg und natürlich dem Blick von der Schlossterrasse.
Vom Bahnhof geht es in westlicher Richtung und vor den Scheunen kurz rechts, dann links über die Bahnbrücke. Rechts ein alter vom Efeu bewachsener Fabrikschornstein. Drüben folgen wir der Wilhelm-Sträubig-Straße rechts am Sportplatz und Gymnasium vorbei. Dann geht es unter der B 85 durch und gleich mit der Ziffer 4 auf Gelb rechts. Der grasige Weg verläuft ca. 400 m parallel zur Bundesstraße, dann biegen wir links ab und es geht leicht aufwärts. Rückwärts schöner Blick auf die Altstadt von Sulzbach und etwas weiter rechts Rosenberg.
Hier oben hatten sich im „ersten Koalitionskrieg (1796) die französischen Artilleristen verschanzt und die Stadt heftig beschossen. Wir gehen geradeaus durch die Wiese zum Wald und im Wald bald links leicht abwärts wieder hinaus. Draußen rechts herum weiter abwärts am Sternstein vorbei. Im Sommer 1941 wurden hier in einer Höhle mehrere Werkzeuge aus der jüngeren Steinzeit gefunden. Oberhalb im Wald ist noch ein Wallrest von einer prähistorischen Siedlung vorhanden.
Wir gehen unten noch kurz am Wald entlang, folgen dann dem geschotterten Fahrweg scharf links und im spitzen Winkel zum Herweg geht es wieder am Wald entlang und bald rechts herum neben dem Wasserlauf weiter. Am Trafohaus gehen wir mit der Straße kurz rechts und vor den Industriegebäuden links ab zum nächsten Wald.
Auch hier folgen wir wieder dem Waldrand (Wald zur Rechten), kurz nach der schönen Ruhebank (gestiftet von den Wetzlarern) kommt Grünring von links hinzu und mit beiden Zeichen wandern wir rechts herum und durch ein Waldstück, dort kommt noch Rotring dazu, auf die B 14 zu.
Dann müssen wir vorsichtig die stark befahrene Bundesstraße kreuzen, gehen drüben kurz in die Straße nach Stephansricht und sofort mit allen Zeichen rechts auf verschlungenen Pfaden durch den dichten Wald. Draußen verlassen wir Rotring und folgen der Straße rechts leicht aufwärts. An der mehrstämmigen Weide, vor Kauerhof, biegen wir mit unseren Zeichen links ab und wandern auf grasigem Weg durch die Felder auf das Waldeck zu.
Am Wald gehen wir geradeaus abwärts, die Felder zur Rechten. Unten im Wald geht es links und rechts herum weiter abwärts. Dem folgenden Fahrweg folgen wir rechts, bis sich die Zeichen trennen. Aufpassen! Wir gehen mit Grünring links, verlassen nach ca. 50m auch diese Markierung und biegen mit Rotstrich, der uns jetzt bis zur Osterhöhle und zum Bhf. Neukirchen führt, links in den Fichtenwald ab.
Auf abwechslungsreichem Waldweg geht es jetzt auf und ab, rechts von der Bahn trennt uns nur ein schmaler Waldstreifen. Plötzlich stehen wir an einem Fahrweg, folgen ihm rechts durch die Bahnunterführung aufwärts. In der zweiten Rechtskurve gehen wir links weg kurz eben, dann auf zertrampeltem Weg rechts aufwärts. Bald durchqueren wir eine Wiese mit Blick zum Dürrerberg (532m) und kommen in einen Wald mit mehreren Holzstößen.
Jetzt gut aufpassen! Die Markierung führt, beim letzten Holzstoß rechts, kurz an der Wiese abwärts und (oberhalb von Niederricht) dann im spitzen Winkel links am Wald wieder aufwärts. Wir können hier oben aber auch geradeaus dem Trampelpfad durch die Wiese folgen. Bitte auf dem Pfad bleiben! Der schöne Waldweg ist jetzt übersichtlich markiert, dann kommen wir wieder an eine Ackerflur und folgen dem asphaltierten Weg aufwärts, von der Bahn weg. Beim Leitungsmast, mit Blick auf Niederricht, geht es vor dem Wildgehege links wieder in den Wald.
Bei der nächsten Gabelung bleiben wir rechts oben, dann führt ein Pfad rechts aufwärts und bald wieder abwärts zum Waldende. Jetzt geht es links am Waldrand entlang und dann begleitet uns noch ein Kunstpfad mit schönen Gemälden (Laub, von Buche umarmte Kiefer oder Spinnennetz). Bei den Wegweisern kommt Gelbkreuz noch hinzu und alle Zeichen und ein Waldlehrpfad führen jetzt links und bei der alten Buche aufwärts.
Nach der Sonnenuhr geht es links und vorsichtig steigen wir steil hinunter zur Schutzhütte vor dem gewaltigen Felsenloch der Osterhöhle.
Ein Sulzbacher Heimatforscher schrieb über die Osterhöhle, dass der Eingang einem Amphitheater ähnelt. Zum Wochenende werden Führungen in die geheimnisvolle Unterwelt angeboten. Es geht tief hinunter zum „Dom“ mit an der Decke schwebendem Adler und wassergefülltem Taufstein und an einem kleinen See, Adam und Eva, vorbei zum Eisgebirge mit dem Matterhorn.
Weiter geht es jetzt mit Rotstrich, zunächst auf dem Fahrweg zur Straße und dort kurz rechts aufwärts. Oben im Wald biegen wir links in die Fichten ab und gehen bei der Wegteilung rechts. Die Felsberge zur Linken wandern wir durch den schönen Buchenwald, gehen bei der Birke hinaus und links durch die Felder zum nächsten Wald.
Dort geht es auf breitem Weg an der großen Pornordoline (links) vorbei und bei der Gabelung links. Auf ebenem, teils etwas nassem Weg, immer links das höhlenreiche Felsenmassiv des „Lenzenberges“ (der parallel verlaufende Höhlensteig ist mit 3 markiert), erreichen wir bald das Waldende nahe der imposanten „Geiskirche“ mit dem etwas brüchigen Stützpfeiler.
Zunächst bleiben wir am Waldrand, dann geht es links durch die Felder und rechts auf Peilstein zu. Vor der Bahn-Brücke verlassen wir Rotstrich, jetzt führt uns die Ziffer 6 zum Bahnhof Neukirchen.
Wir folgen links der Wasserrinne zum Wald, gehen dort kurz links und steigen dann hoch zum Aussichtspunkt auf den „Kuhfels“. Vorsicht! Die Felswand, hoch über der Weidener Bahnstrecke, fällt senkrecht ab!
Wir müssen wieder kurz zurück in den Wald, steigen dann rechts ab und folgen unten dem Waldrand links und dem Feldweg rechts abwärts. Unten geht es 50m rechts, dann auf dem Fahrweg aufwärts an dem Einzelhaus vorbei und über die Bahn. Drüben gehen wir gleich links, parallel zur Bahn abwärts.
An der Bahnunterführung stoßen wir an die von Kauerhof kommende Straße und gehen mit ihr knapp 100m rechts. Dann wandern wir links ab auf geschottertem Fahrweg am Bahndamm entlang leicht aufwärts immer geradeaus zur Ermhofer Straße und zum Bahnhof.
Wer 20 Minuten Umweg machen will, geht mit der von Kauerhof kommenden Straße in den Ort und an der evang. Kirche links an Resten der ehemaligen Wehrmauer entlang zum Kinderspielplatz. Dann geht es neben dem Bach nach der Querstraße links des Baches weiter und nahe der Katholischen Kirche mit der Bahnhofstraße aufwärts zum Bahnhof.
Neukirchen b. S.-R. gehörte zum Herzogtum Sulzbach bzw. zur Pfalz-Neuburg. Pfalzgraf Christian August von Sulzbach führte 1652 gemeinsam mit seinem Neuburger Vetter das „Simultaneum“ ein, die Gleichberechtigung beider Konfessionen, so teilte man sich das Gotteshaus und den kirchlichen Besitz. Die evang. Kirche, mit Spitzturm, war bis 1934 simultan. Die Kath. Kirche, 1926/27 in Neubarock errichtet, übernahm die Seitenaltäre der vormaligen Simultankirche und den Namen. So heißen heute beide Kirchen „Peter und Paul“. Gegenüber der alten Kirche steht das „neue Haus“ der Herren von Hartung und Oelhafen. Beide Familien waren von 1754 bis 1783 Besitzer der Hofmark Rupprechtstein, zu der Neukirchen gehörte.



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