Eine Stadt in Feierlaune

HERSBRUCK – Trotz einiger Wermutstropfen wie die „verwaiste“ Prager Straße hat das Altstadtfest seinen Ruf als Königin unter den heimischen Veranstaltungen wieder einmal glänzend untermauert. Zigtausende sind am Wochenende in die „Partyzone Hersbruck“ gepilgert. Ein „Volltreffer“ ist bei der 34. Auflage der Feier den Lions geglückt.
Am Freitag besaß „Aeroplane“ die größte Zugkraft. Die heimische Formation um die Sänger Paul Paladi und Sarah Balasus sorgte mit Coversongs für einen überfüllten Kratzers Biergarten inklusive Stimmung pur. Viel los war auch im Eisenhüttlein, wo eine Art Synthie-Rock-Band plus Livemusiker mit stampfenden Beats einheizte. Ansonsten aber beschränkte sich der Andrang und es gab eher „Unterhaltungsinseln“ anstatt der gewohnten großen Fläche.
Noch schlimmer war jedoch, dass es in der Prager Straße weder Bewirtung noch Ausschänke noch Bänke und noch viel weniger Bands gab. Auch die andere Hersbrucker Verkehrsader Martin-Luther-Straße bot im Bereich am Wassertor nur mehr Leere statt lautes, buntes Treiben.
Schon bei der Eröffnung des Altstadtfestes wies Bürgermeister Robert Ilg vor etlichen Mandatsträgern wie Landrat Armin Kroder und außerbayerischen Gästen aus Schottland und Schleswig-Holstein auf eine grundlegende Neuerung hin. Die Lions hatten ihren Weinausschank von der alten Stadtwaage in den Hof des Hirtenmuseums verlegt. Ein Umzug, der von allen Gästen gelobt wurde: viel Platz, eine malerische Beleuchtung, keine direkte Beschallung durch laute Musik und das Flair des Gebäudes.
Am Samstag strömten die Besucher erneut in Kratzers Biergarten. Der Magnet hieß diesmal „Chains“. Im Schlosshof war die Überraschung „Boggin Leprechaun“ (übersetzt so was wie „dreckiger Kobold“). Die Band mit dem sperrigen Namen spielte irischen Folk-Rock. Die Musik ging in die Beine. Und so sorgten die harten, flotten Klänge dafür, dass das Publikum seine fränkische Zurückhaltung rasch ablegte und sich die Tanzfläche füllte.
Wieder einmal mit im Altstadtfest-Programm war der Platz am City-Kino. Der Verein Kick setzte dort auf etwas andere Klänge. Vor allem „Dr. No and the golden Bullets“ spielten sich rasch in die Herzen der Gäste. Neben zwei temperamentvollen Frontleuten hoben Bläser die Laune.
Zwei Blickfänge in Form von „Nomadenzelte“ gab es im Eisenhüttlein. Große Scheinwerfer warfen in den Pausen Spotlichter auf die umliegenden Gebäude. Doch auch die Musik hatte es in sich. Die dreiköpfige „Black & White Company“ brachte Jamaica-Feeling nach Hersbruck – und nahm sich und Zuschauer beim Biene-Maja-Lied gekonnt auf die Schippe.
Kontrast erlebte, wer durch die Martin-Luther-Straße flanierte. Im mittleren Bereich ging es bei Wolfi Gössl und den „Sommerseit’n“ zünftig zu. Im Westen kamen Fans von Coverrock bei „Zhenil“ auf ihre Kosten. Live-Musik gab es noch am Unteren und Oberen Markt. Altstadtfest-Organisator Jürgen Wild dachte zudem an die Kinder, die sich am Spielmobil austoben oder schminken lassen konnten. Außerdem nutzte er seine Verbindungen zu Petrus. Trotz aller Wolken nieselte es allenfalls kurzzeitig.



Es haben so viele Künstler auf Bühnen gespielt, die mit keinem Wort oder Bild erwähnt wurden.
Dessen nicht genug: Man wird selber als Musiker und Künstler gar nicht gefragt, ob die Bilder Online gestellt werden dürfen...
Hey auf ein Wort! Ist das so schwer?
Andere Fotografen halten sich doch auch an den Codex oder gibt es den hier in Hersbruck nicht?
Macht doch bitte a bisserl die Augen und vor allem Ohren AUF! Sprecht mit den Leuten, dann kann soetwas nicht passieren.
Auf gut und bald...
Nur die Toilettensituation könnte im nächsten Jahr etwas besser verteilt sein.
Allgemein war das verkleinerte Altstadtfest eine schöne Sache, auch wenn es samstags viel zu eng war. Und Hersbruck müsste halt endlich einmal irgendwie die stets bestehenden Parktplatzprobleme in den Griff bekommen. Es kann doch so unmöglich nicht sein, an so einer einmaligen Veranstaltung die Parkhäuser geöffnet zu bekommen?
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