Zum Berg der Nürnberger
Diese Wanderung führt zum Moritzberg, dem von Nürnberg aus gesehen ersten Albberg, weshalb er auch „Berg der Nürnberger“ genannt wird. Eigentlich ist er ein weit nach Westen vorgeschobener Inselberg, der nur durch den Reuther Berg und den Gersdorfer Sattel mit der Alb verbunden ist. Der bequemste Aufstieg ist der vom Nonnenberg und der überrascht mit herrlichem Panorama vor allem nach Norden und Osten. Deshalb sollte hierfür ein sonniger Tag mit klarer Sicht ausgewählt werden.
Start: S-Bhf Henfenfeld — Ziel: S-Bhf. Lauf — Weglänge: 16,5 km — Gehzeit: ca. 4 1/2 Std. — Einkehrmöglichkeit: Henfenfeld, Gersdorf, Moritzberg (Mo-Die-Ruhetag), Schönberg und Lauf
Henfenfeld wurde 1059 erstmals erwähnt, doch 1961 entdeckte Reste einer frühgeschichtlichen Siedlung, lassen auf eine Gründung schon im 7. Jh. schließen. Das Schloss steht auf dem Grund einer karolingischen Grenzburg. Der berühmteste Schlossbewohner Paul Pfinzing schuf 1595 den sog. „Pfinzingatlas“ und 1596 eine Karte über das Pflegamt Hersbruck. Am Kirchturm befindet sich die Pfinzing`sche Familiengruft und in der Kirche der sog. Pfinzingaltar.
Gegenüber dem Bahnhofsgebäude geht es auf dem Fußweg durch die Gärten, geradeaus über die Ottensooser Straße und auf der Straße „Freiling“ aufwärts und links herum abwärts vorbei an dem hübschen Häuserensemble mit dem ehem. Engelthaler Gütlein, das schon im 16. Jh. stand. An der hohen alten Linde gehen wir rechts am „Wirtshaus“ vorbei und über die Brücke zur ehemaligen Huf- und Waffenschmiede. An der ehem. Schmiede geht es kurz rechts und vor der nächsten Brücke links „In der Point“, den Hammerbach zur Rechten, weiter.
In der Kurve folgen wir dem Pfad geradeaus weiter am Bach entlang bis zum Steg. Dann führt Blaupunkt hinüber und am Spielplatz vorbei zum Angerende. Dort gehen wir links, kreuzen vorsichtig die Altdorfer Straße und bleiben noch 200 m auf dem Radweg in Richtung Engelthal. Dann kreuzen wir die Straße und folgen drüben dem Fahrweg links über den Bach, aufwärts in die Felder und links herum zum Eichenanger.
Im großen Eichenanger geht es bald rechts auf breitem Weg abwärts in die Senke, wieder leicht aufwärts und auf dem Querweg links, mit Blick auf Engelthal zum Einzelgehöft Krönhof. Der Straße folgen wir kurz rechts und biegen dann links ab (auch Ziffer 5). Der fast ebene Feldweg führt geradeaus auf den Buchen- und Nonnenberg zu, rechts liegt der Moritzberg.
Am nächsten Wald kreuzt Blaukreuz und der mit rotem Strich auf Gelb markierte „Ullrich-von-Königstein-Weg“ kommt links von Engelthal her. Mit Blaupunkt und dem UvK-Weg geht es jetzt geradeaus am Wald entlang und dann durch die Felder bis zur Straße Engelthal-Gersberg.
Der Straße folgen wir rechts durch den Weiler Peuerling, mit schönen Fachwerk- und Bruchsteinhäusern. Am Ortsende geht es mit beiden Zeichen links am Wald, dann im Wald aufwärts in den Nonnenberghang. Bei der Gabelung verlassen wir Blaupunkt und folgen dem UvK-Weg rechts bald kurz leicht abwärts, dann wird der Forstweg zum Waldweg und nach der Nassstelle geht es bald auf einem Pfad links aufwärts und dann etwas rechts weiter aufwärts.
Wo der Waldboden von den Wildschweinen aufgewühlt ist, queren wir einen seichten Graben dann kreuzt Gelbpunkt. Aufpassen! Hier verlassen wir den UvK-Weg und steigen mit Gelbpunkt 150m rechts ab bis zum quer verlaufenden Forstweg. Dort wandern wir ohne Zeichen auf dem Fahrweg links leicht aufwärts und an der folgenden Kreuzung geradeaus auf ebenem Weg weiter durch schönen Wald, immer links den Steilhang.
Plötzlich endet der Wald und es geht durch Felder mit herrlichem Panorama. Geradeaus spitzt der Moritzberggipfel hinter dem Reuther Berg vor, rechts am Fuß liegt Reuth und etwas weiter Weigenhofen und Schönberg. Rechts die Bergkette vom Hetzles bei Gräfenberg bis zur Lillinger Höhe. Nach einem weiteren Waldstück öffnet sich der Blick noch weiter nach Osten bis hin zur Festung auf dem Rothenberg.
Dann kommen wir an die Straße Gersberg-Gersdorf und folgen ihr aufwärts. Bei der Gabelung gehen wir in Richtung Lauf und biegen nach ca. 100m mit Blaustrich links auf den Fahrweg ab. Mit Blaustrich geht es bei der nächsten Gabelung geradeaus aufwärts zum Gittermast vor dem Wald und dabei reicht jetzt die Aussicht nach Osten bis zum steil abfallenden Hohenstädter Fels und links können wir über das Haidelbachbecken zum Lorenzer Wald und Ernhofer Berg schauen.
Jetzt folgt der gemütliche Aufstieg auf schönen Waldwegen mit kurzen ebenen Strecken, bis Rotkreuz aus Pötzling dazu kommt. Dann geht es mit beiden Zeichen rechts im Hohlweg steil hinan und an einer Wiesenlichtung mit Blick zum Moritzberg und auf Brunn am Brunner Berg vorbei. Wieder im Wald geht es bald links um den Reuther Berggipfel und auf erholsamem Wege immer an der Steilkante entlang in westlicher Richtung, mit ständig wechselnden Ausblicken.
Bald kommt die Straße von Weihersberg herauf und ihr folgen wir geradeaus aufwärts am Parkplatz vorbei. Kurz begleitet uns auch der PP-Weg und wo die Leitplanke beginnt, verlassen wir alle Zeichen und die Straße nach rechts und folgen dann dem Pfad am Hang entlang aufwärts. Nach etwa 250m kommen Rotkreuz und Rotpunkt und jetzt geht es links steil hoch und auf das Gasthaus zu.
Der Moritzberg hieß früher Leinberg, den heutigen Namen hat er erst durch die 1419 errichtete „Mauritiuskapelle“, die leider nur am 1. Mai, an Pfingsten und zur Kirchweih (3. Augustsonntag) zu besichtigen ist. Die einstige Einsiedelei ist heute ein gemütliches Gasthaus. Der 1911 vom „Verschönerungsverein Moritzberg und Umgebung“ errichtete Aussichtsturm wurde in den sechziger Jahren aufgestockt und ist inzwischen von den Baumwipfeln wieder eingeholt worden. Die 1951 errichtete UKW-Station wurde, wegen der Einflugschneise zum Nürnberger Flughafen, auf den Dillberg verlegt. Kaum zu glauben, König Ludwig I. plante, hier die „Walhalla“ errichten zu lassen. Andere Quellen berichten, dass hier oben eine ca. 30-35m hohe Germania „gestützt auf das teutsche Schwert“ ein Bündel Pfeile empor haltend, hätte stehen sollen.
Vor dem Abstieg orientieren wir uns an der Wegetafel. Wir folgen jetzt dem „Eppeleinsweg“, über Schönberg nach Lauf. Es geht mit Rotpunkt und Rotkreuz an der bekannten Stelle steil abwärts, links herum und bald am Rande eines Grabens abwärts. Wo sich die Markierungen trennen, verlassen wir den nach Weigenhofen führenden roten Punkt und wandern mit Rotkreuz links herum zunächst auf fast ebenem Weg, bald aber weiter abwärts und folgen dann dem Fahrweg links.
Vor einer Schlucht verlassen wir den Fahrweg und gehen rechts neben der Schlucht abwärts, kreuzen unten den Fahrweg, überqueren den Bach und gehen kurz rechts. Dann geht es links aufwärts durch die Felder und am Leitungsmast kurz links zur Bank. Mit herrlichem Panoramablick wandern wir jetzt rechts in die Senke und durch freie Flur fast geradeaus auf Schönberg zu. Vor dem Ort kreuzen wir die Querstraße „In der Zeil“, folgen dem Fußweg geradeaus, dann links und rechts zum Schönberger Marktplatz.
Schönberg ist heute ein Ortsteil von Lauf mit Stadtbus-Verbindung. Es war eine markgräflich-ansbachische Enklave im reichsstädtisch-nürnbergischen Gebiet. Das baufällige Schloss wurde um 1900 eingerissen und dort die neugotische Kirche errichtet. Der „Hungerturm“ daneben ist noch ein Überbleibsel aus preußischer Zeit.
Vom Marktplatz aus geht es rechts an der Abzweigung „Jakobsweg“ noch geradeaus und dann links in die „Neuhäuser Straße“, und wo diese fällt geht es links und allmählich rechts abwärts und hinüber zum Wald und auf schönem Waldweg stetig leicht abwärts bis Lauf. Wir lassen dort das Gewerbegebiet links, gehen an den Stadtwerken vorbei unter der Autobahn durch. Dann folgen wir ohne Zeichen links dem Fußweg zwischen Autobahndamm und Wohngebiet, gehen dann rechts, kreuzen die Straße „Südring“, gehen im „Schönberger Weg“ geradeaus und dann links zum Bahnhof.




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