Geklauter Sportwagen landete im Birkensee
BIRKENSEE — Mitten im friedlichen See steht mutterseelenallein ein gelber Fiat. Dieses surreale Bild bot sich Feuerwehrleuten, als sie gestern früh an den Birkensee kamen. Spaziergänger hatten den Sportwagen gegen acht Uhr morgens gefunden und die Polizei gerufen. Wie er dort hinkam, war zunächst unklar. Der Schlüssel befand sich im Auto, Menschen waren weit und breit nicht zu sehen. Auch der Verdacht eines Selbstmordes bestätigte sich nicht – das Auto war leer.
Die Feuerwehren Röthenbach und Schwaig bargen den Wagen mit einer Seilwinde und nach rund einer halben Stunde stand das Gefährt an Land. Mit so genannten „Tampons“ fing die Feuerwehr ausgelaufenes Benzin und Motoröl auf. Im Einsatz waren außerden die Wasserwacht Röthenbach und der Rettungsdienst sowie eine Streife der Laufer Polizei. An Land wurde der Fiat dann von der Spurensicherung in Augenschein genommen.
Wie sich herausstellte, war das Auto in der Nacht zuvor aus einer Autowerkstatt in der Glockengießerstraße in Lauf gestohlen worden. In der Nähe des Birkensees fanden die Beamten ein Kennzeichen, das, ebenfalls in der Nacht zum Dienstag, in der Christian-Schwab-Straße in Lauf von einem schwarzen Suzuki abmontiert worden war. Es lautet LAU-ZN 878.
Wie die Polizei inzwischen außerdem herausgefunden hat, ist aus der Werkstatt in der Glockengießerstraße nicht nur das gelbe Fiat Coupé verschwunden: Von einem weiteren blauen Audi A 3 mit dem Kennzeichen LAU-EG 194 fehlt jede Spur. Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter Telefon 0911/2112-3333 zu melden.







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