Krippen-Neubau gestartet

LEINBURG – Es sind zwei Großprojekte auf einem Grundstück, die die Gemeinde Leinburg gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde stemmt: Gestern erfolgte der Spatenstich für den Neubau einer Kinderkrippe mit 24 Plätzen, bereits angelaufen ist die energetische Sanierung des Kindergartens „Sonnenstrahl“ in der Fenngasse in Leinburg.
Dieses Gebäude wurde 1975 gebaut. Als das Dach reparierungsbedürftig wurde, nahm man das gesamte Haus genauer unter die Lupe und bringt es jetzt auf einen modernen Stand: Die Fenster und die Fassade werden erneuert, das Dach bekommt eine Wärmedämmung, und eine neue Heizung wird eingebaut. Diese wird künftig auch die Kinderkrippe versorgen. „Außerdem wird der Zugang in den Kindergarten barrierefrei gestaltet“, informierte Architekt Klaus Thiemann aus Hersbruck.
Die meisten Gewerke übernehmen Handwerksbetriebe aus dem Landkreis. Damit man bis Ende des Jahres fertig wird, laufen die Bauarbeiten auch während der Sommerferien, berichtete Thiemann weiter.
Nach der Weihnachtspause sollen die Kinder wieder in dem Gebäude betreut werden. Die komplette Inbetriebnahme der Krippe ist ab dem Frühjahr vorgesehen.
„Wir mussten einige Hürden überspringen“, stellte 1. Bürgermeister Joachim Lang fest. Lange dauerte die Planungsphase. Zunächst gab es Überlegungen, die Kinderkrippe im Kindergarten-Gebäude unterzubringen und dafür einen Anbau zu errichten oder einen größeren Umbau vorzunehmen. Schließlich beschloss der Gemeinderat ein Modernisierung des bestehenden Hauses und einen Neubau für die Krippe. „Dafür müssen wir zwar einen Teil des Gartens opfern, aber das gab keine großen Diskussionen“, erinnerte sich Pfarrerin Christiane Schlenk an die Kirchenvorstandssitzungen.
Sie dankte der Gemeinde Leinburg für die finanzielle Unterstützung und die Hilfe beim Umzug der Kinder in die alte Schule. Dort werden die drei Gruppen derzeit in Räumen betreut, die Bauhofmitarbeiter extra hergerichtet hatten. „Der Geräuschpegel ist höher, dafür sind die Zimmer größer und heller“, so Schlenk. Auch die Eltern hätten Verständnis für diese Übergangslösung gezeigt. Zwei Tage lang mussten sie ihren Nachwuchs zu Hause behalten, ehe das Provisori-
um in der Schule genutzt werden konnte.
Vor allem die Kinderkrippe war Bürgermeister Lang ein großes Anliegen. „Wir sind immer noch eine Zuzugsgemeinde. Da gehört es zur In-frastruktur dazu, dass wir Familien solche Betreuungsmöglichkeiten anbieten können.“ Er ist überzeugt davon, dass die 24 Plätze schnell belegt sein werden. Derzeit gibt es in der Gersdorfer Kindertagesstätte zwölf Krippenplätze, die so begehrt sind, dass eine Warteliste besteht.
Erfreut ist Lang über die beachtliche Zuschusshöhe vom Freistaat, der Neubauten für die Betreuung von unter Dreijährigen derzeit besonders fördert. Rund 600.000 Euro kostet die Krippe, davon übernimmt das Land Bayern 66 Prozent, den Rest finanziert die Gemeinde.
Für die Generalsanierung des Kindergartens fallen zirka 450.000 Euro an. Je 125.000 Euro tragen die Kirchengemeinde und der Freistaat, den übrigen Part zahlt die Kommune.



Anmerkung hinzufügen