Markt auch am Samstag
HERSBRUCK (gz) - Neuer Schritt zur Belebung der Hersbrucker Innenstadt: Ab dem 11. September wird es die Marktbuden am Oberen Markt auch am Samstag geben, außerdem haben sich Stadt und Händler auf einheitliche Öffnungszeiten an allen drei Tagen verständigt. Wer heimische Ware, frische Produkte oder Bio-Qualität bevorzugt, hat also künftig jeden Mittwoch, jeden Freitag und jeden Samstag jeweils von 7 bis 13 Uhr im Herzen der Stadt eine gute Einkaufsmöglichkeit. Zudem bewährt sich der Wochenmarkt als Kontakt- und Schwatzbörse, wo man Bekannte und Nachbarn trifft.
E-Auto und E-Bike
Bei 300 Mitbewerbern war die Chance gering, zu den zwei bis drei Modellstädten zu zählen, die in Bayern den Nutzen der Elektromobiliät (E-Auto, E-Fahrräder usw.) vorstellen sollen. Der Freistaat hat nicht Hersbruck, sondern Garmisch-Partenkirchen und Bad Neustadt an der Saale ausgewählt, eventuell kommt noch ein dritter Ort im Bayerischen Wald hinzu. Aber auch ohne Fördermittel aus München gibt es Aktivisten, die zumindest das Elektro-Bike in Hersbruck voranbringen wollen.
Keine Spielhallen
Die Bahn hat es noch einmal mit einem neuen Interessenten versucht, die Stadt hat es noch einmal abgelehnt: Aus der ehemaligen Wirtschaft im Bahnhof rechts der Pegnitz soll kein Spielcasino werden. Auch in die ehemalige Edeka in der Nürnberger Straße wäre gern ein Automaten-Betreiber eingezogen. Auch hier lehnte die Verwaltung ab und sucht für den privaten Vermieter ein attraktiveres Geschäft.
Gespräch mit der Bahn
Das kleine Eisenbahnfest vorletzten Sonntag schuf den direkten Kontakt zwischen Bürgermeister und Bahn. Jetzt folgt nächste Woche ein Gespräch zwischen Ilg und einem Vertreter von DB Station und Service. Dabei geht es darum, wann der Bahnhof behinderten- und kinderwagengerecht wird, ob eine Elektrifizierung rechts die Schnellverbindung nach Nürnberg bedroht und wie es mit einer Toilette am Bahnhof wäre. Beim Thema Barrierefreiheit setzt Ilg auch auf einen gemeinsamen Vorstoß mit allen heimischen Bundes- und Landtagsabgeordneten.
Freie Fahrt an der Therme
Die Zeit der Irrfahrten für Thermengäste geht zu Ende. Nach monatelangem Hin und Her wird die Fehlkonstruktion beseitigt, dass man vom Parkplatz direkt vorm Bad nicht mehr auf den größeren hinterm Finanzamt gelangen konnte. Wie berichtet, fehlten der Stadt da ein paar Meter Grund zur Durchfahrt, der Freistaat hatte seinen Finanzbeamten dort ein Gartenbeet spendiert. Das wird jetzt wieder verkleinert, dank des zurückliegenden Engagements des früheren Bürgermeisters Wolfgang Plattmeier und von Amtsleiterin Brigitte Kasch. Parkplatzsuchende sparen so unnötige Fahrten zurück auf die Amberger Straße.
Projekte für die Jugend
„Jugend bewegt Stadt“ heißt ein Projekt des Bundes, der Gemeinden durch Zuschüssse dazu anregen will, Jugendliche bei der Stadtentwicklung zu beteiligen. Auch hier gab es mit 133 Bewerbungen viel mehr als die acht förderbaren Orte. Hersbruck war nicht dabei. Die Verwaltung hat für Stadträte und Interessierte bei der Bewerbung aber schon mal die Stichworte gesammelt, wie man Kinder und junge Erwachsene stärker an der Gestaltung der Stadt beteiligen könnte: Ein Jugendforum soll regelmäßig tagen, die Gesundheitsregion hat Projekte wie „Kinder in Bewegung“, im Jugendzentrum gibt es eine Vertretung der Besucher mit vielen guten Ideen, Plätze für Modesport-Trends wie Skater, Dirt-Biker oder Slacklining wären vorhanden. Jetzt bräuchte man dafür statt des Bundes andere Geldgeber.


Wochenmarkt aus zusammengesteckten Marktständen mit schmucken rotweißem Tuch. Wie weltfremd ist er eigentlich?
Kennt er kein Lebensmittelgesetz oder ist es wirklich appetitlich, Fisch, Fleisch und Käse auf einem Holztresen
anzubieten ohne Kühlung???? Oder will er nur einen Wochen-
markt mit Obst, Gemüse und evt. Blumen? Ich glaube er hat etwas unüberlegt geschieben.
Noch schöner - im wahrsten Sinne des Wortes - wäre es, wenn die Händler für ihre nachhaltig erzeugten Produkte nicht diese, auf einem historischen Marktplatz, ästhetisch vollkommen deplazierten Kunststoffverkaufswagen benutzen würden. Am Nürnberger Hauptmarkt haben die Händler doch auch keine umgebauten Wohnwagen. Dort erlaubt es die Stadtverwaltung nicht. Deswegen haben die Händler dort schnell zusammensteckbare Marktstände mit schmuckem rotweißem Markisenstoff als Dach.
Wenn das in Hersbruck auch so wäre, dann wären die Verkaufsstände auch für die Bürger zumindest ein optischer Gewinn, die sich Bio nicht leisten können oder wollen.
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