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13.03.10 16:19 Uhr

PPG: Neue Klassenzimmer sind schon voll

Von: Hersbrucker Zeitung

HERSBRUCK (kb) — Das Paul-Pfinzing-Gymnasium wird noch ein Stückchen größer. Beim offiziellen Startschuss für den Anbau von sechs neuen Klassenzimmern zeigten sich Landrat Armin Kroder, Schulleiter Georg Fleischer und Architekt Norbert Thiel von ihrer handwerklichen Seite und griffen beherzt zu Bauhelm und Spaten.

Bevor es aber zum praktischen Teil der Veranstaltung ging, testete Landrat Armin Kroder erst einmal die humanistische Bildung der anwesenden Lehrer, Politiker, Handwerker, Architekten, PPG-Förderer, Schüler- und Elternvertreter.

„Kinderspiele sind es, die wir da spielen. An überflüssigen Problemen stumpft sich die Schärfe und Feinheit des Denkens ab. Derlei Erörterungen helfen uns ja nicht, richtig zu leben, sondern allenfalls, gelehrt zu reden “, zitierte er und fragte anschließend: „Wer kennt den Text? “

Kopfschütteln im Saal. Erst als Kroder den letzten Satz seines Zitates „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir “ vortrug, war den meisten klar, von wem hier die Rede ist: von dem Philosophen Seneca, der damit die römischen Philosophenschulen kritisierte, den meisten aber eigentlich mehr mit der umgedrehten Version „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir “ bekannt ist. Gleichwohl, Kritik am PPG üben wollte der Landrat damit nicht. Im Gegenteil. Am Hersbrucker Gymnasium werde durchaus für das Leben gelernt, sagte er und verwies auf seine eigene Schulzeit hier.

Damals allerdings gingen gerade einmal 700 bis 800 Schüler aufs PPG. Heute sind es an die 1250. Und die brauchen Platz. Deshalb nimmt der Landkreis erneut viel Geld in die Hand und baut am PPG für 910 000 Euro an. „Wir investieren gerne in die Bildung “, erklärte Kroder.

Sechs Klassenzimmer sollen bis zum neuen Schuljahr im Herbst bezugsfähig sein. An den Bauarbeiten beteiligt sind Norbert Thiel und Uwe Holzinger vom Architekturbüro Atelier 13, das Büro Hacker und Stockhecke aus Röthenbach (Baustatik), das Ingenieurbüro Pleyer aus Burgthann (Haus- und Elektrotechnik) und die Firma Mickan aus Amberg (Rohbau).

Die Bedeutung des Schulstandorts Hersbruck hob zweite Bürgermeisterin Brigitta Stöber in ihrem kurzen Grußwort hervor. PPG-Direktor Georg Fleischer wies darauf hin, dass die sechs neuen Klassenzimmer bereits „schon wieder total ausgebucht sind “.

Derartige Zukunftssorgen aber plagte an diesem Tag niemand. Vielmehr saßen die Gäste im Anschluss an den Spatenstich noch gemütlich im Schulbistro beieinander und lauschten den beiden Schülerinnen Hannah Scharrer und Vera Vogel, die die Feierstunde mit Gitarren- und Klarinettenmusik begleiteten.




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