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Lokales PZ
07.12.10 15:06 Uhr

Neuer Antrag für Windrad bei Neunhof

Von: Pegnitz-Zeitung

NEUNHOF — Allen Protesten in Neunhof und Bullach zum Trotz gibt Windinvestor Kessler nicht auf: Seit Montag liegt im Landratsamt ein neuer Antrag. Nun für ein Windrad mit einer Nabenhöhe von „nur“ 108 Metern.

Dieser Antrag, so informierte das Landratsamt gestern die PZ, wäre rein rechtlich nun so auch genehmigungsfähig. Ursprünglich plante der Investor aus Norddeutschland zwei Windräder mit einer Nabenhöhe von jeweils 130 Meter Höhe auf dem Galgenberg zwischen den beiden Laufer Ortsteilen Bullach und Neunhof. Zuletzt (weil die Stadt ihr Grundstück nicht hergibt) nun noch eines mit gleicher Nabenhöhe.

Weil dabei allerdings Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken nicht eingehalten wurden, war der Antrag gar nicht genehmigungsfähig. Und deshalb lag er auch der Stadt Lauf oder anderen Behörden noch nicht zur Stellungnahme vor.

Der aktuelle Antrag sieht nun den Bau eines Windrades mit einer Nabenhöhe von 108 Metern und einer entsprechend niedrigeren Gesamthöhe von noch rund 150 Metern (bisher 190 Meter) vor. Hier sieht die Genehmigungsbehörde im Landratsamt keine grundsätzlichen Bedenken, das heißt, der Betreiber hält sich an gesetzliche Vorschriften.

Jetzt allerdings geht das Genehmigungsverfahren erst mal seinen Gang, wie Pressesprecher List vom Landratsamt sagt. Ohne Bürgerbeteiligung zwar, weil die hier nicht vorgesehen ist, aber immerhin mit der Beteiligung von Behörden und Trägern öffentlicher Belange, wie Naturschutz oder Wasserwirtschaft. Die Stadt Lauf ist hier nun auch gefragt. Der Stadtrat muss nun im Rahmen der immissionschutzrechtlichen Genehmigung das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilen oder versagen.




Kommentare

Franziska Huber, Lauf, 20.12.2010 17:50:
Tut mir leid Herr Huber, aber das sehe ich wirklich nicht so!
Sie bringen in ihrem Kommentar keinerlei Argumente an, sondern beten nur nocheinmal das herunter, was bereits vor Wochen und Monaten gesagt wurde. Aber Fakt ist jetzt nunmal, dass sich mit dem neuen Antrag das Blatt gewendet hat. Durch die Verringerung der Höhe, die wohl freilich einen ökonomischen Nachteil bringen wird, sollte das Problem der Lärmbelästigung gelöst sein. Denn wie im Artikel beschrieben, hält der Betreiber sich damit an die gegebenen Gesetze und Lärmschutzrichtlinien. Sollte er nach dem Bau, wovon ich nicht ausgehe, höhere als die laut Richtlinien erlaubten Lärmwerte erreichen, bleibt den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern immer noch die Möglichkeit Klage einzureichen. Und diese wird dann wohl auch ihre Konsequenzen haben, denn wir leben nunmal in einem Rechtsstaat, in dem es Sanktionen für gesetzeswiedriges Handeln gibt. Und das ist auch gut so!
Weiter schreiben sie, dass „die Mühle sowohl ökologisch, als auch ökonomisch Schwachsinn ist !“. Ich empfehle ihnen erstmal grundsätzlich sich über den Unterschied zwischen einer Windmühle(im allg. zum mahlen von Getreide) und einer Windkraftanlage zur Erzeugung von Strom zu informieren. Abgesehen davon, sollte wohl eindeutig klar sein, dass Strom aus Windkraft ökologischer Strom ist. Ob das ganze jetzt auch ökonomisch Sinn macht, kann und muss ich ihnen nicht sagen. Denn das ist weder Mein, noch Ihr Problem, sondern ganz alleine das des Investors.
Martin Huber, Lauf, 13.12.2010 16:20:
Ich muss Frau Huber deutlich widersprechen.
Bisping soll keine grüne Pölitik, sondern Politik für alle Bürger machen.
dass er beides nicht kann, hat er deutlich bewiesen.
Es wäre eine Schande gegnüber der nächsten Generation, eine Windmühle gegen den Willen der Laufer Bürger durchzudrücken, obwohl die Mühle sowohl ökologisch, als auch ökonomisch Schwachsinn ist !
Franziska Huber, Lauf, 09.12.2010 22:32:
Ich weiß nicht der wievielte Anlauf das nun ist, aber da jetzt zumindest die Formalitäten geklärt sind, sollte der Bau der Windkraftanlage zwischen Neunhof und Bullach doch nunmehr kein Problem darstellen. Ich hoffe das Herr Bisping es jetzt endlich schafft, zu seiner Partei zu stehen und abgesehen von Blumenwiesen auch einmal vernünftige Grüne Politik macht, so wie es die Mehrheit seiner Bürger von ihm erwarten werden-sonst hätten sie wohl eher schwarz-gelb und nicht grün gewählt.
Wir können hier nur hoffen, dass der Stadtrat seine Entscheidung von handfesten Argumenten abhänig macht und sich nicht dem Populismus der Windkraftgegner beugt, denn diese Entscheidung wäre eine Schande gegenüber der nächsten Generation.

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