Reden über Leben und Tod

PYRBAUM – „Übergangsweise“ lautet der Titel einer kabarettistischen Groteske zum Thema Leben, Sterben und Tod von und mit Karl-Heinz Krätzer aus Lindelburg und dem Musiker Franz Frank. Am Sonntag, 21. März, wird es in Pyrbaum im evangelischen Gemeindehaus aufgeführt.
Wie redet man über Tod und Sterben – offen, oder ist dieses Thema in der Gesellschaft tabu? Freilich ist sterben nichts Lustiges, freilich macht sterben keinen Spaß, und sich über das Sterben lustig machen, wäre ja wohl das Allerletzte. Doch das Sterben gehört zum Leben wie die Geburt. Und zum Leben gehört das Lachen und das Weinen.
Der Lindelburger Kabarettist Karl-Heinz Krätzer möchte in seiner Groteske das Publikum in ein Spannungsfeld von Erwartung und Gewissheit versetzen, Vorstellungen bestätigen, alternative Gedankengänge zum Umdenken anbieten, aufzeigen, wie wichtig und wie ersetzbar man im Leben sein kann, weil auch andere da sind. In seinem Stück spielt Krätzer den liebenswerten Chaoten Sepp Todt, eine Person die hinter das Geheimnis des Lebens und Sterbens schauen möchte. Todt begibt sich auf die Reise in seine Vergangenheit und hinaus in die Welt. Sein Blick geht in andere Religionen und Kulturen, aber auch in die uns umgebende Gesellschaft zu Philosophen, Bestattungsunternehmern und zeitgeistlichem Ableben. Dann begegnet Sepp Todt dem richtigen Tod, an den er viele Fragen hat.
Nach Krätzers Meinung hat Kabarett schlechthin das Recht, eine Ideologie als eine Idiotie zu bezeichnen, sie zu zerlachen, sie ad absurdum zu führen. Es hat aber auch das Recht, eine Belanglosigkeit aufzublasen und eine Nichtigkeit mit einer Wichtigkeit zu konfrontieren – beides mit Humor zu multiplizieren und daraus eine pointenreiche Analyse zu ziehen. Das ist wahrscheinlich das Entscheidende am Kabarett. Kabarett ist auch eine Möglichkeit Fragen zu stellen und Antworten zu konstruieren.
„Übergangsweise“ ist ein spannendes Programm, mal nachdenklich, mal heiter, Kabarett mit Tiefgang, Kabarett in unser Leben geschrieben – übergangsweise. Dieses Programm dient nicht der Aufarbeitung von Trauer. Vielmehr handelt es sich um wunderbare Gedanken für ein Lebenskonzept.
Mit dem bekannten Pianisten und Komponisten Franz Frank ist es Krätzer gelungen, alles Musikalische für dieses Stück in beste Hände zu legen. Krätzer und Frank haben schon vor 30 Jahren in München ein Programm mit Dieter Hildebrandt gespielt.
Nach der erfolgreichen Premiere in Rummelsberg und einigen Fernseh– und Rundfunkaufzeichnungen zu diesem Stück werden die beiden Kabarettisten zu ihrem Gastspiel im evangelischen Gemeindehaus in Pyrbaum am Sonntag, 21. März, um 19 Uhr erwartet.
Vorverkaufskarten gibt es bei der Sparkasse und der Raiffeisenbank Pyrbaum, beim Cafe Sperrmüll in Pyrbaum und im evangelischen Pfarramt Pyrbaum, dienstags bis donnerstags, von 9 bis 13 Uhr, Telefon 09180/722.


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