Größter Solarpark im Landkreis ging in Neunkirchen ans Netz
NEUNKIRCHEN - Seit gestern ist der Solarpark auf der ehemaligen Kreismülldeponie in Neunkirchen in Betrieb. «Ab heute liefern wir Strom, direkt erzeugt aus Sonnenlicht.» Stolz klang mit, als Bürgermeister Kurt Sägmüller diesen Satz sagte, nachdem er gestern zusammen mit Landrat Armin Kroder offiziell den Hebel umgelegt und damit die 13000 Module ans Netz gebracht hatte. Wie berichtet hat Neunkirchen 3,1 Millionen Euro investiert, darauf bauend, dass die Anlage – die bislang größte im Nürnberger Land mit 3,3 Hektar, also der Größe von fünf Fußballfeldern – in etwa zwölf Jahren nicht nur pro Jahr 700 Tonnen Kohlendioxid einspart, sondern dann der Gemeinde auch jährliche Gewinne einbringt. Neunkirchen musste – wie berichtet – noch dieses Jahr ans Netz, um noch die höhere Einspeisevergütung zu bekommen. In Sägmüllers Rede vor Vertretern der Verwaltung, der Städtischen Werke und etlichen Gemeinderäten aller Fraktionen klang an, wie sich für Neunkirchen die Zeiten ändern: Vor 20 Jahren demonstrierten viele engagierte Bürger, darunter auch der heutige Landrat Armin Kroder, gegen die Belastungen der inzwischen stillgelegten Kreismülldeponie. Heute nutzt Neunkirchen nicht nur das jetzt allmählich versiegende Deponie-Gas, das sie an die Wolfshöher Tonwerke verkauft, sondern nutzt nun also auch die Fläche für Öko-Strom. Für die Gemeinde obendrein ein Image-Gewinn, immerhin ist ein Teil des Solarparks von der Autobahn aus gut zu sehen. Für den Start der Anlage unterbrach Landrat Kroder sogar seinen Urlaub. Er lobte Neunkirchen für Geduld und Weitsicht, immerhin sei das Projekt bereits vor sechs Jahren ein Thema gewesen. Und erst jetzt, relativ kurzfristig, habe sich die einmalige und wohl letzte günstige Möglichkeit ergeben, die das Rathaus und die Gemeinderäte sofort nutzten.
Michael Scholz



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