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Sport HZ
26.06.09 21:18 Uhr

Sportliche Schutzmänner

Von: Hersbrucker Zeitung


HERSBRUCK (kp) — Ihre Trikots sind grellorange und haben auf dem Rücken einen großen, das Wappen Hersbrucks umschließenden Polizeistern: Das ,Team Jura" ist seit 2005 stets beim Landkreislauf dabei und landete heuer mit Gesamtplatz 36 einmal mehr im Vorderfeld. Doch auch außerhalb der großen Breitensportveranstaltung steht Sport bei den Beamten der Polizeiinspektion Hersbruck hoch im Kurs.


Mittwoch nachmittags bittet Polizeioberkommissar Helmut Hartmann zum Dienstsport. Gewöhnlich geht es dann zum Volleyballspielen in die Grundschule Happurg, bei schönem Wetter auch schon mal zu einer Partie Beachvolleyball beim FC Reichenschwand oder auf eine Zehn-Kilometer-Laufrunde über Henfenfeld, den Rechenberg und Weiher. Wert legt er dabei auch auf den präventiven Aspekt sportlicher Betätigung, baut im Aufwärmprogramm immer wieder Rückengymnastik ein. ,Wir haben eben einen Beruf, bei dem wir viel sitzen. Und die Kollegen sollen ja was vom Sport haben."

Dieser Tage aber führt sie der Sportübungsleiter vor die Tür der Dienststelle, dahin, wo die Fred-Schäfer-Straße in einen asphaltierten Feldweg übergeht. Mit der Stoppuhr in der Hand schickt Hartmann die Frauen und Männer auf eine penibel ausgemessene Schleife durch den Wiesengrund - Zeitnahme für einen der drei Teile des Europäischen Polizei-Leistungsabzeichens (EPLa), den 3000-Meter-Lauf (bzw. 2000 Meter für weibliche Beamte).

Um das Abzeichen zu bekommen, müssen sich die sportlichen Schutzmänner gehörig sputen, dürfen, wenn sie beispielsweise zwischen 32 und 40 Jahre alt sind, für die Strecke nur zwischen 12 (Gold) und 14 (Bronze) Minuten brauchen. Auch in den beiden anderen Disziplinen - 300 Meter Schwimmen und Schießen mit der Dienstwaffe - liegt die Latte ziemlich hoch.

Während Hartmann für ersteres immer mal wieder eine Trainingseinheit in der Therme ansetzt, gestaltet sich das Üben mit der Neunmillimeter-Pistole einigermaßen schwierig: ,Der Schießstand in Erlangen ist für den normalen Dienst schon ziemlich ausgelastet, schwer, da noch Extra-Zeit zu bekommen", weiß der Polizeioberkommissar. Gut, dass er in Hans Meixner wenigstens einen dem Sport aufgeschlossenen Dienststellenleiter hat. Der Hersbrucker Polizeichef lief beim Landkreislauf für das Prominententeam ,Die Spitzenläufer" die schwere Etappe hinauf nach Hartenstein.

Trotz aller Widrigkeiten - Schichtbetrieb und teilweise weit weg wohnende Kollegen erschweren ein gemeinsames Training zusätzlich - können sich die Ergebnisse der Hersbrucker Dienststelle sehen lassen. Im vergangenen Jahr stellten sich 17 der 36 Beamten der Herausforderung ,EPLa" und heimsten dabei drei Mal Gold, sechs Mal Silber und acht Mal Bronze ein.

 




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