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25.06.10 16:33 Uhr

Kein Public Viewing auf dem Marktplatz

Von: Andreas Sichelstiel

Heute geht es los, das Laufer Altstadtfest. Am Marktplatz und in den Gassen ist an diesem Wochenende wieder jede Menge geboten – nur kein „Public Viewing“ während des Deutschlandspiels.

Veranstaltet wird das Fest von der Schönberger Feuerwehr. Sie hat das Musikprogramm auf den beiden Bühnen am Oberen und am Unteren Marktplatz zusammengestellt, vermietet die Standplätze für die Budenbetreiber und kümmert sich um den Ausschank von Getränken.

Die Laufer Kapellen – von der Bigband der Musikfreunde bis zu den „Haberlohern“ – spielen allesamt auf dem Podium II am Unteren Markt, während nebenan, auf dem Podium I, Bands wie die „Chains“ oder „Querbeet“ auftreten. Und richtig gerockt wird natürlich wieder an der Bisping-Bühne mit den Altstadtfest-Veteranen von „Die Union“ am Samstag und „Stereotyp“ am Freitag. Daneben haben einzelne Gasthäuser ihr eigenes Programm auf die Beine gestellt.

So voll das Programm aber auch sein mag, eine Sache wird es diesmal nicht geben: eine Übertragung des WM-Achtelfinales Deutschland gegen England am Sonntagnachmittag auf Großleinwand. „Wir haben uns ganz klar entschieden, das nicht zu machen“, sagt Gerd Griebel von den Veranstaltern. Der Aufwand wäre zu groß, weil die Sicherheitsvorschriften von Stadt und Polizei streng sind. Einzig an der Meinzer-Bühne (Brauerei Dreykorn, Falknerstraße) soll das Match gezeigt werden, auch wenn es den Budenbetreibern freigestellt ist, einen Fernseher mitzubringen. „Da machen wir eine Ausnahme“, so Griebel.

Anders sieht die Situation am Freitagabend aus. Dann nämlich zeigt die evangelische Kirche das Vorrundenspiel Chile gegen Spanien auf einer Leinwand am Kirchplatz – inklusive Vorprogramm, das schon um 18 Uhr beginnt. Aber selbst hier wird es einen Zaun rund um das Areal geben, Rucksackkontrollen und einen Sicherheitsdienst. „Wir wurden sogar aufgefordert, keine Glaskrüge zu verwenden“, berichtet Johannes Höcht vom CVJM, der das „Public Viewing“ mitorganisiert hat. Diese Auflage wurde am Ende zwar fallen gelassen, aber Höcht ist dennoch ziemlich sauer. Die Partie sei ja kein besonders emotionales Spiel für die deutschen Fans, meint er und fragt nach der Verhältnismäßigkeit.

„Ich persönlich werde so etwas wahrscheinlich nie wieder machen“, lautet sein Fazit. „Eigentlich wollten wir nur ehrenamtlich etwas Gutes für das Altstadtfest tun.“
Bei aller Aufregung: Auch ohne die Fußball-Übertragung wird an diesem Wochenende garantiert nach Kräften gefeiert werden – Altstadtfest ist ja schließlich nur einmal im Jahr. Und das lassen sich die Laufer nicht vermiesen.




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