Neue Lauffer Stadtpfeifferey trat beim Neujahrsempfang auf

Neue Band spielt alte Musik

Ungewohnter Anblick und ungewohnte Klänge beim Laufer Neujahrsempfang. Statt der "Jazz Combo" spielte heuer die kürzlich entstandene "Neue Lauffer Stadtpfeifferey" – mit mittelalterlichen Flöten und einer Laute.
Ungewohnter Anblick und ungewohnte Klänge beim Laufer Neujahrsempfang. Statt der "Jazz Combo" spielte heuer die kürzlich entstandene "Neue Lauffer Stadtpfeifferey" – mit mittelalterlichen Flöten und einer Laute. | Foto: Kirchmayer2016/01/Neujahrsempfang-Musiker-2.jpg

LAUF — Am Freitagabend beim Laufer Neujahrsempfang hatten sie ihren ersten Auftritt: Anlässlich des 700. Geburtstags von Kaiser Karl IV., der auch in der Kreisstadt gefeiert wird, musizierten sechs Lehrer der Laufer Musikschule gemeinsam als „Neue Lauffer Stadtpfeifferey“.

Jazz war gestern: Statt der gewohnten Klänge beim Laufer Neujahrsempfang gab es heuer klassische Musik aus dem 14. Jahrhundert zu hören: Zwischen den Reden von Bürgermeister Benedikt Bisping, Landrat Armin Kroder und Ehrengast Markus Söder spielte die „Neue Lauffer Stadtpfeifferey“.

Für die sechs Lehrer der Laufer Musikschule war es in dieser Form eine Premiere. Nach nur wenigen Proben hatten sie unter der Leitung von Michael Kämmle ihren ersten Auftritt.

„Vom Bürgermeister kam der Wunsch, wegen des Geburtstags Kaiser Karls IV. diese mittelalterliche Musik beim Neujahrsempfang zu spielen“, erklärt Kämmle den Hintergrund des ungewöhnlichen Auftritts. Da lag es seitens der Stadt nahe, auf die Lehrer der Laufer Musikschule zuzukommen.

Kämmle, der Spezialist für alte Musik ist und neben seiner Lehrtätigkeit auch als Flötist mit verschiedenen Ensembles auftritt, arrangierte insgesamt vier Stücke aus der Zeit Kaiser Karls IV. (1316–1378), darunter zwei Kompositionen des Franzosen Guillaume de Machaut.

„So authentisch wie möglich“ sei der Auftritt gewesen, sagte Kämmle, so seien beispielsweise die eingesetzten Flöten originalgetreue Nachbauten von Flöten aus dem 14. Jahrhundert.

Gerhard Stegmeier, eigentlich Gitarrist, nahm extra für den Auftritt seine vorher jahrelang beiseite gelegte Laute wieder in die Hand. „Es war ein super Anlass“, so Stegmeier. „Es hat Spaß gemacht, unsere Begeisterung ist groß.“

Weitere Auftritte sollen folgen

Bei dem einen Auftritt wird es nicht bleiben: Am 23. Juli, anlässlich der Langen Laufer Kulturnacht, wird die „Neue Lauffer Stadtpfeifferey“ wieder zu hören sein. Dann sollen neben der Besetzung vom Freitag auch Schüler der Laufer Musikschule in der Johanniskirche auftreten. Kämmle und Stegmeier sind am Freitag aber offenbar auf den Geschmack gekommen: Beide haben jetzt auch weitere Konzerte mit Musik aus dem späten Mittelalter im Sinn.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer