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Kultur HZ
14.08.12 13:39 Uhr
Theaterworkshop für Kinder

Magie auf Schloss Henfenfeld

Von: Johann Dechant

Tolle Kostüme und professionelle Masken machten die Aufführung im Schlosshof unter einem riesigen Regenbogen zum Erlebnis. Foto: J. Dechant
Tolle Kostüme und professionelle Masken machten die Aufführung im Schlosshof unter einem riesigen Regenbogen zum Erlebnis. Foto: J. Dechant

HENFENFELD - Kinder und Jugendliche standen auf der Bühne, wo sonst Klassik geboten wird. Zum Abschluss eines einwöchigen Kinderworkshops wurde „Der Zauberer von Oz“ aufgeführt. Im Hof des Henfenfelder Schlosses fanden sich viele Besucher ein, um das zauberhafte Werk zu sehen.

Ein amerikanisches Märchen bildete den Grundstock für das mittlerweile populäre Musical. Rund 20 Kinder waren an der Henfenfelder Version beteiligt, für die eigens Kathrine Ramseier aus der Schweiz kam. Sie hatte die Gesamtleitung und übernahm die Regie mit Armin Hückl, der auch für das Bühnenbild zuständig war. Die musikalische Leitung lag bei Denette Whitter mit dem E-Piano. Köstliche Kostüme und professionelle Masken machten die Aufführung zu einem besonderen Erlebnis. Unter einem riesigen Regenbogen zeigten die Kinder Gesanges- und Schauspielkunst. Katharina Struck war eine fabelhafte Erzählerin, welche die musikalischen Elemente verband.

Über einer Farm in Kansas zieht ein Sturm auf, deshalb suchen Tante Em (Fabienne Schneider) und Onkel Henry (Philipp Süß) Schutz. Dorothy (in Doppelrolle Anna Komaroff und Lea Sophie Besgen) und ihr Hund Toto (Theo Lindner und Sebastian Endres) werden fortgewirbelt und landen über dem Regenbogen im Zauberland. Ein vorzüglicher Kinderchor stimmte dazu das bekannte Lied an.

Bei der Landung kommt die böse Hexe des Ostens (Sina Drössler und Theresa Ullmann) ums Leben. Es gibt aber auch die gute Hexe Glinda (Amelie Wirth) die Dorothy hilft. Der Tod der Hexe löst bei den Munschkins (Gabriel Lang, Jakob Pillhofer, Antonia und Maximilian Resch, Sabine Wirth) Begeisterung aus, „Ding Dong, die Hex ist tot" erklingt es fröhlich. Doch Dorothy will nach Hause, welches nur der Zauberer von Oz ermöglichen kann. Sie begibt sich mit Toto auf den Weg und trifft als erstes eine Vogelscheuche (Theo Knodt), diese wünscht sich „Hätt ich nur ein bisschen Hirn". Ein besonderer Geselle ist der Blechmann (Jakob Naucke), er begehrt „Hätt ich nur ein bisschen Herz".

Über die gelbe Steinstraße geht es weiter in Richtung Smaragdenstadt. Mit viel Gebrüll kommt ein Löwe (Paul Pillhofer und Anna Zinner) hinzu, doch dessen Gehabe versteckt nur seine Angst, deshalb sein Wunsch „Hätt ich nur ein bisschen Mut".

Als sie den Zauberer von Oz (Philipp Süß) treffen, stellt dieser Dorothy die Bedingung, dass sie auch die Hexe des Ostens (Eva Schötz) töten muss. Turbulent wurde der Angriff der fliegenden Affen in Szene gesetzt, doch am Schluss ist auch diese Hexe tot. Nochmals erklingt das Lied vom Regenbogen, dann ist Dorothy wieder glücklich zu Hause.

Nach einem tosenden Schlussapplaus erläuterte Denette Whitter den Sinn dieses Märchens. Man brauche Hirn, Herz, Mut und eine Heimat für ein glückliches Leben.




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