Chorarbeit in der Höhe
HOHENSTEIN - Der Worzeldorfer Gospelchor hatte bereits zum vierten Mal sein Arbeitswochenende im Langhaus auf der Burg Hohenstein in 634 Metern Höhe bei hochsommerlichen Temperaturen abgehalten. Am Sonntag gab er vor vielen begeisterten Zuhörern - allerdings bei Regen - gut gelaunt ein mit Beifall aufgenommenes Konzert mit traditionellen Gospels, Spirituals, Evergreens der Popmusik und einem fetzigen Rock n Roll.
Schon vor Jahren hatte der aus 23 Sängern(-innen) bestehende Worzeldorfer Gospelchor, geleitet von dem Kolumbianer Gustavo Mendoza - er studierte in den USA und in Deutschland -, seine Liebe zur schönsten Burg Frankens, der fantastischen Akustik der Burgkapelle und zur Familie Georg Maul vom Verschönerungsverein entdeckt. Diesem kamen die Eintrittsgelder für die Renovierung der Burg und Pflege des Burggärtleins zugute.
Seit vielen Jahren versieht Familie Maul diese Aufgaben vorbildlich. Auch dafür gibt die Burg ein besonderes Ambiente: In der kleinen Kapelle taufte am Konzertsonntag Pfarrer Johannes Ziegler einen Täufling aus Algersdorf.
Herrlich ausgewogener Gospelsound geschulter Stimmen erfüllte den Burghof, dynamisch fein differenziert und mit bewegenden Crescendi vorgetragen. Der engagierte Leiter unterstützte an den Bongos den afrikanischen Rhythmus des Spirituals „Der Erlöser liebt uns“. Vom E-Piano begleitet erklangen verinnerlicht „Friede sei mit dir“ und eine berührende Version des „Hallelujah“.
Präziser Sprechgesang faszinierte bei „River Side“ und mit Vorsängern besetzt pries ein religiöser Song die herrlichen Farben Afrikas. Mit ihrem Körper wippend, fröhlichen Gesichtern und klatschend mit rhythmisierten Vokalen beschlossen die Sänger ihr locker gebotenes, mit viel Beifall bedachtes Konzert. Alle freuten sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.


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