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Kultur HZ
31.01.12 16:22 Uhr

Schwungvoll ins neue Jahr

redaktion(at)hersbrucker-zeitung.de

Das Nachwuchsensemble der Stadtmusik unter Agnes Niller kam an. Foto: A. Eichhorn

HOHENSTADT - Zum traditionellen Neujahrskonzert hatten das Akkordeonorchester Hersbruck unter Evelyn Borchard und die Mc Pfeffs unter Cornelius Liebster in den aus allen Nähten platzenden Markgrafensaal eingeladen. Schwungvoll ermöglichte das vielseitige Programm aus Klassik, Musical-Hits, Jazz , Swing und bekannten Evergreens einen guten Start in das noch junge neue Jahr. Einen Farbtupfer setzte die Sängerin Melanie Laile-Goodheart aus Heroldsberg. Auch das Nachwuchs-Orchester der Mc Pfeffs unter der Leitung von Agnes Niller stellte sich überzeugend vor.

Götz Reichel moderierte charmant, geistreich und witzig — diesmal als Märchenerzähler mit Filzpantoffeln im Lehnsessel und als Bauchredner. Das Konzertmotto: „Märchen in der Musik“. Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg begrüßte seinen Kollegen Jörg Fritsch und zahlreiche Stadträte. Er versprach, die neue Dreifachturnhalle als Konzertraum für das nächste Neujahrskonzert zu reservieren. An Götz Reichel übergab er eine Spende.

Das in allen Stimmen vorzüglich besetzte Akkordeonorchester Hersbruck unter seiner dynamischen Leiterin Evelyn Borchard - es begeht am 4. November dieses Jahres sein 60-jähriges Jubiläum - bestach mit der „Farandole“ aus der L Arlésienne Suite Nr. 2 von Georges Bizet durch sein hohes Niveau. Eine einprägsame Melodik, dramatische Akzente und schwingende Lyrik wurden exzellent musiziert. Herausragend das virtuose Spiel der Konzertmeisterin Claudia Krebs.

Mit der „Ouvertüre Furiant“ von Adolf Götz, dem Gründer und langjährigen Leiter des Orchesters, gelang ein schwieriges Werk durch Taktwechsel und Repetitionen (ständiger Fingerwechsel) bei rasantem Tempo in glänzender Technik. Ein toller Gag: Das „Sandpaper Ballett“ von Leroy Anderson (bekannt durch Schreibmaschine, jaulende Katze ... ) sorgte für Erheiterung eines reibenden Sandpapiers und herrlichen Melodien. Fetzige eingeworfene Rhythmen fesselten beim „Chattanooga Choo Choo“. Ein farbiges, klangprächtiges Tongemälde entstand bei „König der Löwen“ von Elton John. Es verzauberte die Zuhörer und ließ den Alltag vergessen. Langanhaltender Beifall.

Nach einer Erfrischungen bietenden Pause erfreute das Nachwuchsensemble der Stadtmusik Hersbruck unter Agnes Niller mit Leistungen, die zu guten Hoffnungen berechtigen. So hörte man Mozarts „Kleine Nachtmusik“, einen „Can Can“, Popmusik von Robbie Williams, die schwedische Band Abba und Rolling Stones. „Oh happy day“ gelang mit Verstärkung erfahrener Bläser.

Das aus 35 Bläsern(-innen) aller Altersstufen bestehende Jugendorchester „Mc Pfeffs & Co“ unter seinem engagierten Leiter Cornelius Liebster bot mit neuen modernen Titeln einen Ohrenschmaus an fetzigen, jazzig-swingenden Klängen im vollen Bläsersound, so bei „Music from Jurassic Park“ von John Williams. Bei Andres Lloyd Webbers Musical „Joseph“ schwelgte man in bezaubernden Melodien, flotten Rhythmen und einer hellen Trompetenbrillanz mit Soundtrack. Orientalische Klänge geheimnisvoll bei „Aladdin“ und exotisch untertauchend in der Tiefsee , beides von Alan Menken.

Harte präzise Bläsersynkopen in „Birdland“ ließen das vielseitige Repertoire erkennen. Ein Highlight: Unvergleichlich berührend - an Weihnachten erinnernd - eine Premiere von Karel Svoboda (er schrieb das Lied der Biene Maya) mit der Sängerin Melanie Laile-Goodheart, die mit samtiger Stimme „Küss mich, halt mich, lieb mich“ das Publikum in eine Märchenwelt verzauberte. Mit drive and feeling gestaltete die Sängerin „They can t take“ des Jazzkomponisten George Gershwin von swingenden Bläsern begleitet. Beide Orchester - mit zwei Dirigenten - beendeten mit „Happy Music“ von James Last das mit Riesenapplaus bedachte Konzert.

Blumen für Evelyn Borchard, Melanie Laile-Goodheart und Agnes Niller; eine Mundharmonika für Götz Reichel und Cornelius Liebster erhielt die Vorschläge für den Altensittenbacher Kreisel: Stöpsel, Ente und Schwimmreifen.

Alfred Eichhorn




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