Schick und billig auf Kosten anderer

Hersbrucker Lichtspielfreunde zeigen kritischen Film „The True Cost“

Pralle Einkaufstüten sind nicht alles. Das provokative Filmplakat regt zum Nachdenken an, der Film „True cost“ erst recht.
Pralle Einkaufstüten sind nicht alles. Das provokative Filmplakat regt zum Nachdenken an, der Film „True cost“ erst recht.2016/03/7042813.jpg

HERSBRUCK – Die Lichtspielfreunde im Hersbrucker City Kino thematisieren die Ausbeutung von Fabrikarbeitern in fernen Ländern für Modebekleidung in Europa. Kommende Woche, am 10 und 11. März, zeigen sie den kritischen Film „The True Cost — der Preis der Mode“.

Todschicke Kleidung für alle. Doch zu welchem Preis? Im schlimmsten Fall bezahlen die Arbeiter den Preis mit ihrem Leben: wie vor einigen Jahren, als die einstürzende Halle einer Textilfabrik Hunderte von ausgebeuteten Arbeitskräften unter sich begrub.  Der Film „The True Cost“ zeigt: Egal, ob Markenhersteller oder Discounter Textilien herstellen lassen: Wer am billigsten, und damit unter Umgehung von Arbeits- und Menschenrechten produziert, bekommt den Zuschlag.

Unter gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen, ohne Rücksichtnahme auf die Umwelt, arbeiten die Menschen in den „Billiglohnländern“ für einen Lohn, der oft nicht einmal ausreicht, die nötigsten Kosten der Existenzsicherung zu decken. Aber auch sogenannten „fairen Unternehmen“ könne man nicht trauen, sie täuschen oft geschickt die Öffentlichkeit.

Der Film „The True Cost“ — „Der Preis der Mode“ , zu sehen am Donnerstag 10. März, und Freitag, 11. März, jeweils um 19.30 Uhr im City-Kino Hersbruck, beleuchtet schonungslos die Zusammenhänge bei der globalen Textilproduktion.
Neben dem Appell, unser Einkaufsverhalten kritisch zu prüfen, entwickelt er auch Ansätze, wie in den Produktionsländern vor Ort vorgegangen werden müsste, um zum Beispiel in den Fabriken menschliche Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Die Lichtspielfreunde im City-Kino (kurz „LiCK“) und die Fairetrade-Organisation der Stadt Hersbruck laden in Zusammenarbeit zu diesem Film ein. Der Eintritt kostet sieben Euro; für jugendliche Kinobesucher unter 18 Jahren gibt es eine Überraschung.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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