Akkordeonorchester und Nachwuchs präsentierten sich

Gleich zwei Neujahrskonzerte der Hersbrucker Stadtmusik

Die „Mc Pfeffs“ erhielten viel Applaus für ihre Big-Band-Arrangements.
Die „Mc Pfeffs“ erhielten viel Applaus für ihre Big-Band-Arrangements.2016/02/6982145.jpg

HOHENSTADT/HERSBRUCK – Gleich zwei Konzerte spielte die Stadtmusik Hersbruck am Wochenende im Hohenstädter Markgrafensaal: am Samstagabend mit dem Akkordeonorchester und am Sonntagnachmittag als Bühne für den eigenen Nachwuchs. Es ging quer durch die Musikgeschichte.

Am Samstagabend eröffnete das Akkordeonorchester unter der Leitung von Evelyn Borchard den musikalischen Reigen mit Melodien aus der Welt der Oper (Die schöne Galathée) und einigen der von Robbie Williams neu aufgelegten Swing-Klassiker. Unterstützt von Bass, Schlagzeug und Percussion erreichte die Gruppe eine großartige Klangfülle, die das Publikum im Markgrafensaal gleich mitswingen ließ. Mit weiterem Schwung übernahmen dann nach der Pause die „Mc Pfeffs“, das Nachwuchsorchester der Stadtkapelle, das Regiment. Auch sie setzten unter der Leitung von Cornelius Liebster auf bekannte und beliebte Swing-Arrangements — von Glenn Miller, Bert Kämpfert und Herb Alpert. Mit 40 Musikern auf der Bühne brachte das Ensemble eine wahre Big-Band-Atmosphäre nach Hohenstadt und im rasanten abschließenden Set mit Songs von „Tuxedo Junction“ bis „In the Mood“ gerieten nicht nur die Musiker ins Schwitzen. Die (Atem-)Pausen überbrückte informativ und unterhaltsam Moderator Götz Reichel. Er gab Einblicke in die Musikgeschichte und hatte witzige Anekdoten parat.

Das Konzert am Sonntagnachmittag stand ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung. Eröffnet wurde das Programm von der Stadtkapelle Hersbruck unter der Leitung von Felix Krampf mit dem Florentiner Marsch und schmissigen Werken aus der Volksmusik, unter anderem von Norbert Gälle und dem König der Blasmusik, Ernst Mosch.

Die nächste Gruppe bildeten die jüngsten Musiktalente der Stadtmusik: die Bläserklasse der Grete-Schickedanz-Grundschule. Mit Harry Belafontes „Banana Boat Song“ und dem Spiritual „Ezekiel saw the wheel“ eroberten die Kinder unter der Leitung von Philipp Wild die Herzen des Publikums im Sturm. Die Bläserklasse ist eine Kooperation der Stadtmusik mit der Grundschule. Die Kinder spielen erst seit etwa einem Jahr und haben in dieser kurzen Zeit bereits eine verblüffende Konzertreife erlangt. Darauf ist auch Schulleiterin Ruth Schneider sehr stolz.

Zum Beweis, dass sich die Nachwuchsförderung auszahlt spielte nach der Pause das Vororchester eine Auswahl von Werken von Beethoven und Tschaikowskij und das beliebte Lied von der Küchenschabe „La Cucaracha“. Letzteres war ursprünglich, wie bei dem Konzert zu erfahren war, ein wenig schmeichelhaftes Spottlied auf den mexikanischen General Huerta. In das Vororchester wechseln die Kinder nach der Bläserklasse der Grundschule. Die beiden Kindergruppen waren die Künstler der Herzen und wurden sogar mit Standing Ovations verabschiedet. Mit dem Swing-Repertoire des Vorabends beschlossen dann die „Mc Pfeffs“ das Programm. Dies natürlich nicht ohne Zugabe.

Neben der hohen Professionalität und Qualität der Darbietungen trug bei beiden Konzerten die unübersehbare Freude der großen und kleinen Musiker am Musizieren und deren Verbundenheit mit ihrem jeweiligen Instrument maßgeblich zum Gelingen bei. Ein Funke, der auf das Publikum übersprang.

Susanne Baderschneider

N-Land Hersbrucker Zeitung
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