„Best of Rock & Pop“ begeisterte in der Reichswaldhalle

Cooler Chor mit Gänsehaut-Solisten

Der Kinder- und Jugendchor der Städtischen Musikschule Altdorf begeisterte mit „Best of Rock & Pop“.
Der Kinder- und Jugendchor der Städtischen Musikschule Altdorf begeisterte mit „Best of Rock & Pop“.2016/03/db-dannich2.jpg

ALTDORF/FEUCHT – 150 Kinder und Jugendliche, darunter 35 Solisten – das ist weit mehr als nur die Bilanz des „Best of Rock & Pop“-Konzertes des Kinder- und Jugendchores der Städtischen Musikschule Altdorf. Gemeinsam mit Klaus Liederer, dem Leiter der Musikschule, zeichnete Chorchef Roland Dannich damit auch in diesem Jahr für beste musikalische Unterhaltung verantwortlich, die von den hoch motivierten und beeindruckend talentierten jungen Chormitgliedern getragen wurde.

Die Freunde der Musikschule Altdorf hatten an diesem Abend in die Feuchter Reichswaldhalle geladen, in der nahezu kein freier Platz mehr zu finden war. Katharina Preu und Yolanda Scheske begrüßten unter den Ehrengästen auch Gerhard Steuer, der in Personalunion als 3. Bürgermeister des Marktes Feucht und Vertreter von Landrat Armin Kroder auftrat. Groß war die Freude, als Steuer im Auftrag des Landkreischefs einen Scheck zugunsten der Musikschule Altdorf übergab.

„Best of Rock & Pop“ besticht auch in diesem Jahr mit einer großen Auswahl von Songs, bei denen der Funke auf ein begeistertes Publikum überspringt, das damit auch die Tatsache würdigt, dass keines der Lieder ursprünglich für einen Chor geschrieben wurde. Wie gut es klingt, wenn das für Musiker kein Problem sondern eine Herausforderung ist, lässt schon der erste Song „Payphone“ erahnen, der mit dem Teen Choice Award für den besten Trennungssong ausgezeichnet wurde, wie das Moderatorinnen-Duo mit einem Lächeln erzählt.

Sehr ausgewogen ist sie, die Mischung aus deutschen und englischen Songs, die von „Towards the sun“ von Rihanna bis hin zu „Alles brennt“ von Johannes Oerding reichen. Preu und Scheske würzen diese Lieder mit ihrer jugendlich-unbekümmerten Moderation. Der Abend lebt von ganz viel Gefühl, weil so viele Familienmitglieder ihre Kinder oder Enkel auf der Bühne bewundern, und das zu Recht. Richtig schön ist dabei, dass auch Zeit bleibt, um den Opa zweier kleiner Sänger, der an diesem Tag seinen Geburtstag feiert, als Überraschung musikalisch hochleben zu lassen.

Es gibt vieles, was „Best of Rock & Pop“ so besonders macht: Die Kinder, die auch nach der ersten Stunde des Konzertes hochkonzentriert auf der Bühne stehen und sich im Takt der Musik bewegen, die Instrumentalisten, die gemeinsam mit Klaus Liederer am Keyboard für den hör- und fühlbar richtigen Sound sorgen, und nicht zuletzt auch die Solisten, die den Mut haben, ganz allein vor großem Publikum ihre Stimme zu erheben. Und dann darf der Zuhörer staunen über cool vorgetragenen Rap, der ganz und gar keinen deutschen Akzent vermuten lässt, und harmonisch aufeinander abgestimmte Gänsehautsoli. „Best of Rock & Pop“ macht da weiter, wo die vermeintlich Erwachsenen irgendwann aufgehört haben: Kleine Pannen werden mit einem Lächeln kommentiert, die Musik um ihrer selbst willen gefühlt und interpretiert. Ein so schöner wie berührender Konzertabend, an dem „Shake it off“ von Taylor Swift wie eine fröhliche und junge Aufforderung an das Publikum klingt, die alltäglichen Probleme doch einfach abzuschütteln. Eine gute Idee – genauso wie „Best of Rock & Pop 2017“ mit einem kleinen Blick auf die Jahreszahl und großer Vorfreude.Susanne Voss

Der Kinder- und Jugendchor der Städtischen Musikschule Altdorf begeisterte mit „Best of Rock & Pop“.
Auch als Interpreten wahre Hingucker: Chorleiter Roland Dannich (l.) und Musikschulleiter Klaus Liederer. | Foto: Voss2016/03/db-dannich1.jpg
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