„Es geröllt noch nicht genug!“

Band „Party Geröllheimer“ tritt am Samstag im „…na und!“ auf

Entstanden ist die Idee, die Band „Party Geröllheimer“ zu gründen, auf einer Jugendchor-Reise im Jahr 2012. Ungewöhnlich und überraschend sind die Texte der sechs Bandmitglieder. Foto: oh
Entstanden ist die Idee, die Band „Party Geröllheimer“ zu gründen, auf einer Jugendchor-Reise im Jahr 2012. Ungewöhnlich und überraschend sind die Texte der sechs Bandmitglieder. Foto: oh2016/02/7012252.jpg

HERSBRUCK – Sinnlose Texte mit anspruchsvoller Musik – so ließe sich das, was diese Band macht, am besten beschreiben. Das Ganze garniert mit einer bunten Kleidung, die so manches Faschingsoutfit verblassen lässt, und heraus kommt: „Party Geröllheimer“. Am Samstag, 20. Februar, um 20.30 Uhr tritt sie live und mit viel abgefahrener Musik in der Bahnhofskneipe „…na und!“ in Hersbruck auf.

Wir versuchen immer, so blöd wie möglich auszusehen“, verrät Sänger und Gitarrist Marcus Seitz augenzwinkernd. Auf die Frage „warum“, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Um das Publikum negativ zu reizen“. Reizen und überraschen wollen die sechs Bandmitglieder sehr offenkundig; auf dem aktuellen Album „This day will be the one to complain“ kommt ab dem siebten Lied – nur oberflächlich reingehört – nichts.

Doch der Geduldige hört zum Beispiel bei Lied Nummer acht nach 1:59 Minuten ein kurzes Hundegebell oder beim Lied Nummer elf bei 1:44 Minuten eine Türglocke. Selbst geschriebene Texte wie „I kicked a guppy and I like it“ (ich habe einen kleinen Fisch getreten und fand das klasse) oder die Verbindung von einer Bratpfanne, Kermit am Strand und Papierkram in einem anderen Song sind bewusst sinnfrei.

Die Inhalte mögen blöd sein – oder seltsam, unverständlich, provokant –, doch die Musik ist den Bandmitgliedern durchaus wichtig. Dass es allerdings auch hier unvorhergesehene Wendungen gibt, ist bei „Party Geröllheimer“ schon wieder fast zu erwarten. So kommt nach einem melodiösen Anfang mitten im Lied gerne mal eine Passage, die den Zuhörer „wachrüttelt“. Kein Wunder, dass eine häufig getroffene Aussage bei Bandproben „Der Song geröllt noch nicht genug“ lautet. Auf Deutsch: Das Lied ist noch nicht ausgeflippt genug.

Wer auf musikalische Tornados steht, sollte sich dieses Konzert nicht entgehen lassen. Um 20.30 Uhr geht es am morgigen Samstag im „…na und!“ los.
Der Eintritt ist wie immer frei, die Band spielt gegen „Hut“ – gegen freiwillige Beiträge, die in der Pause in einem Hut gesammelt werden und ausschließlich an „Party Geröllheimer“ gehen.

N-Land Stefanie Camin
Stefanie Camin
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