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03.11.11 17:22 Uhr

Warten wie der Wind weht

lokales(at)hersbrucker-zeitung.de

REICHENSCHWAND (gz) - Weht der Wind für die Hewa? Ein halbes Jahr lang wird jetzt oberhalb von Leuzenberg am Seeanger gemessen und gerechnet. Wenn es gut geht, bezieht das Hersbrucker Energieunternehmen in wenigen Jahren die Hälfte seines Strombedarfs aus heimischem Wind. Und die Bürger verdienen dabei mit.

Das ist jedenfalls die Vision des neuen Hewa-Chefs Harald Kiesel, aber auch der Bürgermeister Bruno Schmidt und Robert Ilg aus Reichenschwand und Hersbruck. Die Standorte am Seeanger auf 550 Metern Höhe oder bei Großviehberg auf 500 Metern kommen für insgesamt drei Drei-Megawatt-Wind räder in Frage. Die könnten 18 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern — die Hälfte dessen, was die Hewa in Hersbruck verkauft und dreimal so viel, wie Reichenschwand braucht.

Sieht man das bisher wohlwollende Interesse der Bürger bei Informationsveranstaltungen in Reichenschwand, Hersbruck und Kleedorf (Alfalter folgt am 30. November) und den blitzschnellen Verkauf von Hewa-Photovoltaikanlagen entlang des neuen Lärmschutzwalls an der Bahn in Altensittenbach, dann ist Kiesel um die Finanzierung der drei Windräder (bis zu 15 Mio. Euro) nicht bange. Bruno Schmidt: „Gerade jetzt sehen das viele Bürger als gute Geldanlage.“

Aber frühestens in einem halben Jahr kann die beauftragte Firma BBB Umwelttechnik (www.bbb-umwelt.com) verlässlich sagen, wie der Wind auf den Reichenschwander oder Hersbrucker Hügeln weht. Oberhalb von Leuzenberg misst ein Laserstrahl bis in 200 Meter Höhe. Die Ergebnisse werden mit langjährigen Daten des Nürnberger Flughafens verglichen, um zu entscheiden, ob die Windstärken typisch waren. Nötigenfalls wird die Messung verlängert. Auf Großviehberg übertragen die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse ohne Messung vor Ort.

Beim gestrigen ruhigen Herbstwetter war BBB-Geschäftsführer Klaus Bergmann mit dem Wind sehr zufrieden. Etwa 10 Meter pro Sekunde war der auf 80 Metern Höhe stark. Ab 12 Meter pro Sekunde in Nabenhöhe des Windrades (auf etwa 120 Metern) liefe das Kraftwerk mit Volllast. Aber für wirkliche Aussagen ist es viel zu früh. Banken und Geldgeber, so versichert Hewa-Chef Harald Kiesel, würden sich auch nur mit einem fundierten wissenschaftlichen Gutachten zufrieden geben. Die bei Reichenschwand ermittelten Daten könnten allerdings auch für andere Standorte in einer Nähe bis zu 15 Kilometern interessant sein. Die Kosten der Messung von 60.000 Euro teilen sich Hewa und die Gemeinde Reichenschwand.

Die Entscheidung, ob die Windräder dann auf Reichenschwander oder Hersbrucker Gebiet gebaut werden, will man nach Vorlage der Messergebnisse nächstes Jahr gemeinsam treffen. In jedem Fall soll die Hewa und kein auswärtiger Investor das Projekt führen, die Bürger sollen Anteile zeichnen können. Ilg und Schmidt sind sich sicher, nach dem Ausstieg aus der Atomenergie auf dem richtigen Weg zu sein. Auf den Freistaat, der anders als andere Bundesländer beim Modell der bürgerschaftlichen Energieanlagen bisher keine Hilfestellung leiste, wollen die beiden nicht warten.




Kommentare

Heu Schreck, Sukkur, 04.02.2012 23:13:
Oh, ich sein gerade aus in Sukkur, Pakistan, wonderful coutry... Gerade ich habe gelesen von die hübsche Windräder in town Hersbruck. I am very interested in Windkraft und wurde mich so lovely beteiligen an die Kapital, was notwendig wurde. Momentan mit Atomkrat in Pakistan Problem cause of the Americans... So ich bin happy, wenn Hersbruck beutiful landscape mit diese Dinger aufhübscht. Please meldet euch bei mir, so wir können reden über die Geld.
claus gieschen, pommelsbrunn, 21.11.2011 10:26:
lese aus dem ausland gerade die planung windräder hersbruck u.reichenschwand.
würde mich gerne an geplanten anteileverkäufen beteiligen.
ich bitte deshalb um weiterleitung an die hewa.
zu erreichen bin ich per e-mail.
in deutschland bin ich wieder ab mitte april.
vielen dank
Michel Müller, Hersbruck, 04.11.2011 17:20:
...oh, der Wind wird wehen. Und wie!

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