Vom Pech verfolgt

HERSBRUCK (kp) — Die Handballdamen des HC Hersbruck haben das Siegen verlernt. Gegen Schlusslicht VfB Forchheim kassierten die „Mädels“ von Trainerin Heike Wagner mit 16:18 die fünfte Niederlage hintereinander - trotz einer erneut erstklassigen Vorstellung von Torhüterin Vanessa Heil.
Die vielen spektakulären Paraden der hoch aufgeschossenen HC-Keeperin animierten die zahlreichen Zuschauer im Sportzentrum wiederholt zu spontanem Applaus. Ob allein auf sie zulaufende Außen oder frei gespielte Kreisläuferinnen - Vanessa Heil trieb die Forchheimerinnen vor allem in der ersten Hälfte schier zur Verzweiflung. Die Gäste kombinierten vor der zu diesem Zeitpunkt noch recht gut stehenden HC-Deckung recht ansehnlich, doch als sie auch aus bester Position einfach keinen Weg an der Hersbrucker Schlussfrau vorbei fanden, unterliefen ihnen mehr und mehr Abspielfehler.
Die nutzten die Wagner-Schützlinge, um ihrerseits schnelle Gegenstöße zu laufen oder gefällige Angriffe zu inszenieren - bis die Gäste nach der zwischenzeitlichen 6:3-Führung des HC ihre offensive 5:1-Deckung auf eine wesentlich defensivere 6:0-Formation umstellten. Nun taten sich auch die Hersbruckerinnen etwas schwerer, hielten vor allem dank ihrer mit acht Treffern erfolgreichsten Werferin Lisa Wagner bis zur Pause aber ihren Drei-Tore-Vorsprung (11:8).
Wieder aus der Kabine, fanden die HC-Mädels allerdings nicht mehr so richtig ins Spiel. Im Angriff lief nun nur noch wenig zusammen und auch die Abwehr wurde immer löchriger - insbesondere die Forchheimer Kreisläuferin profitierte nun von Absprachefehlern des Mittelblocks. Nach dem zwischenzeitlichen 13:13-Ausgleich zogen die Gastgeberinnen noch einmal mit einer Energieleistung auf 16:13 davon, dann schlug das Verletzungspech gnadenlos zu.
Mit Nina Bruckner, Melanie Schlerf (Bänder) und Helen Schmidt (Fuß) fielen innerhalb kurzer Zeit gleich drei HC-Damen aus. Als fünf Minuten vor Schluss auch ihre angeschlagen in die Partie gegangene und nun völlig ausgepumpte Tochter Lisa passen musste, hatte Trainerin Heike Wagner nur noch eine gesunde Wechselspielerin neben sich auf der Bank sitzen.
Derart geschwächt, gelang Hersbruck in den letzten elf Minuten kein einziger Treffer mehr, während die Forchheimerinnen eine an sich schon verlorene Partie noch drehten und mit 18:16 ihren ersten Saisonsieg feierten. „Der Klassenerhalt wird jetzt ein hartes Stück Arbeit“, gibt sich Heike Wagner vor den fünf noch ausstehenden Begegnungen keinen Illusionen hin. Zumal die drei Verletzten wohl mehrere Wochen ausfallen werden...
HC Hersbruck: Heil, Ottmann; Schlerf, Le. Endner (2), Geyer, Kohl, Bruckner (1), J. Kalb (1), A. Müller (2/2), Schmidt (1), Loos, C. Wagner (1), L. Wagner (8).




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