RSS-FeedsAnzeigenIhre ZeitungGemeindenKontaktImpressumSitemap
Lokales HZ
17.08.12 16:19 Uhr
Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

Ritterschlag für „Burgherrn“

Von: Elke Bodendörfer

Für ihren unermüdlichen Einsatz um Burg Hohenstein wurden Gertraud und Georg Maul mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Mit den beiden freuten sich Bürgermeister Peter Stief (links) und Landrat Armin Kroder.
Für ihren unermüdlichen Einsatz um Burg Hohenstein wurden Gertraud und Georg Maul mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Mit den beiden freuten sich Bürgermeister Peter Stief (links) und Landrat Armin Kroder.

KIRCHENSITTENBACH — Sie gilt als von Weitem sichtbares Wahrzeichen der Hersbrucker Alb und thront mächtig über dem Sittenbachtal, die Burg Hohenstein. Dass sie heute nach rund 1000 Jahren noch in ihrer Pracht auf dem Felsen steht, ist vor allem dem Hohensteiner Ehepaar Gertraud und Georg Maul zu verdanken, die für ihren unermüdlichen Einsatz zum Erhalt der Anlage mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für besondere Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet wurden.

In einer kleinen Feierstunde, der der Gemeinderat und die Verwaltung der Gemeinde Kirchensittenbach beiwohnten, überreichte Landrat Armin Kroder dem Ehepaar Anstecknadeln und die von Horst Seehofer unterzeichnete Urkunde. In seiner Laudatio betonte der Landkreis-Chef, dass die Welt ohne die vielen Ehrenamtlichen ganz anders aussehen würde. Vieles wäre einfach nicht machbar oder komme dem Steuerzahler teuer zu stehen.

Dies hat wohl auch der Wahl-Hohensteiner Günther Hager erkannt, als er vorschlug, dass Gertraud und Georg Maul einmal öffentlich der Dank ausgesprochen werden sollte für ihre unzähligen Stunden der Arbeit, die sie in den Verschönerungsverein Hohenstein und damit letztendlich in die Burganlage stecken.

Gertraud Maul ist in Hohenstein geboren, sie lebte in ihrer Kindheit sogar einige Jahre im zum Burgensemble gehörenden „Langen Haus“. Für sie ist es selbstverständlich, dass das Wahrzeichen ihrer Heimat erhalten bleiben muss. Seit 1992 ist sie Mitglied und Schriftführerin des Verschönerungsvereins, der sich schon seit über 100 Jahren für die Burg einsetzt. Gertraud Maul erledigt den gesamten Schriftverkehr, darunter vor allem auch komplizierte Dinge wie Förderanträge stellen und den Kontakt mit Denkmalbehörden und anderen wichtigen Ämtern halten. „Das ist manchmal ein ganz schöner Papierkrieg“, sagt sie, „der mich etwa vier Vormittage pro Woche beschäftigt.“

Aber nicht nur sie. Seit ihr Mann Georg Maul 1999 zum Vorsitzenden des Verschönerungsvereins gewählt wurde, gleicht die Arbeit der Mauls schon fast einem Vollzeitjob. Dem Verschönerungsverein gehört mittlerweile die gesamte Burganlage und so ist er auch in der Pflicht, wenn es um deren Erhalt geht. Die größte Herausforderung war die Burgsanierung, die durch den Einsturz der Südmauer des Palas im Februar 2000 eine dramatische Beschleunigung erfuhr. „Da gab es so manche schlaflose Nacht.“ Bis 2008 dauerten die Sanierungsmaßnahmen an, rund eine Millionen Euro wurden dafür ausgegeben. Nur der Hartnäckigkeit der Mauls in Zusammenarbeit mit den Behörden ist es zu verdanken, dass dieses Millionenprojekt gestemmt werden konnte.

Darüber hinaus ist es dem Ehepaar Maul zu verdanken, dass die Burganlage wieder öffentlich zugänglich ist, dass dort Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen und Konzerte stattfinden können in einem schönen Ambiente mit Blumenschmuck, den Gertraud und Georg Maul aus ihrer eigenen Tasche bezahlen. Das I-Tüpfelchen bildet seit einigen Jahren das von ihnen angelegte informative Burggärtlein, das mit vielerlei Kräutern bestückt und beschildert wurde.

„Dem unermüdlichen aktiven Vorantreiben der Eheleute Maul ist es zu verdanken, dass sich der Zustand der Burg in der heutigen Form präsentieren kann und weiterhin als Wahrzeichen im Landkreis Nürnberger Land für die Öffentlichkeit zugänglich ist“, betonte Landrat Armin Kroder und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Arbeit des Ehepaars Vorbildcharakter für nachfolgende Generationen haben möge.

Schließlich geht die Arbeit auf der Burg nie aus. An der Kapelle sind schon wieder dringend Sanierungsarbeiten fällig und das „Lange Haus“ soll mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf geweckt und wieder nutzbar gemacht werden. Gertraud Maul schreibt schon fleißig Förderanträge. Im nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen.




Kommentare

Keine Anmerkungen

Anmerkung hinzufügen

* - Pflichtangabe

Hinweis: Hinweis: Die Redaktionen behalten sich vor, Kommentare auch als Leserbriefe in den drei Heimatzeitungen zu veröffentlichen. Beleidigende oder anstößige Kommentare werden gelöscht. (Anm. d. Redaktion).

*
*


*
*


twitter Stream

Wirtschaftsbeilage
NAchrichten aus Nürnberg & Franken
LOGO N-land.de Logo

Link zur Startseite Der Bote Link zur Startseite Pegnitz-Zeitung Link zur Startseite Hersbrucker Zeitung Link zur Homepage N-land.de