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Lokales HZ
14.08.12 16:54 Uhr
Sommerserie (4) auf Usedom

Wo Tourismus und Natur noch harmonieren

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Dieter Striegler genießt die Abendsonne am Strand von Koserow (oben). Foto: Striegler
Dieter Striegler genießt die Abendsonne am Strand von Koserow (oben). Foto: Striegler

Sommer in Deutschland: Man freut sich auf einen sonnigen Urlaub und Entspannung, bekommt aber nur einen lauen „Mischmasch“ aus Wolken, Regen und kurzen Sonnenabschnitten geboten. Die HZ-Sommerserie stellt mittwochs und samstags bis Ferienende (sonnige) Alternativen vor. Da sollte man sich vielleicht überlegen, es dem Hersbrucker Ehepaar Striegler gleichzutun. Die zwei urlaubslustigen Rentner besuchten im Juni die Ostseeinsel Usedom, den sonnigsten Ort Deutschlands.

HERSBRUCK/USEDOM (ph) - Nirgendwo in der Bundesrepublik wird man mehr Sonne finden als auf Usedom. Denn die Insel hat einen geographischen Vorteil: Die feuchte Atlantikluft kann sich auf dem Weg Richtung Osten ausregnen und kommt trocken und mild über Usedom an. Perfekt, um dort seinen Sommerurlaub zu verbringen!

Genau das dachten sich auch Dieter und Erna Striegler, als sie in ihr Auto stiegen und sich auf den knapp 650 Kilometer langen Weg zu ihrem Urlaubsziel machten. Fast angekommen, mussten sie zunächst die Brücke in Wolgast, die Usedom mit dem Festland verbindet, überqueren. Die Zugbrücke ist nur zu bestimmten Zeiten befahrbar, da im Peenestrom ein reger Schiffsverkehr herrscht und sie deshalb regelmäßig nach oben gezogen werden muss.

Im Ort Zinnowitz, im Norden der Insel, bezog das Ehepaar ein Zimmer im Hotel Baltic, das die beiden mit seinem reichhaltigen Frühstücksbuffet begeisterte. Dieter Striegler sind vor allem die verschiedenen Obstsorten und die leckeren Heringssalate in Erinnerung geblieben. Einen besonderen kulinarischen Eindruck hinterließ aber auch der stets gut besuchte Pommersche Hof im Nachbarort Trassenheide, in dem sich das Gespann abends leckere Fischgerichte schmecken ließ.

Während sie die Köstlichkeiten der norddeutschen Küche immer wieder in die vielen Restaurants zog, zerrte sie die einmalige Schönheit der Insellandschaft auf die Fahrräder. Mit diesen ging es dann auf ausgedehnte Erkundungstouren. Dabei kamen sie sogar bis nach Swinemünde (polnisch Swinoujscie), das östlich, im polnischen Teil der Insel liegt. Die Grenze besteht hier nur aus zwei Markierungspfosten. Wer also einen kleinen Abstecher nach Polen machen möchte, kann dies ohne Schwierigkeiten tun.

Auf teilweise neu angelegten Radwegen überquerten die Strieglers die komplette Insel. Sie fuhren die Strandpromenaden entlang, wobei sie den freien Ausblick auf die blaue, unendlich wirkende Ostsee und die frische Meeresluft genossen. Nachdem sie die Sanddünen hinter sich gelassen hatten, führte sie ihr Weg hinein in die erholsame Stille der unberührt wirkenden Wälder Usedoms. Das einzige, was sie hier hörten, war friedliches Vogelgezwitscher. In Krummin versetzte sie eine drei Kilometer lange Allee mit durch Sonne und Baumwipfel verursachten Schattenspielen ins Staunen: „Wunderschön“, schwärmen beide. Auf der Halbinsel Gnitz ließen sie dann die Räder stehen und wanderten schnurstracks auf den „Weißen Berg“. Von dort aus hatten sie einen fabelhaften Ausblick auf das Krumminer Umland.

Doch nicht nur das gute Essen und die unvergleichlichen Naturerfahrungen begeisterten die Hersbrucker. Die reetgedeckten Häuserdächer und die berühmten Seebrücken Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, die weit in das Meer hineinragen, erinnerten die Hersbrucker daran, ein wenig in einer anderen Welt zu sein - in einer Welt, in der das Leben am und mit dem Meer das Dasein der dort heimischen Menschen bestimmt. Doch wer als Landratte vorhat, sich dem rauen Leben an der See anzupassen und badefreudig in das kühle Nass springen möchte, der sei gewarnt: „Das Wasser hatte im Juni nur 16 Grad“, gibt das Ehepaar zu bedenken.

Nach einer Woche war der Urlaub dann auch schon viel zu schnell vorbei. Trotzdem traten sie erholt und mit den wunderbaren Eindrücken, die sie auf Usedom sammeln konnten, ihren Heimweg an. Sie hätten zwar noch die Möglichkeit gehabt, der Insel Rügen einen kleinen Besuch per Schiff abzustatten, verschoben diesen Ausflug aber: „Das machen wir aber dann im nächsten Jahr“, lacht Erna Striegler.

Weitere Impressionen von Usedom in der Bildergalerie auf www.n-land.de/bilder

In der nächsten Folge geht es mit dem Ehepaar Pitsch nach Skandinavien.




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