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Lokales HZ
03.02.12 18:22 Uhr

Irgendwas mit Grafik?

lokales(at)hersbrucker-zeitung.de

Es gibt ab Herbst ein neues Bildungsangebot im Landkreis, das Schüler mit Mittlerem Schulabschluss interessieren dürfte: Die Montessori-Fachoberschule in Lauf (Monte-FOS) startet einen neuen Zweig für Gestaltung - an dem unter anderem der Kirchensittenbacher Bildhauer und Vorsitzende des Hersbrucker Kunstmuseums-Vereins, Uli Olpp, unterrichten wird. Wohin führt dieser Bildungsweg? Zu vielen Zielen, verspricht der Künstler.

Die Monte-FOS für Sozialwesen und Wirtschaft gibt es im vierten Jahr mit steigenden Schülerzahlen. Jetzt kommt die neue Fachrichtung Gestaltung hinzu. Warum?

Uli Olpp: Wir leben in einer visuell bestimmten Welt. Egal ob ich später Künstler, Medien-Designerin, Techniker oder Sozialpädagogin, werde: Es wird immer wichtiger, Zusammenhänge optisch professionell darstellen zu können, einen Sachverhalt oder eine Aussage genau zu erfassen und als Vision darlegen zu können. Der Gestaltungszweig zum Fachabitur (zwei Jahre) oder mit einer zweiten Fremdsprache zum Vollabitur (drei Jahre) ist daher nicht nur etwas für Jugendliche, die schon ganz klar wissen, dass sie Grafiker, Künstler oder Webseiten-Gestalter werden wollen. Gestaltung betrifft alle Lebensbereiche.

Was ist der Unterschied zu anderen Fachoberschulen?

Andernorts wie in Nürnberg wird Gestaltung nur von ausgebildeten Lehrkräften, also Pädagogen gelehrt. Bei uns sind in allen Fachbereichen Praktiker und Selbstständige mit dabei. Das macht den Unterricht lebensnaher und führt die Schüler leichter zu möglichen Berufsfeldern. Außerdem beziehen wir im Herbst in Lauf einen kompletten Neubau mit Blick auf die Bitterbachschlucht. Und es wird eine kleine Klasse sein.

Wer kann auf diese Fachoberschule wechseln?

Jeder und jede mit einem mittleren Schulabschluss, ob über eine abgeschlossene Lehre, über den M-Zweig der Hauptschule, über die abgeschlossene Realschule oder die bestandene 10. Klasse im Gymnasium.

Wodurch unterscheidet sich die Montessori-Pädagogik von herkömmlichen Schulen?

„Hilf mir, es selbst zu tun“, war ein wichtiges Motto von Maria Montessori. Die Eigenart des Individuums steht im Mittelpunkt. Die eigene Leistung des Jugendlichen wird gefördert und in ein Bewusstsein für größere Zusammenhänge gestellt .

Eine private Schule kostet auch Schulgeld.

Ja, aber dafür arbeiten wir mit kleinen Klassen, regelmäßigem Förderunterricht und vielen Zusatzangeboten. Zur Ausbildung in Gestaltung gehören in der 11. Klasse auch Praktika bei Künstlern, Grafikbüros, Druckereien.

Nächste Woche präsentieren Sie in Hersbruck den neuen Schulzweig.

Am Dienstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr im Stadthaus am Schlossplatz stellen wir alle Zweige der Fachoberschule vor. Für den Gestaltungszweig werde ich Themen und Techniken zeigen und informieren, was man zur eigenen Anmeldung mitbringen sollte.

Interview: Walter Grzesiek

Mehr Infos unter www.montessori-lauf.de und unter Telefon 09123 / 18 349 18.




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