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Lokales HZ
02.02.12 17:22 Uhr

Wie gut müssen die Augen der Polizistin sein?

lokales(at)hersbrucker-zeitung.de

HERSBRUCK (gz) - Was machen eine Försterin und ein Pilot, eine Polizistin und ein Arzt gleichzeitig im Paul-Pfinzing-Gymnasium? Sie machen den Elftklässlern Vorschläge, welchen Beruf sie später ergreifen könnten. Insgesamt 16 Experten waren gestern Nachmittag geladen, ihr Berufsfeld vorzustellen.

Was das PPG seit über zehn Jahren praktiziert, hat inzwischen auch Eingang in die regulären Lehrpläne des G 8 gefunden. Der Expertentag ist damit fester Bestandteil des „Berufs- und Studienseminars“. Schulleiter Georg Fleischer hatte sich die Idee vor Jahren in Schottland angesehen und in Hersbruck übernommen — damals mit Sondergenehmigung des Kultusministeriums.

Cornelia Schenk und ihre Lehrerkollegen hatten diesmal unter anderem ausgewählt: die IT-Branche, die Bankkauffrau und die Kauffrau im Gesundheitswesen, einen Architekten, die Sozialpädagogik, die Medizin und die Siemens-Studiengänge.

Studium bei Eckart

Interessant für künftige Abiturienten ist beispielsweise: Wer zu Eckart geht, kann dort nicht nur Chemielaborant, Elektroniker oder Fachinformatikerin werden, sondern auch einen Studiengang Industrie belegen. Michael Pöhringer, Ausbildungsleiter in Hartenstein, sucht für den Herbst 21 neue Azubis, 80 lernen schon derzeit bei Eckart.

Streng ist die Auswahl für diejenigen, die Pilot werden wollen. Ex-PPGler Heiner Stocker hat es geschafft. Zehn Prozent aller Bewerberinnen und Bewerber seien geeignet, sagt er. Dafür sei die Zufriedenheit bei denen, die den Job dann machen, sehr hoch — trotz Arbeitstagen mit bis zu 15 Stunden in der Kanzel, trotz vieler Tage außer Landes, Stress und ungeregelter Arbeit.

Viele Fragen gab es an die zwei Vertreter der Polizei, Stefan Kunz von der Bundespolizei und Nadja Strauß von der Einstellungsabteilung der Polizei in Schwabach: Wie hoch ist die Frauenquote inzwischen? Wie kommt man zur GSG 9? Wie gut müssen die Augen eines Polizisten sein?

Die Schulleitung war froh, dass sich wieder Fachleute aus den verschiedensten beruflichen Sparten von den 135 Elftklässlern in mehreren Vortragsrunden löchern ließen. Wie die Vorträge und Interviews ankamen, das durften die Schüler hinterher mit Noten bewerten. Wie der HZ-Redaktionsleiter Walter Grzesiek zum Thema „Journalismus im Internetzeitalter“ bewertet wurde, stand — zum Glück — bei Redaktionsschluss noch nicht fest.




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