Mit nur noch 32 Kilogramm endlich frei

HERSBRUCK (um) - Es war nach der Menschenkette ein weiterer Höhepunkt am Gedenktag für die NS-Opfer in Hersbruck: Die Vorstellung des Überlebensberichtes des ehemaligen KZ-Häftlings Ljubiša Letic. Zahlreich waren interessierte Besucher in das Jugendheim der katholischen Kirche geströmt.
Erzählstoff für die gut 50-seitige Broschüre hat der 86-jährige Serbe zur Genüge. Denn was ihm zwischen Ende Oktober 1944 und Sommer 1945 widerfahren ist, wird er „niemals vergessen“. Von ungarischen Faschisten wegen seiner politischen Meinung festgenommen, wurde er als 19-Jähriger von seinem serbischen Heimatort Lok in das KZ Flossenbürg deportiert und weiter in das Außenlager Hersbruck verlegt. Ein Martyrium begann, denn Lebens-und Arbeitsumstände waren mehr als katastrophal.
Das schildern seine Aufzeichnungen deutlich, die der Vorsitzende des Dokuvereins KZ Hersbruck, Peter Schön, - nach einem langen Exkurs zur Entstehungsgeschichte des Büchleins - in Auszügen den rund 80 Zuhörern vorlas: „Als die Waggontüren aufgingen, konnte ich mich nur im ersten Moment über die frische Luft freuen (...) Die SS-Schergen gingen in die Waggons und brüllten „Los, los, raus!“ (...) Viele Entkräftete fielen in den Schnee“, schrieb Letic etwa über die Ankunft in Flossenbürg, die viele Deportierte in den vollgepferchten Zügen nur mit Mühe und Not erlebten.
Die Verhältnisse in Hersbruck und in seiner neuen „Arbeitsstelle“ in Pommelsbrunn waren keinen Deut besser: „Wir mussten auf einem unebenen Gelände Schlamm und Erde verteilen (...). Es war eine Knochenarbeit bei Schneematsch und Regen, und wir hatten nur unsere gestreiften Sträflingsanzüge an. (...) Wir wurden dauernd geschlagen, in den Schlamm gestoßen und malträtiert.“
Umso anrührender liest sich die Episode des Berichts über die Befreiung der KZ-Häftlinge, als sie sich auf dem Marsch in das Dachauer KZ befanden. Nachdem ein junger Amerikaner dem gerade einmal 32 Kilogramm schweren Ljubiša ein Stück Brot in den Mund steckte, stand dieser unter Schock: „Nach einigen Sekunden schossen mir die Tränen in die Augen“, erinnert sich Letic in dem Buch an das unvergessliche Erlebnis.
Ebenso eindrucksvoll wie die vorgetragenen Passagen waren an dem Abend die Antworten des fast tauben Mannes auf die Fragen des Publikums. Die gab es von Seiten der Hersbrucker zuhauf. Eine Frau wollte wissen, ob die SS-Wachleute nicht auch manchmal menschliche Züge zeigten. „Die habe ich bei keiner Gelegenheit festgestellt“, sagte Letic ohne lange zu überlegen. „Sie haben uns wie das letzte Vieh behandelt.“
Pfarrer Wunnibald Forster fragte, was ihm die innere Kraft gab, die Qualen durchzustehen. Da musste Letic nicht lange nachdenken: Seine russischen Freunde bedachten ihn im Lager immer mit Kartoffeln und munterten ihn mit Sprüchen wie „Junge, du musst Wodka trinken, dann bleibst du am Leben“ auf. Auch der tschechische Sprengmeister, bei dem Letic im Stollen arbeitete, habe ihn immer ermutigt, nicht aufzugeben. „Sie werde ich immer im Herzen behalten“, sagte Letic.
Entstanden ist die Idee eines Überlebensberichts nach dem Zusammentreffen von Ljubiša Letic mit Peter Schön bei einer Gedenkfeier im KZ Flossenbürg.




Diese braune Brut gehört heute verboten.
Ich würde es begrüssen wenn die statt die Kohle
nach Griechenland überweisen würden, ein großen Knast bauen. Alle Naxis, Holligans NPD`ler nei. Da können die dann auch so arbeiten.
Ich melde mich freiwillig als Aufpasser.
Übrigents, mein Großvater haben die Polen auf der Flucht aus
Schlesien derschlagen.
Ist auch nicht nett gewesen.
Soetwas macht man nicht.
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