Alles neu am Herd
HERSBRUCK (kp) — Die Citta slow Hersbruck hat ihren neuen kulinarischen Botschafter in Dienst gestellt: Für die vierte Gruppe der Hersbrucker Miniköche begann offiziell die „Lehrzeit“ bei heimischen Profiköchen.
Beim ersten Treffen blieben die Herde noch kalt, stattdessen war ein erstes „Beschnuppern“ angesagt. So lernten die 18 Mädchen und Jungen aus Hersbruck, Engelthal, Kirchensittenbach und Alfeld, die per Los aus insgesamt 35 Bewerbern ausgewählt wurden, und ihre Eltern schon einmal die Ausbilder kennen: Teamleiter Peter Bauer vom Gasthof Restaurant Café Bauer in Hersbruck, Hans Heberlein vom „Alten Schloss“ in Kleedorf, Hans-Peter Eberhard vom „Grünen Baum“ in Kühnhofen sowie Thomas und Ruth Hannes, die die Organisationsarbeit im Hintergrund leisten.
Der neue Schirmherr Alexander Fackelmann musste wegen eines Kundentermins passen, dafür begrüßte Marketingleiter Robert van Loosen die neuen Miniköche in den Firmenräumen auf der Ostbahn: „Die Verbindung zwischen Fackelmann und den Miniköchen liegt ja förmlich auf der Hand, ich bin überrascht, dass es so lange gedauert hat, bis wir zueinander gefunden haben.“
Bürgermeister Robert Ilg - in den vergangenen beiden Jahren selbst stolzer Papa einer Miniköchin - „warnte“ die Eltern schon einmal vor: „Wundern Sie sich nicht, wenn Sie bald auf Fehler beim Eindecken hingewiesen werden oder darauf, dass Sie Ihre Servietten auch phantasievoller falten könnten.“ Die Kombination Fackelmann und Hersbruck (die sich wie hinlänglich bekannt nicht nur auf die Miniköche beschränkt) passe sehr gut und lasse „etwas Positives entstehen“.
Das hat Jürgen Mädger längst erreicht: Der „Vater“ der Miniköche ließ es sich nicht nehmen, heuer persönlich beim ersten Treffen der Hersbrucker Gruppe vorbeizuschauen. Im Gepäck hatte der umtriebige Gastronom aus dem Ostalbkreis neben guten Wünschen für die anstehende Ausbildung auch den Ausblick auf zwei echte Höhepunkte: So stellen sich die Miniköche nicht nur an acht großen deutschen Bahnhöfen und in etlichen ICE vor, sondern dürfen im kommenden Jahr auch die Gäste beim Sommerfest von Bundespräsident Christian Wulff mit leckeren Speisen verwöhnen.
Damit das Zubereiten eines Schäufeles bis dahin „sitzt“, weisen Peter Bauer und Co. die Mädchen und Jungen in den nächsten beiden Jahren in die Geheimnisse der Gastronomie ein - neben dem eigentlichen Kochen also auch ins „richtige“ Eindecken oder in die Auswahl gesunder Zutaten.
Bevor es Anfang Oktober mit der ersten „Kochstunde“ in der Lehrküche im Amt für Landwirtschaft richtig losgeht, erhielten die neuen Miniköche schon einmal ihren von der Firma Elastoform (für alle rund 30 Gruppen) gesponserten Kochkoffer samt Rezeptmappe und Schneidebrettchen. Fackelmann steuerte Schäler - für Links- und Rechtshänder - sowie diverse Schneidemesser mit speziellen Kindergriffen bei. Dank einer Reihe weiterer Sponsoren (Bürgerbräu, Fliesenland, Möbelmacher, Raiffeisenbank, Sparkasse, Cittaslow sowie die „Heimat auf m Teller“-Erzeuger) liegen rechtzeitig zum Start auch Kochjacken, -hosen und -mützen bereit.
Mehr über die Philosophie der Miniköche und ihre Ausbildung unter www.hersbrucker-minikoeche.de.





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