Kritisches Allgäu
HERSBRUCK - Voll bezahlt und volles Haus: Die aus dem Allgäu stammenden Vivid Curls kamen unplugged am letzten Samstag ins Kick. Inka Kuchler und Irene Schindele, das sind zwei Stimmen und zwei Gitarren für einen klasse Musikgenuss. Und auch optisch könnten die beiden Musikerinnen auf der Bühne als Laufstegakrobatinnen aus Germanys next Topmodel durchgehen.
„Schaut gut aus.“ Der Satz von Veranstalter Peter Wagner vor dem Konzert der Mundartpoetinnen mag sich nicht nur auf die Publikumsmenge bezogen haben. Vivid curls scheinen ihre Zuhörerschar und Fangemeinde auch in der Hersbrucker Gegend zu haben: alternative Country- und Folkmusik mit eigenem Stil, eigene gesellschaftskritische Texte: etwas, das es in dieser Art in Deutschland eher selten gibt und hauptsächlich in den USA Tradition hat. Mit Gruppen wie den Vivid Curls könnte sich das hierzulande ändern.
Die beiden Damen spielen toll Gitarre und können singen. Da braucht es keine Bandgenossen, die im Background agieren, ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr.
Die Texte schöpfen sie aus Alltagsgeschichten und eigenen Erlebniss, sie sind präsent und publikumsnah und spielen ehrliche Musik, nicht ohne Grund preisgekrönt als beste Popgesangsgruppe und Countryband. Hersbruck zeigte: Die lebhaften Locken sind schon kein Geheimtipp mehr. Für die Musikgemeinde im Kick war das ein Erlebnis ohne großes Szenario und für die Veranstalter ein guter Einstieg ins neue Jahr.
Thomas Raum
Am 4. Februar kommt „Acoustic Revolution“ ins Kick.





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