RSS-FeedsAnzeigenIhre ZeitungGemeindenKontaktImpressumSitemap

Lokales DBLokales PZ
14.08.12 16:35 Uhr
41 Jahre Brieffreundschaft mit maltesischer Freundin

Eine Freundschaft, die vor über 40 Jahren begann

Von: Der Bote

Beim Besuch in Altdorf: Marlene Mortler mit ihrer maltesischen Brieffreundin Mary Zurgani. Links Sharef Zurgani, rechts Siggi Mortler.Foto: Märtl
Beim Besuch in Altdorf: Marlene Mortler mit ihrer maltesischen Brieffreundin Mary Zurgani. Links Sharef Zurgani, rechts Siggi Mortler.Foto: Märtl

NÜRNBERGER LAND – Im Hause Mortler in Dehnberg wird in diesen Tagen überwiegend Englisch gesprochen. Anlass dafür ist lieber Besuch aus Malta: Mary Zurgani und ihr Ehemann Sharef, die für eine Woche mit zur Familie gehören. Marlene Mortler und Mary Zurgani kennen sich seit mehr als 40 Jahren sehr gut, sehen tun sie sich aber erst zum dritten Mal.

Die letzte Begegnung liegt nun ein Jahr zurück, als Marlene Mortler in ihrer Eigenschaft als tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit ihrem Arbeitskreis den Inselstaat im Mittelmeer besuchte und dabei auch Mary Zurgani traf. Einige Jahre zuvor war sie privat mit Ehemann Siggi auf Malta, um Mary und ihren Ehemann zu besuchen. Freundin Mary ist nun zum ersten Mal in Deutschland und weil Marlene Mortler derzeit Parlamentsferien hat ist es für sie selbstverständlich Mary und ihrem Ehemann die fränkische Heimat zu zeigen.

Wie kam es zu dieser Freundschaft? Als die junge Marlene aus Dehnberg das Gymnasium in Lauf besuchte wurden eines Tages in der Klasse Adressen verteilt, von jungen Mädchen aus allen Ländern des damals noch sehr locker organisierten Europa zwecks Brieffreundschaften. Vor allem die englische Sprache sollte gepflegt werden, erinnert sich Marlene Mortler an die damaligen Beweggründe. Sie entschied sich spontan für Mary.

Zwischen den beiden damals jungen Mädchen stimmte die Chemie. Man verstand sich auf Anhieb, vom ersten Brief an, erzählt Marlene Mortler. Man schrieb sich gegenseitig, was junge Mädchen eben so interessiert, man tauschte sich aus, über die Familie, über Land und Leute, über die Schule, über die Ausbildung, über den familiären und beruflichen Weg.

Man schrieb mal intensiv und oft und dann mal wieder weniger und seltener, aber zu keinem Zeitpunkt riss der Kontakt ganz ab.

Viele Brieffreundschaften „versanden“ im Lauf der Jahre, aber Marlene und Mary verstanden es immer wieder, ihre Verbindung aufleben zu lassen. Und zu erzählen gab und gibt es immer wieder viel – und das nach wie vor in geschriebener Form als Brief, wenn auch gerade in den letzten Jahren, wo die berufliche Belastung gewachsen ist, öfter das Telefon als Ersatz herhalten muss. Und der Weg der beiden Frauen ist sehr interessant, der von Mary teilweise abenteuerlich nachdem ihr Mann in Lybien geboren ist.

Der Stoff für den Austausch reißt nie ab. Zwischenzeitlich sind beide Omas: die Kinder haben Kinder und da haben sich Frauen immer viel zu erzählen.

So sind Marlene und Siggi Mortler derzeit für eine Woche die persönlichen Fremdenführer für das Ehepaar Zurgani durch Franken.

Eigentlich wollten die mit einer Reisegruppe aus Malta nach Deutschland kommen, mit Programm und nur einem kurzen Abstecher zu den Mortlers. Als sich das aber zerschlug und die Freude auf ein Wiedersehen zu groß war, entschloss man sich auf eigene Faust nach Deutschland zu fliegen, um die Familie und die Heimat der Brieffreundin nach über 40 Jahren endlich einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Am Freitag traf man nun in Franken ein und bis zum nächsten Freitag ist das Programm dicht gedrängt. Franken hat so viele schöne Ecken und all das, wovon Marlene Mortler in all den Jahren in ihren Briefen geschwärmt hat, will man mit eigenen Augen sehen.

Ein Glück, dass das Wetter mitspielt und dafür sorgt, dass sich die fränkische Heimat von ihrer schönsten Seite zeigt. Jeden Tag staunt das Ehepaar aus Malta über das frische Grün der Natur, das sie aus ihrer Heimat kaum kennen. Sie freuen sich über die Geschichte und die Geschichten, lernen Menschen kennen, wollen die Sehenswürdigkeiten sehen und erleben wie in Franken gefeiert wird. In Altdorf hatten sie z.B. Gelegenheit einen typisch fränkischen Kirchweihfrühschoppen zu erleben, wobei es erst nach gemeinsamer Anstrengung gelang, diesen Brauch auf Englisch so zu erklären, dass sich den Gästen aus Malta auch der Sinn erschloss.

Hilfreich waren dabei die perfekten Englischkenntnisse von Sophia Schubert aus Hagenhausen, die über das Parlamentarische Austauschprogramm auf Vermittlung von Marlene Mort-ler für ein Jahr in Amerika war (wir berichten laufend) und erst kürzlich wieder zurück kam.

Auf jeden Fall verstehen sich die beiden Ehepaare prächtig.

Marlene und Mary sind wie Schwestern. „Wir waren uns vom ersten Augenblick an sympathisch“, erinnert sich Marlene Mortler, „als wir uns geschrieben haben und als wir uns dann das erste Mal sahen.“

Als Marlene Mortler im letzten Jahr auf Malta war und dort viele politische Gespräche führte, die nicht nur den Tourismus betrafen, lud sie ihre Freundin Mary ein, an einem Teil des Besuchsprogramms teilzunehmen.

Einen Abend konnte sie sich dann von der Gruppe loseisen und Mary in ihrer Familie privat besuchen. Es war ein un vergesslicher Abend, der den Wunsch bekräftigte, sich auch in der Heimat von Marlene zu sehen, was nun Wirklichkeit geworden ist.

Die nächsten Tage werden noch viele Begegnungen bringen und die Freundschaft weiter festigen. Auf jeden Fall – und da sind sich beide Seiten sicher – wird dies nicht die letzte Begegnung gewesen sein.

LORENZ MÄRTL




Kommentare

Erwin Hillermeier, Laff, 17.08.2012 22:45:
Leute, es ist Saure-Gurken-Zeit in der Presselandschaft. Irgendwie müssen die Seiten ja gefüllt werden. Nächste Woche lesen wir dann wann Benedikt Bisping ins Bett geht und übernächste Woche wohin Armin Kroder zum einkaufen fährt.
Schorsch Huber, Lauf, 17.08.2012 06:55:
Nein liebe Andrea,ist nicht so schlimm.
Aber nett dass wir es Wissen.
Vieleicht hätte Deine Oma ja noch etwas mit dem Holzbein anfangen können.
Ich bin ja leider nicht in der Piratenpartei und brauche es nicht.
Andrea Mörtel, Niedersachsen, 16.08.2012 15:53:
Hallo Schorsch, meine Oma hatte einen großen Kropf und ein
böses offenes Bein und war Inhaberin einer Schreinerei in
Hannover, die hat auch keiner fotografiert, gechweige in die
Presse getan. Ist das schlimm???
Schorsch Huber, Lauf, 16.08.2012 05:26:
Meine Tante Charlotte aus Kiel ist letztes Jahr gestorben.
Nun wissen es die Leser der PZ.
Wäre ja eigentlich schlimm wenn es keiner wüsste.
Ach ja die sprach plattdeutsch und Ihr verstorbener Mann hatte ein Holzbein.
Wollt Ihr noch mehr wissen von meiner Tante ?
Nicht Wähler, Lauf, 15.08.2012 13:50:
Da is die nicht die Einzige mit Brieffreundschaften, aber als Politikerin kommt Sie natürlich in die Zeitung!
Danke Herr Märtl, das braucht die Welt!
E. P., Entenhausen, 14.08.2012 16:50:
Interessiert mich soviel, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt! Good by....

Anmerkung hinzufügen

* - Pflichtangabe

Hinweis: Hinweis: Die Redaktionen behalten sich vor, Kommentare auch als Leserbriefe in den drei Heimatzeitungen zu veröffentlichen. Beleidigende oder anstößige Kommentare werden gelöscht. (Anm. d. Redaktion).

*
*


*
*



Vereinsnachrichten

Mit diesem Formular können Sie schnell und unkompliziert Vereinsnachrichten für den Boten aufgeben:

  1. Download als RTF-Dokument (für Textverarbeitungsprogramme; kann per Email oder Fax an den Verlag gesendet werden)
  2. Download als PDF-Dokument (benötigt den Acrobat-Reader, kann per Fax an den Verlag gesendet werden)
Wirtschaftsbeilage
NAchrichten aus Nürnberg & Franken

Hier geht es zum Veranstaltungskalender


Link zur Startseite Der Bote Link zur Startseite Pegnitz-Zeitung Link zur Startseite Hersbrucker Zeitung Link zur Homepage N-land.de