Der lang ersehnte Radweg kommt

BURGTHANN/EZELSDORF – Nach langwierigen Planungen, deren Anfänge 20 Jahre zurück liegen, wird der Radweg zwischen Ezelsdorf und Burgthann nun endlich realisiert. Bereits im November 1990 hatte der Bauausschuss der Gemeinde beschlossen, zwischen Burgthann und dem Abzweig nach Ezelsdorf an der Kreisstraße LAU 22 einen Radweg zu bauen. Doch dies scheiterte immer wieder - mal gab es kein Geld dafür, dann klappte der Grunderwerb nicht.
Nun sind alle Hindernisse überwunden, wie Landrat Armin Kroder beim Ortstermin zum symbolischen ersten Spatenstich versicherte. Die Ausschreibung sei gut gelungen, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Verwaltungen - dem Landkreistiefbauamt, das für den Verlauf an der Kreisstraße LAU 22 verantwortlich ist, und dem Burgthanner Bauamt, das für die Gemeindestraße nach dem Abzweig nach Ezelsdorf zuständig ist - klappe ausgezeichnet.
Der Ausbau dieses lange gewünschten Radwegestückes ist ein weiteres Puzzlestück im beschlossenen Radwegekonzept, das Schritt für Schritt verwirklicht werden soll. Mit der Errichtung des Abschnitts werde man hier einen großen Schritt weiterkommen, so der Landrat.
Bürgermeister Heinz Meyer konstatierte, dass es wichtig sei, endlich diese Lösung für die Radler zu realisieren, da die Kreisstraße von Burgthann zur B8 doch sehr befahren sei. Er wies ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Radweg von Burgthann kommend nicht geradeaus bis zur B8 führt. Dies sei vielleicht wünschenswert, wie auch eine Bürgerin am Rande des Ortstermins bemerkte.
Doch Meyer verwies darauf, dass ein derartiger Ausbau enorme Hürden aufwürfe. Zum einen müsste man den Radweg irgendwie durch die enge Bahnunterführung leiten, was eine schier unlösbare Aufgabe wäre, zum anderen stelle sich das Problem, wie die B8 sicher zu überqueren sei, um den Weg dann wieder an das restliche Radwegenetz anzubinden.
Über Heinleinshof
Daher habe man sich entschlossen, den Weg über Heinleinshof nach Ezelsdorf zu führen, von wo er wieder in das Netz eingeordnet werden könne. Lediglich ein kleines Stück zwischen Ezelsdorf und der Bahnbrücke Postbauer-Heng fehle dann noch, um die Vernetzung der beiden Landkreise Nürnberger Land und Neumarkt für deren Radfahrer zu komplettieren.
Obwohl schon vor Jahren eine Entwurfsplanung erstellt worden war und man 1995 einen Zuwendungsantrag gestellt hatte, konnte die Maßnahme von Seiten des Landkreises nicht durchgeführt werden, weil die Mittel dafür fehlten, blickte Kroder zurück. Im Haushalt 2009 nun seien die Gelder eingestellt worden und da sich auch die Grunderwerbsproblematik gelöst hatte, steht der Durchführung nichts mehr im Weg.
Die Baukosten wurden mit 300.000 Euro und die Gesamtkosten mit 365.000 Euro veranschlagt. Im Juni wurden sowohl von der Gemeinde als auch vom Landkreis die Ausschreibungen gemacht, sieben Angebote wurden daraufhin abgegeben. Den Auftrag erhielt die Firma Feierler aus Berngau mit einer Angebotssumme von 329.774 Euro als wirtschaftlichstes Angebot. Geplant hat das Ingenieurbüro Reeder und Raum, Happurg, die landschaftspflegerische Begleitplanung stammt vom Büro Team 4. Mit den Arbeiten soll bereits am 16. August begonnen werden.


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